Island-Fan Kochbuch – Traditionelle isländische Rezepte & isländische Essenskultur  

Montag, 30. März 2026

Páskafrí 2026

Osterurlaub 2026


Für uns ging es am Wochenende wieder nach Island. 

Abflug in Frankfurt war am Samstag.

Wir hatten schon am, Vorabend eine Nachricht von Icelandair bekommen, aufgrund der Wetterbedingungen könnte es kurzfristig zur Flugausfällen oder Verspätungen an dem Tag kommen.

Die letzte Zeit waren hier in Island mehrere Tiefdruckgebiete unterwegs. Es gab etliche Wetterwarnungen, Straßensperren und Flugausfälle. Erst am Donnerstag wurden fast alle Flüge abgesagt oder verschoben. Die Rettungskräfte waren im Großeinsatz, um allen zu Hilfe zu kommen, die im Schneesturm steckengeblieben, von der Straße abgekommen oder sonst wie in Schwierigkeiten gekommen waren. 

Wir hatten dieses Mal (aus Kostengründen) bei SAS gebucht, mit Umsteigen in Kopenhagen und Weiterflug mit Icelandair (zumal die Abflugszeiten für den Rückflug deutlich besser waren). Bei dem Tarif war auch Gepäck dabei. Normalerweise reisen wir nur mit Handgepäck, wir haben ja alles, was wir brauchen, hier im Haus. Aber wenn schon ein Koffer dabei war... also hatten wir noch ein paar Sachen eingepackt, einen großen neuen Wasserschlauch für unseren Hot Pot, einen Ersatz-Router, nachdem unserer wegen Stromschwankungen Probleme hat, Wolle für mein nächstes Strickprojekt... was man halt so braucht! 

Wir waren rechtzeitig in Frankfurt am Flughafen. Trotz Schulferienbeginn und Osterferien war noch furchtbar viel Betrieb. Es gab zwar am Terminal 2 Probleme, weil die Automaten am Terminal zwar die Bordkarten ausgedruckt haben, aber nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen auch die Gepäckanhänger. Es dauerte also etwas, bis wir unseren großen Koffer los waren, aber eine Stunde nach Ankunft am Flughafen saßen wir schon gutgelaunt und mit einem großen Cappuccino am Gate. 


In Kopenhagen hätten wir eigentlich 50 Minuten zum Umsteigen gehabt, um 12.55 Uhr sollte der Weiterflug starten. Aber als wir ankamen, stand am Nachbar-Gate schon ein Icelandair-Flugzeug bereit - allerdings nicht unseres, das wartete aber schon zwei, drei Gates weiter auf uns. Als wir hinkamen, begann gerade schon das allgemeine Boarding. Wir konnten also direkt rein.  

Abflug von Kopenhagen

Wir kamen zwar mit rund 15 Minuten Verspätung, aber problemlos und gut in Keflavík an. 

Was allerdings nicht ankam, war unser Koffer - der war beim Umsteigen in Kopenhagen nicht mitgekommen. Allerdings konnte uns die sehr nette Dame am Schalter direkt sagen, dass unser Kofer noch in Kopenhagen war. Sie hoffte, er käme mit dem nächsten Flieger aus Kopenhagen mit, käme dann gegen Mitternacht in Island an und würde uns dann, wenn alles gut ginge, am nächsten Mittag zur Haustür geliefert. Falls wir irgendwelchen Ersatz bräuchten, könnten wir Unterhosen und Socken kaufen und die Rechnungen dann online bei Icelandair einreichen... Link war direkt dabei, alles absolut problemlos und sehr nett!

Tatsächlich hatten wir Glück, dass wir noch rechtzeitig gelandet sind. Das nächste Tiefdruckgebiet war schon im Anmarsch. Ab 17 Uhr galt im Hauptstadtgebiet die nächste Wetterwarnung

Alle Flüge, die ab etwa 16.30 Uhr an diesem Nachmittag landen sollten, wurden entweder abgesagt oder auf den Abend nach 21 Uhr verschoben. (Das traf dann auch die nächsten beiden Flüge aus Kopenhagen, die an dem Abend noch landen sollten - einer wurde abgesagt, der andere landete schließlich mit gut 3,5 Stunden Verspätung - aber mit unserem Koffer an Bord!) 

Für die Straßen im Hauptstadtgebiet galt ab 16 Uhr die óvissustig, die "Ungewissheitsstufe". Es war mit sehr schlechten Verkehrsverhältnissen und kurzfristigen Straßensperrungen zu rechnen. Für die Hellisheiði, die Ringstraße von Reykjavík über den Pass nach Südosten, war mit einer Straßensperrung zu rechnen, die Strecke über Þrengsli war zwischenzeitlich schon gesperrt, nachdem es dort wegen der Wetterverhältnisse einen Unfall gegeben hatte. Eine Sperrung der Straße zum Flughafen wurde nicht ausgeschlossen. 

Die Fahrt von Keflavík über die Reykjanesbraut nach Reykjavík war schon nicht so angenehm. Schließlich fuhren wir in einer Kolonne mit 60 km/h langsam, vorsichtig und mit reichlich Abstand durch den Schneesturm.


Je näher wir der Hauptstadt kamen, desto schlechter wurden die Bedingungen. 


Es gab immer wieder kurze Momente, wo vor lauter Sturm und Schnee die Straße vor uns wirklich gar nicht mehr zu sehen war, alles nur weiß... 


Unser wirklich sehr lieber Freund hat uns dann über Nacht in Reykjavík bei sich aufgenommen. Das war toll! Wir waren noch zusammen Burger essen, bei der Tankstelle, waren noch kurz beim Bónus einkaufen... 


...und sind dann ziemlich früh ziemlich erschöpft ins Bett gefallen. 

Es war ein Glück, dass wir bei unserem Freund unterkommen konnten! Der Schneesturm war wirklich ordentlich. Es wurde dringend von nicht unbedingt notwendigen Fahrten abgeraten. Absolut kein Wetter, wo man ohne Not irgendwo im Nirgendwo im Schnee feststecken will, so dass dann auch noch die Rettungskräfte ausrücken müssten, die so schon genug im Einsatz waren.  

Die Ringstraße über die Hellisheiði wurde zwar gegen Mitternacht wieder geöffnet. Aber im Dunkeln und übermüdet bei solchen Bedingungen loszufahren, das wäre auch absolut keine gute Idee gewesen..!


So konnten wir noch mit unserem Freund gemütlich frühstücken und gegen 8 Uhr bei schönen Sonnenschein und gut geräumter Hauptstraße starten. 


Über den Pass verschlechterten sich die Bedingungen zwar etwas, es setzte wieder Schneefall ein, aber der Wind war harmlos und wir kamen wirklich gut durch. 

Allerdings sind wir unterwegs an zwei Autos vorbei gekommen, die offensichtlich am Vortag bei dem Schneesturm von der Straße gefegt worden waren... 


Viertel vor neun waren wir in Selfoss. Unterwegs hatten wir schon eine Nachricht von Icelandair bekommen, dass unser Koffer zwischen 9.30 Uhr und 11 Uhr geliefert würde. Wir mussten uns also mit dem Einkauf im Ort beeilen. Am liebsten kaufe ich meist beim Bónus ein, der macht aber erst um 10 Uhr auf, beim Krónan sind wir auch öfter, der öffnet um 9 Uhr. Wir waren dann schnell beim neuen Nettó im Eyrarvegur, der - eigentlich sehr untypisch für Island - schon ab 7.30 Uhr geöffnet hat. Kurz noch ein paar frische Lebensmittel für die nächsten Tage eingekauft und dann ab nach Hause..!

Unser Koffer wurde uns von Icelandair bis vor die Haustür geliefert. Etwa 20 Minuten nach uns kam der Koffer an. Wir hätten also im Grunde noch nicht einmal Zeit gehabt, ihn zu vermissen. Also alles wunderbar geklappt!


Jetzt sind wir sehr glücklich wieder zu Hause!



Sonntag, 29. März 2026

Mit der Fähre auf die Färöer und nach Island

Meine Fahrt mit der Crime Cruise im November 2025


Diese Reise war das Weihnachtsgeschenk von meinem Mann für mich 2024 - ich hatte mir schon so lange gewünscht, einmal mit der Fähre nach Island zu fahren, die Fahrt auch einmal mitzuerleben, von der mir schon so viele Island-Fans erzählt hatten. Aber im Alltag ist Fliegen einfach schneller und praktischer. Trotzdem - einmal wollte ich mit der Fähre anreisen. Und dabei bitte auch noch einen kurzen Zwischenstopp auf den Färöern machen, um zumindest mal einen kleinen ersten Eindruck von diesen Inseln zu bekommen. Allein mit dem Auto wollte ich die Färöer allerdings doch nicht erkunden, lieber mal ganz entspannt mit geführten Ausflügen...    
   
Und so entstand schließlich die Idee, mit der Crime Cruise nach Island zu fahren.   


Es gibt genau eine Fährverbindung nach Island, und zwar mit der Norröna von Hirtshals in Dänemark über die Färöer. Gut 20 Jahre lang fuhr die Fähre das ganze Jahr über bis nach Island, seit Ende 2020 fährt die Norröna von Mitte November bis Mitte März nicht mehr nach Island, sondern pendelt im Winter nur noch zwischen Dänemark und den Färöern. 

Für die letzten Fahrten im Herbst bzw. die ersten Fahrten im Frühjahr gibt es teilweise Sonderangebote, weil die Fähre in dieser Zeit nicht voll ausgebucht ist. Außerdem findet seit 2019 Anfang November zuerst die Crime Cruise, die Krimi-Kreuzfahrt, statt, seit 2021 anschließend noch die Board Game Cruise, eine Brettspiel-Reise für Spiele-Experten und -Erfinder und begeisterte Spieler. Und im März gibt es seit 2024 auch eine Kreuzfahrt unter dem Motto "Stricken und Meer".

Für mich wurde es also im November 2025 die Crime Cruise.


Meine Crime Cruise 2025

Hier die Übersicht über die Reise - den ausführlichen Bericht für den Tag findet Ihr, wenn Ihr auf das jeweilige Datum klickt. 


Anreisetag - für mich ging es mit dem Zug nach Hamburg. Am nächsten Morgen startete der Zubringerbus nach Hirtshals, um von dort mit der Nörrona nach Island zu fahren und wieder zurück, mit meiner "Krimi-Kreuzfahrt". 

Mein Hotelbett war bequem, aber ich habe trotzdem nicht so richtig gut geschlafen - ich war einfach zu aufgeregt! 




Am Sonntag stand ich morgens um 5 Uhr mit meinem Gepäck vor dem Hamburger Hauptbahnhof und wartete mit anderen Reisenden auf unseren Bus, der uns nach Hirtshals bringen sollte. Wer erst einmal nicht kam, war der Bus. Aber kurz nach 6 Uhr konnten wir mit leichter Verspätung Richtung Dänemark starten. 

Um 8 Uhr ging es über die Grenze nach Dänemark und zwei Raststätten-Stopps und insgesamt gut 500 km später kamen wir erfolgreich gegen 13 Uhr am Fähr-Terminal an. Ich fand es einen tollen Moment - das erste Mal die Island-Fähre Norröna persönlich, live und in Farbe vor mir zu sehen! 

Gegen 14 Uhr konnte ich meine Kabine, mein Quartier für die nächsten 7 Tage, in Augenschein nehmen. Später saß ich dann mit anderen Mitreisenden in der Bar auf dem obersten Deck und wir schauten zu, wie die Norröna gegen 15 Uhr ablegte. 

Nach dem Abendessen mit der Gruppe gab es noch den Willkommensabend, das Team der Crime Cruise stellte sich vor - danach bin ich sehr müde in mein schwankendes Bett gefallen.



Tag 2 unserer Crime Cruise haben wir komplett auf See verbracht. 

Nach einer unruhigen Nacht startete unser Tages-Programm mit einem Live-Tatort: Ein armer Finanzbeamter lag tot in seinem Blut. Ein pensionierter Kriminalist führte die Ermittlungen. Dabei war er vollauf in seinem Element und mit Leidenschaft bei der Sache!

Später gab es dann noch einen Film über die Färöer, eine Lesung aus dem Krimi "Mord auf den Färöern" und nach dem wieder sehr leckeren Abendessen ein Gespräch / Lesung mit einem Thriller-Autoren. 

Danach ging es dann für mich schnell ins Bett, denn am nächsten Morgen sollte um 7.30 Uhr unser Bus-Ausflug in Tórshavn starten. 



Eigentlich sollten wir früh um 7.30 Uhr in Tórshavn anlegen. 

Aber das Wetter spielte nicht mit und so konnte die Norröna nicht am Fähr-Terminal anlegen, sondern musste weiter weg am Hafen vor Anker gehen. Die Gangway nach Tórhavn blieb geschlossen und die Reisenden mussten alle nacheinander über das Autodeck von Bord gehen. Mit gut einer Stunde Verspätung waren wir am Hafen. 

So blieb nicht viel Zeit, aber für einen kleinen Ausflug nach Tjørnuvík im äußersten Norden der Hauptinsel Streymoy reichte die Zeit und für eine Fahrt durch den Tunnel - inklusive dem wunderschön beleuchteten Kreisverkehr unter dem Meer.

Gegen Viertel vor 12 waren wir wieder zurück auf dem Schiff. 

Wegen dringender Wartungsarbeiten an der Maschine verzögerte sich allerdings unser Ablegen und während unseres weiteren Programms schaukelte die Norröna immer mehr. (Meine Erkenntnis des Tages: Ich vertrage Fotos von Leichenteilen bei starkem Seegang nicht besonders gut.)



Für mich eigentlich der schönste Moment der ganzen Reise - morgens fahren wir in den Hafen von Seyðisfjörður ein. Über dem Meer geht in traumhaften Farben die Sonne auf. Über dem Land geht der Vollmond unter. 

Endlich liegt Island vor uns!

Die Norröna lag über Nacht im Hafen von Seyðisfjörður, wir hatten also zwei Tage für Ausflüge auf Island.

Am ersten Tag ging es über den eisigen Pass nach Egilsstaðir, wir konnten bei traumhaftem Wetter drei kleinere Wasserfälle erwandern und waren beim Besucher-Zentrum des Nationalparks. Aber den legendären Lagarfljótsormur haben wir im See nicht gesehen.

Nach der Mittagspause ging es noch zum Eskifjörður, mit Foto-Stopps an der Aussichtsplattform Grænafell, im Naturschutzgebiet Hólmanes und schließlich auf der Halbinsel Mjóeyri hinter Eskifjörður. 

Ein wunderschöner Tag in wunderschöner Natur!




Nachdem wir über Nacht im Hafen von Seyðisfjörður gelegen hatten, gab es am zweiten Tag noch einen Ausflug in Island. 

Zuerst besichtigten wir Grassoden-Häuser beim Hof Hjarðarhagi, anschließend stoppten wir beim Wasserfall Rjúkandi. Hier war der Weg allerdings so vereist, dass ich dem Wasserfall lieber nicht besonders nahe gekommen bin. 

Bei der Schlucht Stuðlagil waren die Bedingungen zum Glück besser, die Metalltreppe und die Wege zwischen den Aussichtsplattformen ließen sich wirklich gut und rutschfrei laufen!

Nach einer kurzen Mittagspause in Egilsstaðir waren wir gemütlich im Thermalbad Vök baden, für mich ein besonderes Highlight der Tour. 

Abends ging es über die mittlerweile doch ziemlich verschneite Straße zurück nach Egilsstaðir. 
Gegen 19 Uhr legte die Norröna wieder ab Richtung Färöer und Dänemark.



Am Freitag hatten wir wieder einen halben Tag auf See. 

Allerdings war die Überfahrt recht stürmisch, bei Gästen mit Außenkabinen hatten die Wellen in der Nacht ordentlich gegen die Fenster geklatscht und beim Frühstück war auffallend wenig Betrieb.
Ich habe mich ganz gut gehalten, allerdings habe ich mich vorsichtshalber nur mit einem Mocktail in die Bar gesetzt, statt mir den Vortrag des pensionierten Kriminalisten anzuhören. Technische Details über Leichen vertrage ich bei starkem Seegang einfach nicht. 

Um 16 Uhr landeten wir wieder in Tórshavn und wir unternahmen noch einen kurzen geführten Spaziergang durch den Ort bei zunehmender Dämmerung, inklusive einer Verkostung typisch-färingischer Spezialitäten. Geschmacklich toll - geruchlich teilweise schon intensiv. 

Gegen 18 Uhr waren wir wieder auf dem Schiff.



Am Samstag waren wir den ganzen Tag auf See. 

Wir hatten im Rahmen unserer Crime Cruise Programm an Bord, so erzählte der ehemalige Kapitän der Cap Anamur von der Rettung von Flüchtlingen aus Seenot im Mittelmeer, für die er in Italien vor Gericht gestellt und freigesprochen wurde. 

Wer wollte, konnte noch lernen, wie man Fingerabdrücke nimmt, und die Teilnehmer vom Schreibworkshop präsentierten ihre Ergebnisse ihrer Arbeit. Abends gab es die große Verabschiedung des Crime-Cruise-Teams.

Mein ganz persönliches Highlight des Tages war aber unser Bad im Hot Pot. Auf der Norröna gibt es drei Hot Tubs, die man an der Rezeption buchen und dann eine Stunde das Bad im herrlich heißen Wasser mit auf dem Nordatlantik genießen kann. Von den Hot Pots hatte ich schon so oft in Büchern gelesen, die auf der Fähre nach Island spielen... Alleine hätte ich mich ja nicht aufgerafft, aber dank unserer tollen Truppe hatten wir einfach nur einen Riesenspaß!



Am Sonntag sind wir wieder in Hirtshals gelandet. Wir konnten auf gepackten Koffern im Undirhús warten, bis wir von Bord gehen konnten. Unsere Schiffsreise war zu Ende.

Gegen 11 Uhr saßen wir im Terminal, um Viertel vor eins ging es mit dem Reisebus weiter. Für die gut 500 km bis Hamburg haben wir dank Baustellen, Tempolimits und Pause allerdings deutlich länger gebraucht als der Routerplaner dachte... 

Um 19.50 Uhr war ich in Hamburg am Bahnhof - und mit viel Glück und hängender Zunge habe ich noch den letzten durchgehende Zug um 20.01 Uhr nach Frankfurt erwischt. Um Viertel nach 12 konnte mein Mann mich dann am Bahnsteig wieder in Empfang nehmen - juchhu!



Den ausführlichen Reise-Bericht zu den einzelnen Tagen findet Ihr hier:





Crime Cruise - Anreise nach Hamburg

1. November 2025


Für mich ging es im November 2025 mit der Crime Cruise über den Nordatlantik, von Dänemark über die Färöer bis nach Island und wieder zurück.  

Die Norröna - DIE Fähre nach Island  

Die jetzige Fähre, die Norröna II, wurde 2003 in Deutschland gebaut, und zwar im Auftrag der Smyril Line von der Flender-Werft in Lübeck gebaut - es war tatsächlich das letzte Schiff, dass die Werft noch auslieferte, nachdem sie 2002 in Insolvenz gegangen war. Die Norröna II wurde im April 2003 an die Reederei geliefert.


Das Schiff ist etwa 165 Meter lang und 30 Meter breit. An Bord gibt es Platz für maximal 1.428 Passagiere, rund 800 Pkw und etwa 3.250 Tonnen Fracht. Bei vollem Betrieb arbeiten etwa 120 Beschäftigte auf dem Schiff.

Früher, d.h. ab 1998 fuhr die Passagier-Fähre Norröna das ganze Jahr über von Dänemark über die Färöer nach Island und wieder zurück. 

Im Winter 2020/2021 wurde die Norröna umfassend renoviert, es wurden weitere der gut 300 Kabinen mit erhöhtem Komfort ausgestattet, Deck 10 erhielt eine Aussichtsplattform und ein neues Panorama-Restaurant. 

Seitdem fährt das Schiff Island im Winter nicht mehr an, aktuell verkehrt die Norröna von Mitte November bis Mitte März nur noch zwischen Dänemark und den Färöern. 


Für die letzten Fahrten im Herbst bzw. die ersten Fahrten im Frühjahr gibt es teilweise Sonderangebote, weil die Fähre in dieser Zeit nicht voll ausgebucht ist. Außerdem findet seit 2019 Anfang November zuerst die Crime Cruise, die Krimi-Kreuzfahrt, statt, seit 2021 anschließend noch die Board Game Cruise, eine Brettspiel-Reise für Spiele-Experten und -Erfinder und begeisterte Spieler. Und im März gibt es seit 2024 auch eine Kreuzfahrt unter dem Motto "Stricken und Meer". Für mich wurde es also im November 2025 die Crime Cruise.


Anreise

Für mich ging es am Samstag (01. November) zunächst mit der Bahn nach Hamburg. Mein Mann hat mich mit meinem Gepäck nach Frankfurt zum Bahnhof gebracht, dann konnte ich mit einem durchgehenden Zug bis zum Hamburger Hauptbahnhof fahren. 

Ich war etwa 4:15 Stunden unterwegs, aber ich hatte meinen reservierten Sitzplatz am Fenster, es ging alles gut und wir sind praktisch pünktlich in Hamburg angekommen.

Zwischendurch kam allerdings eine Durchsagen, ein anderer ICE ist liegengeblieben und unser Zug musste an der nächsten Station die gestrandeten Passagiere aufnehmen. Dann konnte ein weiterer ICE nur noch mit halber Kraft fahren, würde also sein Ziel an dem Tag nicht mehr erreichen, also noch einmal gestrandete Passagiere aufnehmen, die bis nach Westerland wollten. Es wurde also eng, zwischendurch kam dann die Durchsage, man sollte durchgehen bis Wagen 1 und 2, dort gebe es zwar auch keine Sitzplätze mehr, aber zumindest wäre im Gang noch mehr Platz zum Stehen. Juchhu... 

Aber ich persönlich kann mich nicht über die Deutsche Bahn beschweren. Bei mir hat alles geklappt und ich bin gut in Hamburg angekommen. 

Ich habe mir dann noch etwas zum Abendessen geholt und bin dann für die Nacht in mein Hotel gegangen. Das Hotel liegt direkt gegenüber dem Bahnhofseingang, bei dem am nächsten Morgen mein Bus zur Fähre abfahren sollte, es passte also gut. 


Trotzdem habe ich nicht so richtig gut geschlafen - irgendwie war ich doch aufgeregt!