Dienstag, 28. März 2017

þorskhrogn smjör

Dorschrogen-Butter


Zutaten

200 g Dorschrogen
1 EL Margarine
1 Prise grobes Meersalz
1 Prise gemahlener Pfeffer
1 TL gehackte Petersilie
100 g ungesalzene Butter


Zubereitung

Den Rogen waschen und auf einem Küchenpapier abtrocknen lassen.

In einer großen Pfanne die Margarine zum Schmelzen bringen, den Dorschrogen mit dem Salz, dem Pfeffer und der gehackten Petersilie hinzugeben...


...und alles 5 bis 10 Minuten anbraten. Anschließend alles mit einer Gabel, dem Pfannenwender o.ä. "zerdrücken", dass eine möglichst einheitliche Masse entsteht.


Die Rogenmasse dann kurz auskühlen lassen...


...und noch warm mit der ungesalzenen Butter verquirlen.


Die Rogenbutter dann in einer kleinen Glasschüssel abgedeckt in den Kühlschrank stellen und gut gekühlt aufbewahren.


In diesem Sinne - guten Appetit!




Montag, 27. März 2017

Tómatasulta með kanil og súraldin

Tomatenmarmelade mit Zimt und Limette


Im letzten Herbst waren wir in Friðheimar und haben dort (auch) die Tomatenmarmeladen probiert. Besonders die Marmelade mit grünen Tomaten, Zimt und Limette hatte es mir angetan!

Ich habe versucht, das Geschmackserlebnis nachzuempfinden - ganz ist es mir nicht gelungen, aber schon nahe dran!

Mein Mann fand die Marmelade beim ersten Bissen übrigens noch sehr gewöhnungsbedürftig, der zweite Bissen war schon besser - und mittlerweile isst er sie richtig gerne.


Zutaten

300 g grüne / gelbe Tomaten
100 g Gelierzucker
2 Bio-Limetten
1 TL Zimt


Zubereitung

Die Tomaten waschen und vierteln.


Die Tomaten in einen großen Topf geben, die geriebene Limetten-Schale hinzufügen...


...die Limette auspressen und den Saft dazu geben und den Zimt.


Alles aufkochen lassen...


...und möglichst gründlich pürieren.


Anschließend den Gelierzucker hinzufügen, ...


...verrühren...


...und unter ständigem Rühren etwa 5 Minuten lang aufkochen lassen.


Die Marmeladegläser mit kochendem Wasser ausspülen und direkt mit der heißen Tomatenmarmelade befüllen, verschließen und dann auskühlen lassen.


Im Kühlschrank ist die Tomatenmarmelade mind. 1 Monat haltbar.

Guten Appetit!


Wer mag - klassisch-isländisch genießt man die Marmelade auf einem Käsebrot!






Donnerstag, 23. März 2017

Rúllupylsa

Rollwurst


Diese Rollwurst (Rúllupylsa) ist eine ideale Verwertung für weniger hochwertiges Bauchfleisch und andere Fleischreste, die zu einer Art "Rollbraten" weiterverarbeitet werden.


Zutaten

1 kg Bauchfleisch vom Lamm
3 TL Salz
1 TL Zucker
1 Prise schwarzer Pfeffer
2 TL gehackte Petersilie
1 kleine Zwiebel
1,5 l Fleischbrühe

Faden oder Garn zum Zusammenschnüren


Zubereitung

Das Fleisch in möglichst dünne Streifen / Scheiben schneiden.


Die Zwiebel schälen und möglichst klein hacken und mit dem Salt, dem Zucker, dem gemahlenen Pfeffer und der Petersilie vermischen...


...und die Fleischstücke damit auf der Oberseite bestreichen.


Von der Längsseite her fest aufrollen, wie eine große Roulade, mit Faden (ich habe Wurst-Garn genommen, das ist robuster, lebensmittelgeeignet und optisch auch gut wiederzufinden!) zubinden...


und mind. 2 Stunden bei schwacher Hitze in einem Topf mit der Fleischbrühe ziehen lassen.


Aus der Brühe nehmen, ...


...zwischen zwei Brettchen legen, in den Kühlschrank stellen und mit etwas Schwerem beschweren.


Mind. 24 Stunden kalt pressen, dann vorsichtig die Schnüre entfernen, die Rúllupylsa in dünne Scheiben schneiden und auf Brot servieren.


(Eigentlich sollte man die gerollte Struktur der Fleischstücke im Anschnitt besser erkennen, aber irgendwie habe ich das mit meinem Stück Bauchfleisch vom Lamm nicht perfekt hinbekommen. Dem Geschmack tut das aber keinen Abbruch!)

Dienstag, 21. März 2017

Blogevent Smurálegg

Eine Woche rund ums Thema Aufstrich



Wurst und Käse, wie wir es in Deutschland meist kennen, haben eigentlich erst in neuerer Zeit Eingang in die isländische Küche gefunden.

Leberwurst - hier warm und gebraten

Früher aßen die Isländer überwiegend Blutwurst (Blóðmör) und Leberwurst (Lifrapylsa), auch Leberpastete, was eine ideale Resteverwertung war, so konnte man praktisch alles vom Schaf nach dem Schlachten verwenden. Außerdem gab es noch Rollwurst (Rúllupylsa), bei der weniger gutes Bauchfleisch und andere Fleischreste zu einer Art "Rollbraten" weiterverarbeitet wurden.

Käse war lange in Island - nun ja, vielleicht etwas vernachlässigt. In den letzten Jahren gibt aber einige kleine, sehr ambitionierte Käsehersteller in Island und man findet zunehmend spannende, isländische Käsesorten, wie z.B. den klassischen "Gullosta" (= "Goldenen Käse"), eine Art Camembert, dann verschiedene Sorten Edelschimmel-Käse, verschiedene Hartkäse...

Spezialitätenauswahl in der Ostabúðin in der Skólavörðustígur in Reykjavík

Isländische Käsesorten werden übrigens überwiegend aus Kuhmilch hergestellt. Der besondere Geschmack der Käse wird darauf zurückgeführt, dass isländische Kühe fast ausschließlich mit Gras ernährt werden.

Kuh über Akureyri

Ein relativ gebräuchlicher Aufstrich war außerdem auch noch...


... Droschrogenbutter.

Berjahlaup

Marmelade, wie z.B. Blaubeermarmelade, Beerengelee (Berjahlaup) oder auch diverse Tomatenmarmeladen, isst man in Island meistens auf einem Butterbrot mit einer Scheibe Käse darauf.

Tomatenmarmelade mit Zimt und Limette


Ein paar Rezepte für typisch isländische Brotaufstriche habe ich schon im Blog, ein paar andere möchte ich Euch im Laufe dieser Woche hier vorstellen - hier mal ein Überblick über einige typisch-isländische Brotaufstriche und -beläge:

Leberwurst (Lifrapylsa)
Rollwurst (Rúllupylsa)
Mýsingur (Molkenkäse)
Beerengelee (Berjahlaup)
Tomatenmarmelade mit Zimt und Limette
Rogenbutter



Montag, 13. März 2017

Bláberjabaka

Blaubeerkuchen


Ich habe von meinen Kollegen zum Geburtstag eine neue große Backform geschenkt bekommen - die ich mit diesem Rezept für Bláberjabaka gleich eingeweiht habe.

Das Rezept eignet sich übrigens sowohl für frische als auch für tiefgekühlte Blaubeeren.


Zutaten

100 g Margarine
240 g brauner Zucker
2 Eier
340 g Mehl
3 TL Backpulver
1 TL grobes Meersalz
180 g Milch
240 g Blaubeeren

180 g brauner Zucker
100 g Mehl
1 TL Zimt
1 Prise gemahlene Vanille
100 g Margarine


Zubereitung

Den Backofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen.

Die Margarine mit dem Zucker und den Eiern schaumig rühren.


Mehl, Backpulver und Salz hinzufügen und verquirlen.


Anschließend die Milch dazu gießen und alles zu einem möglichst glatten Teig verkneten.

Zum Schluss noch vorsichtig die Blaubeeren unterziehen, ...


...den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (ca. 25 x 35 cm) geben und vorsichtig glattstreichen.

Für die Streusel noch in einer zweiten Schüssel den Zucker mit dem Mehl, dem Zimt, der Vanille und der Margarine mit den Händen verkneten und die Streusel über den Kuchenteig verteilen.


Den Kuchen bei 180° Ober-Unter-Hitze ca. 45 Minuten (bisschen länger?) backen, bis die Streusel schön goldbraun geworden sind und ein Holzstäbchen beim Einstechen nicht mehr am Teig kleben bleibt.


Den fertigen Blaubeerkuchen dann am besten noch lauwarm mit frisch geschlagener Sahne servieren.







Sonntag, 12. März 2017

Mokkakaka með kremi

Mokka-Kuchen mit Creme


Hier mal ein kleiner (Dessert-)Kuchen für 4 bzw. maximal 6 Personen.

Die Vorlage für dieses Rezept habe ich in einer alten isländischen Zeitschrift aus den 60er Jahren getroffen, und zwar unter der Rubrik: Für die gestresste Hausfrau, gut vorzubereiten.

Na, dann!


Zutaten für den Teig

3 Eier
150 g Zucker
150 g gemahlene Mandeln
2TL Kaffeepulver
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz
1 Prise Kaffee-Gewürz

Zutaten für die Creme

400 g Puderzucker
80 g Trink-Kakao
20 g geschmolzene Butter
1/2 TL Salz
3 EL Kaffee
2 EL Sahne

Mandeln für die Dekoration


Zubereitung

Den Backofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen.

Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren.


Anschließend die gemahlenen Mandeln, das Kaffeepulver, Backpulver, Salz und Kaffee-Gewürz hinzugeben...


...und alles zu einem glatten, luftigen Teig verrühren.


Den Teig in drei etwa gleich großen Portionen in eine kleine, mit Backpapier ausgelegte Springform (Durchmesser ca. 12 cm) und im vorgeheizten Backofen jeweils ca. 20 bis 25 Minuten lang backen, bis der Teig komplett einigermaßen durchgebacken ist.

Die drei Böden anschließend auskühlen lassen.


Für die Creme alle Zutaten in ein hohes Rührgefäß geben und gründlich vermischen.


Den ersten Tortenboden auf einen flachen Teller legen, mit ca. 1/3 der Creme bestreichen und den zweiten Boden aufsetzen.


Den zweiten Boden ebenfalls mit ca. 1/3 der Creme bestreichen und den dritten Boden aufsetzen.


Den letzten Boden dann mit der restlichen Creme bestreichen, nach Geschmack noch mit Mandeln dekorieren und dann für mind. 4 Stunden, am besten aber über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.


Nach Geschmack noch mit geschlagener Sahne und / oder gehackten Mandeln dekorieren und gut gekühlt servieren.


Guten Appetit!