2. November 2025
Am Sonntagmorgen ging es früh mit dem Bus nach Hirtshals und mittags dann auf die Norröna, das Flagschiff der Smyril Line.
Smyril Line
Die 1982 gegründete Reederei P/F Smyril Line hat ihren Sitz in Tórshavn auf den Färöern. Neben der Fährlinie zwischen Dänemark, den Färöern und Island betreibt die Reederei verschiedene Frachtlinien zwischen Rotterdam, Memel in Litauen und Hirtshals nach Tórshavn auf den Färöern und Seyðisfjörður bzw. Þorlákshöfn in Island.
Smyril (Isländisch: Smyrill) ist übrigens der färöische Namen vom "Merlin", dem Zwergfalken - die kleine europäische Falkenart und der einzige Greifvogel, der auf den Färöern lebt.
Tag 1 - Abfahrt von Hirtshals
Um 5.30 Uhr sollte unser Zubringer-Bus zur Fähre von der Bushaltestelle vor meinem Hotel abfahren. In der FB-Gruppe für die Reise hieß es, es würde reichen, wenn man eine halbe Stunde vor Abfahrt an der Haltestelle stünde. Ich bin also gefühlt mitten in der Nacht aus dem Bett gefallen und stand pünktlich um 5 Uhr mit meinem gesammelten Gepäck vor dem Hotel.
Ich stand auch nicht alleine da. Es kamen immer mehr Leute, alle mit mehr oder weniger viel Gepäck, die sich suchend umschauten, mit den Schultern zuckten - und sich dann neben eines der wartenden Grüppchen stellten - wollen Sie auch mit der Crime Cruise nach Island..? Ja, wollten wir alle!
Es gab auch eine Mitwirkende der Crew, die mit Klemmbrett da stand und die Namen der Reisenden abhakte. Zumindest wussten wir also, dass wir richtig standen.
Wer zuerst allerdings nicht kam, war der Bus. Es wurde nach 5 Uhr, es wurde nach halb 6 und wir warteten immer noch. Vom Crew-Mitglied kam aber die Ansage, der Bus ist unterwegs, er muss gleich da sein.
Tatsächlich - um 5.53 Uhr saß ich dann erfolgreich im Bus und es ging los.
Um 8 Uhr ging es dann mit dem Bus über die Grenze nach Dänemark.
Nach zwei Raststätten-Stopps...
... und insgesamt gut 500 km und 7 Stunden Fahrt später waren wir erfolgreich gegen 13 Uhr am Anlegeplatz.
Und es war für mich schon ein toller Moment - das erste Mal die Island-Fähre Norröna persönlich, live und in Farbe vor mir zu sehen!
Es ging dann mit unserem Gepäck zuerst in der Fähr-Terminal, wir bekamen unsere Bord-Karten, unser Programm und (wer wollte) einen Begrüßungsschnaps von "unserer" Crime-Cruise-Crew. Kurz noch Warten im Terminal, schon mal ein bisschen die übrigen Reisenden beschnuppern... und dann ging es auch schon weiter, auf das Schiff.
Um Viertel vor 2 war ich schon in meiner Kabine und konnte mein Quartier für die nächsten 7 Tage in Augenschein nehmen.
Später saß ich dann mit anderen Mitreisenden in der Bar und leckeren Getränken auf dem obersten Deck und wir schauten zu, wie die Norröna ablegte.
Um 15.01 Uhr konnte ich meinem Mann zu Hause schon vermelden: "Wir fahren!"
Die Norröna legte pünktlich in Hirtshals vom Fjord Line Terminal ab.
Um 17.45 Uhr ging es dann für uns zum Essen ins Buffet-Restaurant Skansagarður, ein All-inclusive-Restaurant mit einer wirklich großen, reichhaltigen Auswahl an ganz unterschiedlichen Gerichten. Salate, kalte Speise, warme Fleisch- und Fischgerichte, eine große Auswahl an Desserts... herrlich! Die Getränke waren beim Essen inklusive, mussten also nicht extra gezahlt werden. Ich war von dem Büffet begeistert - abwechslungsreich und sehr lecker! War nur viel zu viel zum Durchprobieren...
Nachdem die meisten von uns nach dem Essen sehr satt und sehr müde waren, gab es um 20 Uhr die Vorstellung unser Crime-Cruise-Crew.
Ich war vorher noch einmal kurz an Deck gegangen. Die Hot Pots (rechts im Bild) waren abgesperrt um die Zeit, aber ich habe es genossen, noch einmal frische Luft zu schnappen und mich ein bisschen durchpusten zu lassen, um wieder munter zu werden, bevor es wieder rein ging zum "Willkommensabend".
Das Team der Crime Cruise hat sich vorgestellt. Wir haben einen ersten Eindruck bekommen, was uns die nächsten Tage erwarten sollte. Alle Teilnehmer der Crew wurden kurz vorgestellt, eine Autorin hat zur Einstimmung eine Kurzgeschichte vorgelesen. Nach einer Stunde war die Einführung vorbei. Feierabend.
Danach war ich noch einmal kurz an Deck. Ich liebe es einfach, alleine im Dunkeln an der Reling zu stehen, im hinteren Bereich sogar mit Dach über dem Kopf, der Wind weht, die Wellen klatschen gegen das Schiff... herrlich!























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