Mittwoch, 31. Dezember 2014

Skinkusnúðar

Schinkenschnecken


Zutaten für den Teig

250 ml lauwarmes Wasser
1/2 Pkg. Hefe

1 EL Olivenöl
1 TL Salz
380 g Mehl

 
Zutaten für die Schinken-Füllung

100 g Schinken
100 g gehackte Tomaten
1 EL getrocknetes Basilikum

100 g Käse

Zutaten zum Überbacken

1 Eigelb
20 g geriebenen Parmesan


Zubereitung

Das lauwarme Wasser und die Trockenhefe in eine Schüssel geben und ein paar Minuten stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu schäumen.


Das Olivenöl mit dem Salz und dem Mehl hinzugeben und alles gut verkneten, ggf. noch etwas mehr Mehl dazugeben, bis der Teig weich und geschmeidig ist und nichts mehr an den Händen klebt.

Den Teig zugedeckt in der Schüssel an einem warmen Ort noch etwa eine Stunde gehen lassen.

Anschließend den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen (ca. 20 x 30 cm).  

Für die Schinkenfüllung die gehackten Tomaten mit dem Basilikum verrühren und das Teigstück damit bestreichen. Den Schinken kleinschneiden und zusammen mit dem Reibekäse darüber streuen.

 

Den belegten Teig dann von der einen Seite her vorsichtig aufrollen, in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und die Schnecken dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Schnecken dann noch mit dem Eigelb bestreichen und mit dem Parmesan bestreuen. 

 

Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Einschubleiste bei 200° C Ober-Unter-Hitze die Schnecken etwa 15 bis 20 Minuten backen lassen, bis sie aufgegangen sind und eine satte, goldene Farbe angenommen haben.

Die Schnecken auskühlen lassen und servieren.

Schinken- und Würstchenschnecken
Man kann auch gut die doppelte Menge Teig machen und die eine Hälfte zu Würstchen- und die andere zu Schinkenschnecken verarbeiten.



Dienstag, 30. Dezember 2014

Hreindýr með súkkulaðisósu

Rentier mit Schokoladensauce


In Deutschland ist Rentier-Fleisch praktisch nicht erhältlich, man bekommt es entweder nur in Dosen oder bei Spezialanbietern für sehr teures Geld - alternativ kann man aber auch Hirsch nehmen, das kommt dem Original recht nahe und schmeckt auch sehr gut und zart!

Das Rezept reicht für 4 Personen.


Zutaten für das Fleisch

800 g Rentierfleisch
2 EL Butter 

Zutaten für die Schokoladensauce

25 g ungesalzene Butter
1 rote Zwiebel, fein gehackt

1 kleine, frisch gehackte Chili-Schote
6 große frische Pilze, geviertel
250 ml Rindersud

1 TL Balsamico-Essig
2 Thymian-Zweige
1 Lorbeerblatt
Salz und Pfeffer
50 g zartbittere Schokolade (70%)



Zubereitung des Fleisches

Die Pfanne auf dem Herd heiß werden lassen.

Die Butter in der Pfanne schmelzen lassen.

Das Rentier-Fleisch in etwa Medaillion-große Stücke schneiden und bei großer Hitze kurz von allen Seiten in der Butter anbraten, so dass das Fleisch außen braun und inner noch rosa ist.

Zubereitung der Schokoladensauce

In der heißen Pfanne die Butter erhitzen und die gehackte Zwiebel in der Butter kurz glasig anbraten.
 
Die gehackte Chili-Schote und die geviertelten Pilzen in die Pfanne dazugeben und bei mittlerer Hitze ein paar Minuten lang kurz anbraten.


Den Rindersud und den Balsamico-Essig dazugießen, die Thymianblätter und das Lorbeerblatt hinzufügen.

Das Ganze zum Kochen bringen und so lange einkochen lassen, bis sich die Flüssigkeit etwa auf die Hälfte reduziert hat.

Die Sauce durch ein Sieb in einen frischen Topf gießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Topf auf niedriger Hitze warmhalten.

Die Schokolade in kleine Stückchen hacken und in kleinen Portionen unter ständigem Rühren in die Sauce einrühren. 
  
Nach Bedarf noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Pilzen auf dem gebratenen Rentierfleisch servieren.


Wild mit Schoko-Sauce und Thymian-Mus

Tímían-Mús

Thymian-Mus


 Zutaten

750 g Rüben
50 g Butter
2 EL Milch
1 TL Salz
1 TL Zucker
2 TL gehackte Petersilie
6 Zweige frischer Thymian



Zubereitung

Die Rüben putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden, anschließend etwa 20 Minuten lang weichkochen.

Anschließend das Wasser abgießen und die Rüben kleinstampfen.

Die Milch, das Salz, den Zucker, die gehackte Petersilie dazugeben und alles zu einem groben Brei zerstampfen.


Die Blätter von den Thymian-Zweigen zupfen (alternativ getrockneten Thymian nehmen, wenn kein frischer verfügbar) und ebenfalls unter den Rübenbrei rühren.

Thymian-Mus mit Wild in Schokosauce

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Heita Súkkulaðið

Heiße Schokolade


Zutaten

50 g Schokolade
50 ml heißes Wasser
250 ml Milch
1 Prise Vanille

Schlagsahne und geraspelte Schokolade als Garnitur



Zubereitung

Die Schokolade kleinhacken.

Die kleingehackte Schokolade in einem Topf geben und mit dem heißen Wasser übergießen.


Die Milch dazufügen.


Die heiße Schokolade noch mit etwas Vanille würzen.


Alles in großen Tassen geben und mit etwas Schlagsahne und geraspelter Schokolade servieren.



Mittwoch, 24. Dezember 2014

Der 13. Weihnachtsgeselle...

Der letzte der 13 isländischen Weihnachtsgesellen, der zu den Menschen kommt, ist der Kertasníkir.

Der Kertasníkir liebt Kerzen, deswegen nennt man ihn auch den "Kerzenschnorrer". Am allerliebsten mag er natürlich Talgkerzen aus Schmalz, aus Rinder- oder (in Island) natürlich auch aus Schafsfett.  Talgkerzen leuchten nämlich nicht nur schön, sondern sie schmecken dem Kertasníkir auch richtig lecker.

Dieser Weihnachtsgeselle wird am Heiligabend vom Kerzenschein der Weihnachtsnacht zu den Menschen gelockt und er liebt den hellen Kerzenschein - und wenn er kann und ihn keiner dabei erwischt, stibitzt er die Kerzen. Manchmal beißt er aber auch nur in die Kerze hinein, um zu probieren, ob es nicht vieleicht doch eine gute Talgkerze wäre...

Am 06. Januar, wenn in Island die Weihnachtszeit endet und der Weihnachtsschmuck abgebaut wird, kehrt auch der Kertasníkir als letzter Weihnachtsmann ins Hochland zurück.


Dienstag, 23. Dezember 2014

Banana-Síld

Moderner Heringssalat mit Banane



Zutaten

4 marinierte Bratheringsfilets
2 EL Mayonnaise
3 EL Sauerrahm
1 gehackte Zwiebel
2 EL Mango-Chutney
1 EL Zucker
1 TL Zitronensaft
1 Banane


Zubereitung

Die Mayonnaise mit dem Sauerrahm, der gehackten Zwiebel, dem Mango-Chutney, dem Zucker und dem Zitronensaft in einer großen Schüssel verrühren.


Die Bratheringsfilets trocken tupfen und in mundgerechte Bissen schneiden.


Die Banane schälen und in dünne Scheibchen schneiden.

Den Hering und die Banane zu den übrigen Zutaten dazugeben und gründlich vermischen.


Gut durchziehenlassen - und anschließend genießen.




Gebt auf Euer Hangikjöt acht!

Der vorletzte Weihnachtsgeselle, der zu den Menschen kommt, ist der Ketkrókur.

Der Ketkrókur ist der "Keulenklauer", mit seinem langen Haken, dem "krókur", ist er unterwegs und versucht, die Fleischkeulen, die schon für Weihnachten in den Häusern der Menschen im Rauchfang hängen, zu klauen.

Früher aßen die meisten Familien in Island am Vorabend von Heiligabend traditionell Hangikjöt, die zweifach geräucherte, besonders lang im Vorrat abgehangene Lammkeule - ein relativ geruchsintensives Gericht, nebenbei bemerkt.

Der Ketkrókur kommt extra am 23. Dezember zu den Menschen, um sich möglichst genau diese Keule zu sichern. Am 05. Januar kehrt er dann, wenn sein Fleischeshunger wieder einigermaßen gestillt ist, in das heimatliche Hochland zurück.



Montag, 22. Dezember 2014

Laufabrauð

Laufabrauð, das sog. Laubbrot, ist ein typisch isländisches Weihnachtsgericht.


Zutaten

30 ml Milch 
1 EL Margarine
500 g Mehl
2 TL Zucker

1 TL Salz
1 TL Backpulver


500 g Pflanzenfett zum Frittieren


Zubereitung

Die Milch zum Kochen bringen und die Margarine in der heißen Milch schmelzen.



Das Mehl mit dem Zucker, dem Backpulver und dem Salz vermischen und die heiße Milch-Margarine unterrühren.

Den Teig gründlich durchkneten und in einzelne Portionen aufteilen.

Mithilfe einer aus Pappe ausgeschnittenen Form, einer Tellers o.ä. mit einem Nudelholz den Teig möglichst dünn ausrollen. Der Teig ist dünn genug, wenn man durch den Teig wenigstens die Schlagzeilen einer Zeitung lesen kann!

Die vorbereiteten Brote werden dann mit Backpapier zwischen den einzelnen Stücken aufgeschichtet und mit einem Küchentuch feucht gehalten.

In einer großen Pfanne das Frittierfett heiß werden lassen.


Das Laufabrauð derweil mit einem scharfen, spitzen Messerchen vorsichtig verziehren. Dazu ritzt man die Teigfladen ein und klappt die Stückchen dann um. 

Die Fladen dann einzeln ganz vorsichtig in der Pfanne in dem heißen Fett ausbacken lassen bis das Laufabrauð goldbraun ist.


Das Laufabrauð aus dem Fett nehmen, mit Küchenpapier o.ä. gut abtropfen lassen und abkühlen lassen.

Das Laufabrauð wird kalt verzehrt, traditionell ohne Aufstich oder Belag, sozusagen als eine Art "Snack".


In einem gut verschlossenen Behälter an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt, hält sich das Laufabrauð mehrere Wochen lang.





Sörur

Diese Kekse bzw. dieses Konfekt sind ursprünglich eine dänische Erfindung, und zwar zu Ehren der französischen Schauspielerin Sarah Bernhardt (1844 - 1923). Schon bei ihrem ersten Besuch in Kopenhagen 1880 jubelten ihr die Massen zu. Als sie 1911 erneut Dänemark besuchte, um dort ihre Biographie vorzustellen, soll eine der führendenden Patisserien von Kopenhagen ihr zu Ehren dieses Gebäck kreiert haben.

Auf Dänisch heißt dieses Gebäck "Sarah Bernhardt Kager", in Schweden nennt man es "biskvier" - und in Island ist es unter dem Namen "Sörur" ausgesprochen beliebt geworden.

In vielen Familien hat sich übrigens ein ganz eigenes Sörur-Rezept entwickelt, so dass es heute zahlreiche Varianten dieses Gebäcks gibt.


Zutaten

3 Eiweiß
200 g Puderzucker
3 TL Vanillezucker
3 EL Instant-Cappucino-Pulver
2 EL heißes Wasser

400 g Marzipan
250 g Puderzucker
3 Eiweiß

150 g Schokoglasur


Zubereitung

Den Backofen auf 150° C vorheizen (Ober-Unter-Hitze).

Die Butter mit 200 g Puderzucker vermischen. Den Vanillezucker, das Instant-Kaffeepulver und das heiße Wasser dazu geben und alles zu einer glatten Masse verrühren. Die Creme anschließend im Kühlschrank kalt stellen.

Das Marzipan mit 250 g Puderzucker mischen. Das Eiweiß steifschlagen und und portionsweise mit der Marzipanmasse verrühren.

Den Teig mit zwei Teelöffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und bei 150° C etwa 20 Minuten lang backen, anschließend gut auskühlen lassen.

Die ausgekühlten Kekse dann mit der Creme bestreichen oder aus der Creme ein Häubche aufspritzen.

Anschließend nochmals kühlen, dann mit der Schokoglasur bestreichen.


Das Gebäck im Gefrierschrank aufbewahren und gut gekühlt servieren.



Riecht es hier irgendwo nach Laufabrauð?

Der nächste Weihnachtsgeselle, der am 22. Dezember vom Hochland herunter zu den Menschen kommt, ist der Gáttaþefur.

Der Gáttaþefur ist der Türschlitzschnüffler - dieser Geselle sieht zwar nicht besonders gut, dafür ist sein Geruchssinn und sein nicht zu übersehender Gesichtserker perfekt ausgebildet. Mit seiner feinen Nase erschnüffelt der Gáttaþefur, wo die Menschen ihr gutes Essen aufbewahren, und stibitzt auch im sicher geglaubten Versteck alles, was er erwischen kann. Dabei ist er zwar grundsätzlich nicht wählerisch, aber am allerliebsten mag der Gáttaþefur dies: Isländisches Laufabrauð.

Aber auch andere Wohlgerüche weiß der Gáttaþefur durchaus zu schätzen.


Am 04. Januar kehrt der Gáttaþefur wieder zurück ins isländische Hochland.


Sonntag, 21. Dezember 2014

Aðventukringla

Adventskringel


Zutaten

150 g weiche Butter
125 g Zucker
1 Ei 

200 Sauerrahm (10%)
240 g Mehl
1 1/2 TL Hirschhornsalz
2 TL Kardamom

1 TL Vanillearoma  
3 EL Rosinen
3 EL Trockenpflaumen
3 EL getrocknete, kleingehackte Aprikosen
3 EL gehackte Schokolade
50 g Mandelblättchen

50 g Hagelzucker (zum Bestreuern)


Zubereitung

Den Backofen auf 200° C vorheizen (Ober-Unter-Hitze).

Die Butter mit dem Zucker und dem Ei verrühren und schmauigschlagen.

Die Aprikosen und die Pflaumen zerkleinern und mit den Rosinen und der gehackten Schokolade untermischen. 

Anschließend den Kardamom, das Vanillearoma und den Sauerrahm dazugeben.


Das Mehl und das Hirschhornsalz unterrühren und alles gründlich verkneten.

Den Teig in eine eingefette Guglhupfform geben und mit den Mandelblättchen und dem Hagelzucker bestreuen.

Den  Kuchen bei 200 ° C etwa 20 min. auf mittlerer Einschubhöhe backen. 

Den Kuchen mindestens eine Stunde in der Form auskühlen lassen, bevor man die Springform öffnet und den Adventskringel herausnimmt.




Jólasmábrauð

Weihnachtsbrötchen  


Weihnachtsbrötchen sind gewissermaßen eine Mischung aus Scones und Christstollen - sie schmecken durchaus lecker, man muss nur früh aufstehen, wenn man Jólasmábrauð zum Frühstück servieren will.


Zutaten
   
500 ml Milch
1 Pkg. Trockenhefe
50 g geschmolzene Butter
TL Salz
1 1/2 TL Kardamom
50 g Haferflocken
400 g Mehl
50 g gehackte Walnüsse
50 g Zitronat
50 g Orangeat 
 
1 Ei


Zubereitung

Die Milch erwärmen. 

In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Salz, dem Kardamom und der Haferkleie vermischen.

Die Trockenhefe zugeben und die warme Milch und die geschmolzene Butter dazugießen und alles gründlich mischen.

Die gehackten Nüssen, das Zitronat und das Orangeat zufügen und alles gut durchkneten.


Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde lang gehen lassen. 

Den Teig erneut durchkneten bzw., falls der Teig noch zu flüssig ist, noch etwas Mehl dazugeben.

Aus dem Teig kleine Brötchen formen, die Brötchen dann noch mal etwa 20 Minuten lang mit einem Küchentuch bedeckt gehen lassen.

Das Ei aufschlagen und verquirlen und die Brötchen damit bepinseln.

Die Brötchen im vorgeheizten Backofen bei 200° etwa 15 Minuten lang backen lassen, bis die Brötchen eine goldgelbe Farbe bekommen haben, und dann noch warm servieren.










Wenn Euch heute einer durchs Fenster hereinschaut...

...dann ist das bestimmt der Gluggagægir, der 10. der isländischen Weihnachtsgesellen, der vom 21. Dezember bis zum 03. Januar bei den Menschen sein Unwesen treibt.

Der Gluggagægir ist der "Fensterglotzer". Er ist nicht besonders hinter dem Essen der Menschen her, dafür ist er die Neugierde in Person und er liebt es, in Stadt und Land den Leuten durch die Fenster in die beleuchteten Stuben zu schauen - zur Not mit Hilfe einer Leiter, wenn er sonst nicht an das Fenster seiner Wahl kommt.

Am allerliebsten läuft er im Mondschein von Haus zu Haus, lauert in den Ecken der Fenster und wenn jemand hinschaut, schneidet er gruselige Fratzen - wenn die Menschen sich dann so richtig erschrecken, hat er seine helle Freude daran.

Der Gluggagægir an einer Hauswand in Reykjavík


Samstag, 20. Dezember 2014

Weihnachtsbier

Zutaten pro Glas

3 EL Orangensaft
1 TL frisch geriebener Ingwer
2 TL geriebene Orangenschale

330 ml Malzbier
150 ml Orangenlimonade


Zubereitung

Den Orangensaft erhitzen und den Ingwer und die geriebene Orangenschale in dem warmen Saft auflösen.

In ein großes Bierglas geben und mit dem Malzbier und der Orangenlimonade aufgießen.


In Island kann man übrigens fertiges Weihnachtsbier in Dosen kaufen.

Rabarbara- og jarðaberjasulta

Zutaten
200 g Erdbeeren
350 g Rhabarber
400 g Zucker
1 EL Vanille



Zubereitung

Die Erdbeeren mit dem Rhabarber, dem Zucker und der Vanille in einem großen Topf langsam erhitzen und ungefähr 1,5 Stunden köcheln lassen.
Den Topf vom Herd nehmen und alles sorgfältig kleinstampfen.


Das fertige Sultu dann in heiß ausgespülte Gläser gießen. 


Die Sulta sind kalt gelagert ein paar Wochen haltbar, alternativ kann man sie auch in kleinen Portionen einfrieren und bei Bedarf einfach auftauen.

Sultu ist die klassisch-isländische Beilage zu Fleischgerichten - von der Verwendung her gewissermaßen das isländische Ketchup.


Würste in Gefahr...

Der neunte der dreizehn isländischen Weihnachtsgesellen, der Bjúgnakrækir, kommt am 20. Dezember zu den Menschen und kehrt am 02. Januar wieder zurück ins Hochland.

Der Bjúgnakrækir ist ein leidenschaftlicher "Wursträuber", er liebt Würste - ganz besonders geräucherte Würste - über alles und wenn er irgendwo eine Wurst stibitzen kann, dann wird er dies tun. Zur Not tröstet er sich aber auch mit anderem Fleisch oder auch mal mit Milch.

Ansonsten ist der Bjúgnakrækir ein fröhliches, unternehmungslustiges Kerlchen, und wenn sich die Gelegenheit bietet, spielt er den Menschen auch gerne mal den einen oder anderen Scherz.

 



Freitag, 19. Dezember 2014

Skyrgrámur, der Skyr-Gierschlund...

Am 19. Dezember kommt dann der achte der Weihnachtsgesellen zu uns, der Skyrgrámur, der Skyr-Gierschlund - auf deutsch sozusagen der "Quarkbehälter".

Beim Skyr handelt es sich um eine typisch isländische Spezialität, eine Art Quark / Joghurt / Hüttenkäse, die aus entrahmter Milch und bestimmten Skyr-Kulturen hergestellt wird und sehr fettarm, aber dafür sehr proteinreich ist. Die Isländer essen ihren Skyr meist mit etwas Zucker und Obst, vor allem Blaubeeren.

Der Skyrgrámur liebt Skyr in jeder Form, hält ständig Ausschau nach seiner Lieblingsspeise - und wenn er irgendwo Skyr entdeckt hat, macht er sich darüber her, bis er alles vertilgt hat. Manchmal schlägt er dabei auch über die Stränge und stopft sich so sehr mit dem guten Skyr voll, dass dem armen Kerl richtig übel wird.

Am 01. Januar kehrt der Skyrgrámur wieder zurück ins Hochland.


Donnerstag, 18. Dezember 2014

Hurðaskellir, der Türenknaller

"Hurða skellir" bedeutet auf Deutsch "Türenknallen".

Der siebte Weihnachtsgeselle, der am 18. Dezember hinunter steigt zu den Menschen, liebt es, sich heimlich in die Häuser zu schleichen - und wenn man nichts Böses denkt, wird man ganz furchtbar erschreckt von einer Tür, die ohne erkennbaren Grund plötzlich mit einem lauten Krachen zuschlägt. Der Hurðaskellir kann übrigens sehr ausdauernd sein dabei.

Auf das Essen der Menschen hat er es trotzdem abgesehen, allerdings macht er sich nicht besonders viel aus süßen Sachen und mopst am liebsten vom Käse, vom Fleisch, von der Wurst oder vielleicht auch von der Milch.

Am 31. Dezember kehrt der Hurðaskellir dann wieder zurück zu seiner heimatlichen Höhle im Hochland.



Mittwoch, 17. Dezember 2014

Der sechste Weihnachtsmann...

Der sechste Weihnachtsmann, der heute am 17. Dezember zu den Menschen kommt, ist der Askasleikir, der kleine, dicke Weihnachtsgeselle, der mit Vorliebe den Menschen in einem unbeobachteten Moment ihre hölzernen Essnäpfe mit dem Deckel, die man früher in Island hatte und die "askur" hießen, geklaut und die Näpfe dann sorgfältig mit seiner Zunge ausgeschleckt hat.

Früher hatte praktisch jeder Isländer seinen eigenen Essnapf, manche schlicht, manche reich verziert, aber immer mit Deckel, damit das Essen nicht unnötig schnell kalt wurde. Oft war sogar der Name des Besitzers in den Napf geschnitzt, so dass jeder sehen konnte, wem welche Essnapf gehörte.

Heutzutage finde man solche hölzernen Näpfe auch in Island eigentlich nur noch im Museum, deshalb muss der Askasleikir sich mittlerweile meist mit anderen Nahrungsquellen begnügen - da der kleine Kerl aber auch ein guter Esser isst und gerne verspeist, was er nur finden kann, geht das schon.

Der Askasleikir ist übrigens der schüchternste der 13 isländischen Weihnachtsmänner, er achtet sehr darauf, möglichst unsichtbar zu bleiben. Meist merkt man erst, dass er da war, wenn irgendwo wieder der letzte Rest aus einem Topf oder einem Teller verschwunden ist, während man gerade nicht hingeschaut hat.

Am 30. Dezember kehrt der Askasleikur von den Menschen wieder zurück in sein heimatliches Hochland.


Dienstag, 16. Dezember 2014

Der Pottaskefill...

Der Pottaskefill, der fünfte der Weihnachtsgesellen, kommt am 16. Dezember von seiner Mutter herunter zu den Menschen.

Der Pottaskefill ist der reinste Nimmersatt. Er hat eine ausgesprochen lange und geschickte Zunge, mit der er hingebungsvoll jeden Pott ("potta"), jeden Topf und jede Pfanne ausschleckt, derer er habhaft werden kann. Dabei ist er findig und flink und man kann ihn nicht erwischen, weil er dafür viel zu geschickt und schnell ist. Besondere Vorlieben hat dieser Geselle übrigens nicht - er ist ein echter Allesfresser.

Wenn der Pottaskefill mit einem Topf oder eine Pfanne fertig ist, könnte man glatt denken, das Geschirr sei schon gespült.

Dieser Weihnachtsgeselle kehrt am 29. Dezember wieder zurück ins Hochland.


Gamaldags jólaís

Weihnachtseis

 
Bevor die Lebkuchen nach den Weihnachtsfeiertagen alt werden, kann man sie auch hervorragend zu Silvester zu einem netten Weihnachtseis verarbeiten. 


Zutaten

400 ml Schlagsahne

5 Eigelb
125 g brauner Zucker
1 TL Vanille

100 g Lebkuchen
100 g Schokolade




Zubereitung

Die Sahne steifschlagen.

Den Zucker mit dem Eigelb und der Vanille verrühren, anschließend portionsweise die Schlagsahne unterziehen.
 

Die Lebkuchen und die Schokolade beide kleinhacken.
 

Die gehackte Schokolade und etwa 2/3 der gehackten Lebkuchen vorsichtig unter die geschlagene Sahne heben und verrühren.

Die Mischung in eine tiefkühlgeeignete Box geben, mit den restlichen feingehackten Lebkuchen bestreuen und mindestens 3 Stunden in den Tiefkühlschrank stellen.

Das Eis etwa eine Viertelstunde vor dem Essen aus dem Tiefkühl holen und leicht angetaut servieren.