Sonntag, 29. März 2026

Crime Cruise - Tag 3

4. November 2025


Am Dienstag stand am Vormittag eine Bus-Tour auf den Färöern auf dem Plan. 

Tag 3 - Landausflug auf den Färöern

Eigentlich sollten wir früh um 7.30 Uhr in Tórshavn anlegen und direkt von Bord gehen und mit zwei Tour-Bussen mit einheimischen Reiseführern losfahren. 

Aber das Wetter spielte nicht mit. Es regnete und stürmte. Deswegen konnte die Norröna nicht am Fähr-Terminal anlegen, sondern musste letztlich weiter weg am Hafen vor Anker gehen. 

Die Gangway nach Tórhavn blieb geschlossen. 


Die Reisenden mussten alle zeitversetzt und nacheinander über die Auto-Decks aussteigen. 

Zuerst durften die Fußgänger von Bord gehen, die auf den Färöern bleiben wollten und deren Reise hier endete. Um Viertel nach 8 Uhr durften dann die Autopassagiere, die in Tórshavn von Bord gehen wollten, zu ihren Autos und vom Schiff fahren. Um kurz nach halb 9 konnten wir dann auch zu Fuß über das Autodeck vom Schiff gehen. Mit gut einer Stunde Verspätung - dabei hatten wir doch nur kurz Aufenthalt und mussten um 12 Uhr schon wieder zurück an Bord sein... Schade, aber so ist es eben, wenn man mit dem Schiff im November auf dem Nordatlantik unterwegs ist. 

Am Kai warteten schon unsere beiden Reisebusse auf uns.


Ich persönlich habe mich ja sehr über den Weihnachtsbaum gefreut, der mit dem Schiff gekommen war und dort am Kai lag und auf seinen Weitertransport wartete.

Aber so hatten wir dann nicht so viel Zeit, auf unserer kleinen Bus-Tour einen ersten Eindruck von den Färöern zu bekommen. Aber für einen kleinen Ausflug nach Tjørnuvík im äußersten Norden der Hauptinsel Streymoy reichte die Zeit immerhin, und für eine Fahrt durch den Tunnel - inklusive dem wunderschönen Kreisverkehr unter dem Meer.


Gegen Viertel vor 12 waren wir dann wieder zurück auf dem Schiff. Kurz darauf kam dann die Durchsage: Wegen dringender Wartungsarbeiten an der Maschine verzögert sich unsere Abfahrt. Wir hoffen, mit 3 Stunden Verspätung gegen 16 Uhr weiterfahren zu können. Leider durften wir nicht noch einmal für einen kleinen Stadtspaziergang durch Tórshavn von Bord gehen, sondern mussten auf dem Schiff bleiben und warten. Und tatsächlich gingen die Arbeiten doch schneller als erwartet - schon um kurz nach 14 Uhr konnten wir mit nur einer Stunde Verspätung ablegen. 

Allerdings wurde das Wetter doch zunehmend ungemütlich, es stürmte ordentlich und das Schiff schaukelte immer mehr. 

Um 15 Uhr war als Programmpunkt eigentlich "Sprachkurs Isländisch für Anfänger" vorgesehen. Krankheitsbedingt musste das allerdings ausfallen. Spontan sprangen andere Mitglieder unserer Crime Cruise ein und so erzählte uns eine Dänin mit isländischer Mutter etwas über dänische Redewendungen und Ortsnamen, der Finanzbeamte, der eigentlich schon längst tot war, erzählte aus seiner Erfahrung als Übersetzer aus dem Färöischen / Färingischen, und Carola Christiansen konnte auch sprachliche Erfahrungen aus ihrer Zeit auf den Färöern beisteuern. Improvisiert, aber gut!


Anschließend hat der pensionierte Kriminalist sehr anschaulich noch mehr aus seiner Berufserfahrung erzählt - bei mir blieb aber vor allem eine Erkenntnis: Ich vertrage Fotos von Leichenteilen bei starkem Seegang nicht besonders gut. Danach kam noch ein Film über Island, da konnte ich mich wieder erholen.

Nach dem Abendessen hatten wir dann noch weiteres Programm - der ehemalige Strafverteidiger Veikko Bartel erzählte (und sang) über seine berufliche Tätigkeit, vom Offizier in den Volksarmee der DDR über die Zeit als Rechtsanwalt und Strafverteidiger bis zum Dozent für Steuerrecht und seiner jetzigen Tätigkeit als Justiziar bei der Deutschen Stiftung für Ehrenamt.




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