Sonntag, 31. August 2014

Eruption am Holuhraun geht weiter...

Die Eruptionsspalte am Holuhraun ist wieder aktiv, seit dem frühen Sonntagmorgen (31.08.2014) - dieselbe Stelle wie das letzte Mal, aber jetzt ist es ein 1,5 - 1,8 km langer Riss, aus dem 50-60 m hohe Lavafontänen sprudeln.

Größere Aschewolken werden - wenn die Eruption da bleibt, wo sie jetzt ist - eigentlich nicht erwartet, solange es sich nicht unter den Gletscher fortsetzt.

Das südliche Ende der Eruptionsspalte ist etwa 4 km vom Rand des Dyngjujökull entfernt.

http://en.vedur.is/media/jar/myndsafn/medium/BGO-20140831_065151_resized.jpg

http://www.ruv.is/files/imagecache/frmynd-stor-624x351/myndir/10604441_936983699649428_3560116859039296438_o.jpg

Silvester in Island

Nachdem letztens hier nach "Brenna" gefragt wurde - eigentlich ist es ja ein Thema für die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel, aber das macht ja nichts...

In Reykjavík wird Silvester gerne ganz "klassisch" gefeirt:
 
Erst geht man am frühen Abend des "Gamlársdag", dem letzten Abend des alten Jahres, in die Kirche - entweder zum Konzert oder in den Gottesdienst, natürlich ebenfalls mit musikalischer Begleitung.





Am frühen Abend treffen sich dann alle Anwohner beim "Brenna" in ihrem Stadtteil. Das Brenna ist ein großes Feuer am Strand, ein riesiger Stapel an Holz, Holzpaletten und allem möglichen brennbaren Plunder wird dort aufgebaut.

 
Abends, im Dunkel, dann angezündet. Das Feuer brennt so richtig heiß. Man sieht viele junge Männer in Lopapeysa, den typischen Island-Pullis, mit kleinen Kindern auf den Schultern, und die älteren Kinder spielen und quieken - so ein richtiges "Familien-Event". Ältere Männer und Frauen, teilweise schon wackelig vom Alter, aber warm eingepackt und mit glitzernden Party-Hütchen auf dem Kopf und einem Glas Sekt in der Hand. Eine ganz eigene Stimmung! Auch wenn man als Tourist, mit großen Bussen eigens kurz zum Zuschauen herangekarrt, schon etwas "daneben steht". Und staunt!



Und am späten Abend trifft man sich dann in der Innenstadt wieder, besonders vor der Hallgrímskirkja, und dann fliegen die Raketen in den Himmel. Man steht in einem Nebel aus Rauch und Qualm, immer wieder läuft ein junger Isländer mit einem großen Pappkarton voller Feuerwerkskörper, auf dem "Made in China" steht, an einem vorbei, und über einem blitzt und funkelt ein grandioses Feuerwerk, das übrigens als eines der größten Silvesterfeuerwerke von Europa gilt.

Mit dem Abschießen der Raketen wird von vielen nicht bis Mitternacht gewartet. Den ganzen Abend über ist schon recht viel Feuerwerk zu sehen. Selbst am Nachmittag knallt es immer mal wieder. Aber der Höhepunkt ist natürlich um Mitternacht.



Und anschließend gehen dann die Silvesterfeiern in den Clubs erst so richtig los... und die letzten Gäste sieht man so am späten Neujahrsmorgen müde den Laugarvegur entlangwanken.

Viele Isländer tragen zu Silvester übrigens gern kleine, neckische bunte Hütchen oder ähnliches auf dem Kopf - und machen einfach so richtig fröhlich Party!!!!

Wir haben übrigens Silvester 2011 in Reykjavík verbracht - und ich fand es klasse!!!

Hier mal der Link zum letzten Silvestfeuerwerk !



Samstag, 30. August 2014

Kurltoppar

Lakritz-Plätzchen


Zutaten

3 Eiweiß
200 g brauner Zucker
150 g dunkle Schokoladen-Plättchen
150 g Lakkrískurl


Zubereitung

Den Backofen bei 150° (Oberhitze - keine Umluft!) vorheizen.

Die Eiweiße steif schlagen.
Den Zucker hineinrieseln lassen und alles verrühren.
Die Schokoladenplättchen ebenfalls verquirlen und zum Schluss die Lakkrískurl untermischen.

Mit 2 Teelöffeln den fertigen Teig in kleinen Häufchen auf das Backblech setzen.

Bei 150° ca. 15 Minuten im Ofen backen.



Anschließend auskühlen lassen und die Plätzchen vorichtig vom Backpapier lösen.


Anmerkung:

Lakkrískurl sind kleine, mit Schokoladen überzogene Lakritz-Kugeln. In Island ist Lakritzschokolade sehr beliebt - und sie schmeckt genial! In Deutschland findet man sowas leider nicht - daher decken wir uns im Island-Urlaub entsprechend reichlich mit Lakritzschokolade für den nächsten kalten Winter ein.

Alternativ kann man Lakkrískurl aber auch über das Internet bestellen, ich habe schon öfter über islandeinkauf.de und im Nordlandshop bestellt und war immer sehr zufrieden!


Islandeinkauf.de

Nordland-Shop







Freitag, 29. August 2014

Jöklatindar



Zutaten

4 Eiweiß
200 g Zucker
200 g Kokosflocken
100 weiße Schokolade
60 g Pfefferminzbonbons


Zubereitung

Den Ofen auf 150° vorheizen.

Die Eiweiße mit dem Zucker steifschlagen. Die Schokolade zerkleinern und unter den Eischnee unterrühren. Die Kokosflocken ebenfalls unterheben. Die Pfefferminzbonbons in der Küchenmaschine ebenfalls zerkleinern - Vorsicht, es staubt sehr! Die kleingehackten Pfefferminzbonbons ebenfalls unterrühren.



Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf das Backblech setzen und bei 150° ca. 12 - 15 Minuten im Backofen backen lassen.

Mit zerkleinerten Pfefferminzbonbons zu backen war mir zwar ziemlich ungewohnt, aber das Ergebnis fand ich doch ausgesprochen lecker!



Jöklatindar heißt auf Deutsch übrigens "Gletschergipfel", wegen der Form und der Farbe der Kekse.




Spalteneruption am Dyngjujökull (29.08.14)

Warning: A fissure eruption has started north of Dyngjujökull.

Die letzten Tage hatte es wiederholt Hinweise gegeben, dass es unter dem Eis des Vatnajökull zu Vulkanausbrüchen gekommen sein müsste: Bereits am Mittwoch, den 27.08.2014, hatten Wissenschaftler des isländischen Wetteramtes und der Universität von Island beim Aufklärungsflug über den Bereich des Bárðarbunga im südöstlichen Teil vier Einbrüche im Eis gefunden. Das Eis des Gletschers müsste hier normalerweise etwa 400 - 600 m dick sein - eher unwahrscheinlich, dass die Einbrüche im Eis hier nicht von einer Spalteneruption des Vulkans herrühren. Die Krater sind jeweils etwa 10 bis 15 Meter tief, rund 1 km breit und liegen auf einer Linie von rd. 6 km Länge.

Der Wasserpegel des Grimsvötn, eines subglacialen Sees unter dem Vatnajökull, ist in den letzten Tagen um mehrere Meter angestiegen, je nach Quelle wird von einem Anstieg um 10 oder sogar 15 Meter berichtet.  

http://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/volcanic-eruptions/



Heute Nacht, 29.08.2014 um 0:02 h begann dann die Spalteneruption in Holuhraun nördlich des Dyngjujökull, auf ein paar hundert Metern ist hier, außerhalb des Gletscherbereichs, entlang des Dykes die Erde aufgebrochen. Es ist aber derzeit nur eine kleine Spalteneruption und bereits seit 2:40 h sinkt die Aktivität offenbar wieder.

Auf der eigens eingerichteten Webcam von Mila ("Bárðarbunga2") kann man derzeit die Situation live beobachten, und von der Kamera gibt es auch einige "nice pictures of the eruption" (Quelle: http://www.ruv.is/frett/fissure-eruption-in-holuhraun-lava-field)




Hier noch der Link zur aktuellen Webcam von Mila:
 
http://www.livefromiceland.is/webcams/bardarbunga-2/ 


Das Bild der Webcam vom Freitag, den 29.08.2014, ca. 6.30 h


http://www.livefromiceland.is/webcams/bardarbunga-2/

Dafür hat die Stärke, wenn auch nicht die Intensität der Erdbeben am Bárðarbunga lt. Homepage der Icelandic Met Office (en.vedur.is) derzeit etwas nachgelassen - in den letzten 48 Stunden gab es zwar immer noch insgesamt 2.328 Erdbeben, aber "nur" 13 davon waren > Magnitude 3, rund 70% der Beben waren Magnitude 1 bis 2.


http://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/earthquakes/vatnajokull/#view=map



Dienstag, 26. August 2014

Lopapeysa - klassische Island-Pullis


Lopapeysa sind handgestrickte Pullover aus isländischer Schafswolle.

Die heutigen Island-Schafe stammen von einer Schafsrasse, die von den Wikingern bei der Landnahme Ende des 9. Jahrhunderts mit nach Island gebracht wurden. Weil sie sich sich letzten gut 1.000 Jahre optimal an das dortige Klima anpassen konnten, sind die Island-Schafe, „Lopi“ genannt, besonders robuste Tiere.

Die Lopi in Island verbringen die meiste Zeit ihres Lebens in der freien Natur und entwickeln durch das rauhe Klima des Landes eine ganz besondere Wolle: Das Deckhaar, Tog genannt, besteht aus mitteldicken Haaren mit einem Durchmesser von rd. 0,03 mm und ist sehr robust und wasserabweisend, die Unterwolle (Þel) besteht dagegen aus deutlich feineren Fasern mit einem Durchmesser von rd. 0,02 mm und wird klassischerweise für Wollkleidung verwendet, die direkt auf der Haut getragen wird – und deshalb bitte nicht so kratzig sein sollte.


Zusammen wird aus einer Mischung von Deck- und Unterwolle die isländische Lopi-Wolle hergestellt, ein sehr leicht gedrehtes Garn ausschließlich aus der Wolle der Island-Schafen. Durch die ganz besondere Mischung aus der festen, wasserabweisenden Oberwolle und der weichen, mollig warmen Unterwolle der Island-Schafe bekommt die Lopi-Wolle ihren ganz besonderen Charakter.

Entsprechend der natürlichen Farben der Island-Schafe gibt es die klassische Lopi-Wolle in den Farben braun, schwarz, grau und weiß – auch wenn man sie heutzutage auch relativ bunt gefärbt kaufen kann, wenn man möchte.


Die Lopapeysa werden übrigens (im Unterschied zu den klassischen Norweger-Pullovern) traditionell in einem Stück mit einer langen, dicken Rundnadel gestrickt, das Muster zieht sich also einheitlich als Rundausschnitt über Vorder- und Hinterseite und die Ärmel des Pullovers.

Die Pullover sind für ernstliche Kälte gedacht, sie halten ausgesprochen warm und werden von den Isländern im Winter oft wie Jacken draußen getragen – auch beim Brenna am Strand an Silvester 2011 haben wir etliche isländische Familienväter mit ihren dicken Lopapeysa gesehen.


Island-Pullover müssen übrigens gar nicht oft gewachsen werden – normalerweise genügt es bei der dicken, wasser- und schmutzabweisenden Schafswolle, den Pullover ausreichend zu lüften. Bei ernstlicher Verschmutzung kann man seinen Lopapeysa allerdings auch waschen, allerdings sollte man ihn mit der Hand nur mit Wollseife in lauwarmen Wasser (max. 30°) kurz waschen, möglichst nicht länger als 10 Minuten im Wasser lassen und gut ausspülen, aber ohne den Pullover auszuwringen oder sonstwie zu verziehen, sonst verliert der arme Pullover seine Form. Anschließend ordentlich auf ein Handtuch legen und trocknen lassen.

Mittlerweile gibt es für Island-Touristen natürlich auch schlichte T-Shirts im Lopapeysa-Look zu kaufen, für weniger große Kälte. 


Hafrakex

Rezept für ein Blech Haferkekse, ca. 25 – 30 Stück


Zutaten

100 g zartschmelzende Haferflocken
70 g Mehl
50 g Zucker
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
50 g Margarine
2 – 4 EL Milch



Zubereitung

In einer Schüssel die Haferflocken mit dem Mehl, dem Zucker, dem Backpulver und dem Salz mischen. Die Margarine in kleinen Flocken hinzu fügen und alles kräftig durchkneten, dazu löffelweise die Milch hinzugeben, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.

Den Teig in kleineren Portionen zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen und klassischerweise mit einer runden Ausstechform die Kekse ausstechen.


Bei 200° im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene die Kekse etwa 8 bis 10 Minuten backen, bis die Kekse hellbraun sind.

Auskühlen lassen und die Kekse dann traditionell mit gesalzener Butter bestrichen servieren.




Anmerkung:

Für eine normale isländische Hausfrau ist ein Blech Haferkekse natürlich eine viel zu kleine Menge, um dafür mit dem Backen anzufangen. Da wird dann mindestens die drei- bis vierfache Menge gebacken – aber manchmal reicht ja auch eine kleinere Portion.


Sonntag, 24. August 2014

Curryfisch mit Ananas

Zutaten

750 g Kabeljau-Filet
1 Dose Ananas (in Stücken)
4 - 5 EL Mehl
2 TL Currypulver
1 TL Salz
1 TL Paprikapulver
1 TL Pfeffer
1 TL Instant-Gemüsebrühe
1 gewürfelte Zwiebel
3 Möhren
250 ml Sahne


Zubereitung

Das Mehl mit dem Currypulver, dem Salz, dem Paprikapulver, dem Pfeffer und dem Instant-Gemüsenbrühenpulver vermischen. Etwa 1/3 der Mischung beiseite stellen.

In einer großen Pfanne Öl erhitzen.

Das Kabeljau-Filet in Streifen schneiden und den Fisch in der Mehl-Gewürz-Mischung wälzen. Anschließend in der Pfanne von beiden Seiten anbraten.


Die fertiggebratenen Fisch-Stücke dann auf einem Teller beiseite stellen und die gewürfelte Zwiebel und die geschälten, in dünne Scheiben geschnibbelten Möhren in dem heißen Öl in der Pfanne braten, bis die Möhren weich sind.

Die Ananas und den Ananas-Saft aus der Dose in die Pfanne geben, anschließend die Sahne hinzugeben und mit dem restlichen Mehl abbinden.

Die Fisch-Stücke in die Soße geben und kurz durchziehen lassen.



Klassischerweise wird dieser Curryfisch mit Reis und Salat serviert.





Verlauf der Erdbeben unter dem Vatnakökull

Auf dieser Karte der Icelandic Met Office sieht man sehr schön den Verlauf der Erdbeben in den letzten Tagen. 

Die Erdbeben sind mittlerweile in 8 Tagen vom Bárðarbunga etwa 40 km nordwestlich Richtung Kistufell und zur Gletscherzunge des Dyngjujökull gewandert. Auf dieser Karte man sehr gut den (vermutlichen) Verlauf des Magmas unter der Erde erkennen.

http://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/articles/nr/2949

In den letzten 48 Stunden gab es mittlerweile 42 Beben mit einer Stärke von mind. Magnitude 3, davon 5 mit einer Stärke > 4 und 2 mit einer Stärke von mehr als Magnitude 5.

Mittlerweile erreichen die Beben so langsam das Gebiet jenseits der Gletschers...



http://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/articles/nr/2949



Ausbruch oder nicht Ausbruch, das ist hier die Frage...

  • Warning

    Presently there are no signs of ongoing volcanic activity. The aviation color code for the Bárðarbunga volcano remains red as an imminent eruption can not be excluded.
     
    Die Website von en.vedur.is meldet, dass sich die Experten uneinig sind, ob gestern nun tatsächlich ein Ausbruch am Dyngjujökull stattgefunden hat oder nicht. Offiziell bestätigte Gletscherläufe gibt es offenbar bisher noch nicht. 

    Die Erdbebenwarnstufe bleibt allerdings bei rot, da man - selbst wenn man ausschließen könnte, dass ein Ausbruch bereits stattgefunden hat - nicht ausschließen kann, dass es nicht in den nächsten Augenblicken einen Ausbruch geben könnte.

    In den letzten Stunden hat es am Bárðarbunga zwei Erdbeben mit einer Stärke von 5,3 und 5,1 gegeben.


    In Island wurde wohl Kritik am Katastrophenmanagement der zuständigen Behörden geäußert - man habe viel zu hektisch reagiert und völlig unnötig die Touristen aufgeschreckt, internationale Medien verglichen die Situation jetzt schon mit dem Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 und das schade nur dem Tourismus in Island...

    Die Berichte von Betroffenen, die evakuiert wurden, sprechen allerdings davon, dass die Evakuierungen sehr ruhig, unaufgeregt und organisiert abgelaufen seien. 

    Es bleibt dabei - nichts Genaues weiß man nicht...


Samstag, 23. August 2014

Bárðarbunga - Ausbruch bestätigt!

"It is believed that a small subglacial lava-eruption has begun under the Dyngjujökull glacier. The aviation color code for the Bárðarbunga volcano has been changed from orange to red."


Heute ist es soweit - um 14.10 h wurde heute eine kleine Eruption unter dem Dyngjujökull bestätigt.

Der Dyngjujökull ist eine Gletscherzunge des Vatnajökull, westlich von Kverkfjöll und östlich von Bárðarbunga, vom Berg Kistufell entspring hier der Fletscherfluss Jökulsá á Fjöllum.

Das Ausbruch am Dyngjujökull war um 14.04 h, also wenige Minuten zuvor, ein Erdbeben der Stärke 4,5 vorausgegangen.


Die Warnstufe für Vulkanausbrüche wurde von orange auf rot geändert.



Es handelt sich allerdings nach bisherigen Erkenntnissen bisher nur um eine kleine Lava-Eruption, und das unter dem Gletscher.

Nähere Details werden vermutlich heute Abend vorliegen, wenn die Luftaufnahmen der isländischen Küstenwache und die Radar-Daten von den zuständigen Expterten und dem Vertretern des Katastrophenschutzes ausgewertet sind.

http://www.ruv.is/frett/gangurinn-nalaegt-spordi-dyngjujokuls


Nach derzeitigen Schätzungen hat der Vulkanausbruch unter einer Eisdecke von 150 bis 400 m stattgefunden.



http://www.ruv.is/files/imagecache/frmynd-staerri-304x180/myndir/upptok_jokulsar_a_fjollum_og_dyngjujokull.jpg

Am Dettifoss wird jetzt auch evakuiert...

Hier die entsprechende Webcam von míla:


http://www.livefromiceland.is/webcams/bardarbunga/



http://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/earthquakes


Bláberja rjómaís - Blaubeer-Sahneeis


Zutaten

4 Eigelb
200 g Zucker
250 g Magerquark
2 EL Blaubeer-Gelee
400 ml Schlagsahne
200 g Blaubeeren


Zubereitung

Die Eigelbe mit dem Zucker gründlich verrühren.

Den Magerquark, das Blaubeer-Gelee und die Blaubeeren (wahlweise tiefgekühlt oder frisch – geht beides) nacheinander zum Eigelb-Zucker-Gemisch hinzufügen und ebenfalls gründlich vermischen.

In einem separaten Gefäß die Sahne steifschlagen und vorsichtig unter die anderen Zutaten unterheben.



Das Ganze in eine Gefrierdose geben, sorgfältig verschließen – und mehrere Stunden lang ins Tiefkühl-Fach stellen, bis das Eis durchgefroren ist.

Das Eis dann im Block aus der Gefrierdose nehmen (ggf. etwas warmes Wasser über die gefrorene Dose laufen lassen, dann löst es sich ohne größere Verluste) und, in Scheiben geschnitten, mit frischen Blaubeeren servieren.



Anmerkung:


Traditionell wird dieses Blaubeer-Eis natürlich mit Skyr hergestellt, genau genommen mit Blaubeer-Skyr. Da Skyr in Deutschland aber nicht wirklich erhält ist, bieten Magerquark und Blaubeer-Gelee insoweit geschmacklich eine ganz gut Alternative!




Bláber - Blaubeere

Bláber

Je mehr ich mich mit der Küche Islands beschäftige und in entsprechenden Kochbüchern und Rezepten schmökere, desto öfter treffe ich sie: Die Blaubeere. 

Die Blaubeere treffe ich dabei immer wieder in ganz unterschiedlichen Umgebungen, sowohl als Blaubeer-Gelee, als Blaubeer-Skyr-Eis oder als Blaubeer-Torte, aber auch in diversen Fleisch- und Fischgerichten oder als „Bláberjasultu“, eine Art Blaubeer-Chutney, einer klassischen Beilage zu verschiedenen Hauptgerichten. 

Zwiebeln mit Blaubeeren, Rosmarin und Zitronensaft - hier als Grundlage fürs Lachsgericht

Frühstücksbrötchen - einmal mit Fischpaste, einmal mit Blaubeer-Marmelade
Auch wenn wir in Island essen gegangen sind, treffe ich sie immer wieder, die Blaubeere, wie hier z.B. auf dem Dessert im Edda-Hotel in Laugarvatn:


Dessert im Edda-Hotel: Schokoladenkuchen mit Eis und Blaubeeren

Auf isländisch heißt die Beere „bláber“, gesprochen quasi „blauber“.


Ich habe jetzt gelernt, dass die Blaubeere (lateinisch: Vaccinium) dasselbe ist wie die Heidelbeere und zur Familie der Heidekrautgewächse gehört. Sie wächst in arten- und nährstoffarmen Regionen (wie den Heidegebieten und dem isländischen Hochland), ist tief in der Erde verwurzelt, so dass ihr Stürme nicht viel ausmachen, und mit Schnee bedeckt übersteht sie auch gut tiefe Fröste bzw. auch wenn die Pflanze vollständig abfriert, wird der Wurzelstock im nächsten Frühjahr wieder austreiben.

Die Blaubeere hat zudem den großen Vorteil, dass sie in der Regel schon ab Juli geerntet werden kann, nicht erst ab Ende August, wie andere Beeren in Island – was sie bei Mensch und Tier (auch als Vitaminlieferant in einer doch recht kargen Gegend) besonders beliebt macht.


Blaubeeren wachsen an kleinen Sträuchern, die meist zwischen 10 und 60 cm hoch werden und im Herbst färben sich die Blätter und fallen ab. Die Sträucher erreichen ein Alter von bis zu 30 Jahren, allerdings reicht ein einzelner Strauch, um – durch eine sog. „Ausläuferbildung“ - langfristig ein Heidegebiet von mehreren 1.000 m² zu bedecken.

Es gibt übrigens Studien, wonach bestimmte Inhaltsstoffe in Blaubeeren das Risiko von Darmkrebs senken sollen.





Donnerstag, 21. August 2014

Bananabrauð


Banenenstauden im Gewächshaus in Hveragerði
Nein, natürlich ist Bananenbrot kein "klassisches isländisches" Essen, aber seit vor über 50 Jahren ein ehemaliger US-Soldat, der während des 2. Weltkriegs in Island stationiert war und sich in eine Isländerin verliebt hatte, die erste Bananen-Pflanze als Geschenk in das Land brachte, haben sich die Bananen dort nachhaltig ausgebreitet, besonders in den mit geothermaler Energie beheizten Gewächshäusern von Hveragerði und Umgebung.

Die isländischen Bananen sind heute besonders beliebt, vor allem, weil sie direkt an den Palmen reifen können und nicht in Kisten, wie die Import-Bananen aus Mittel- und Südamerika.

Das Rezept für Bananenbrot ist wahrscheinlich mit den US-Soldaten nach Island gekommen - dort aber sehr schnell heimisch geworden und heutzutage in fast jeder isländischen Rezept-Sammlung zu finden.



Zutaten

4 große reife Bananen
250 g Mischung aus Haferkleie und -flocken
100 ml Speiseöl
100 g Zucker
2 Eier
500 g Mehl
1 ½ Teelöffel Backpulver
½ Teelöffel Salz
100 g grob gehackten Nüssen




Zubereitung

Die Bananen klein stampfen und mit der Kleie und den Flocken mischen. Das Ganze für ein paar Minuten stehen lassen, bis alles aufgeweicht ist.

Währenddessen in einer anderen Schüssel das Öl mit den Eiern und dem Zucker verrühren.

Die Bananen-Kleie-Mischung mit der Ei-Mischung zusammen geben.

Anschließend Mehl, Backpulver, Salz und die gehackten Nüsse zu dem Teig geben und alles gründlich durchkneten.

Den Teig in einer gut eingefetteten oder mit Backpapier ausgelegten länglichen Kuchenform im unteren Drittel des Backofens bei 180° für ca. eine Stunde backen.

Das Bananabrauð gut auskühlen lassen, bevor es in Scheiben geschnitten wird. Vorsicht, wenn man das Brot nicht genügend auskühlen lasst, wird es arg bröselig - aber trotzdem sehr lecker!






 

Gewissermaßen ein Bananen-Brot-Song! 

Eruption in Progress - es bleibt spannend...


"Öflug skjalftahrina heldur áfram í Bárðarbungu. Ekki sjást merki um að kvika sé á leið til yfirborðs."

Veðurstofa Íslands meldet schon seit Tagen, dass die Schwarmbeben am Bárðarbunga weiterhin anhalten. Es gibt aber bisher keine Anzeichen dafür, dass Magma an die Erdoberfläche gelangt. In den letzten 48 Stunden hat es jetzt aktuell 1.934 Erdbeben gegeben, davon wieder 8 mit Magnitude 3 und größer. 

Potentiell bedenklich klingt auch, dass die Tiefe der Erdbeben der Erdbeben zunehmend geringer wird - teilweise sind die Beben jetzt schon in nur noch rd. 2 km Tiefe, nicht mehr in 10 km Tiefe und mehr. 

Spekulationen gehen dahin, dass die eine Kammer Richtung Kistufell mit Magma vollgelaufen sein könnte, jetzt bebt es wieder mehr beim Bárðarbunga, und falls die Kammern dort für das aufsteigende Magma nicht ausreichen sollten, wäre wohl mit einem relativ heftigem Ausbruch zu rechnen... 

Die Bilder bei http://www.vedur.is/skjalftar-og-eldgos/jardskjalftar/vatnajokull/#view=map sprechen für sich:







Die Erdbebenwarnstufe steht immer noch bei Orange...





Im Hochland hat es vorsorglich bereits Evakuierungen gegeben, insbesondere im Hinblick auf einen möglichen Gletscherlauf, hier mal die Übersichtskarte von ruv.is:



Gut, das Gebiet ist jetzt - an und für sich - recht groß, aber soweit ich es mitbekommen habe, waren gerade mal rund 200 Touristen und 70 Wanderer konkret betroffen, in der Größenordnung zumindest.


Nichts Genaues weiß man nicht, aber es bleibt weiter spannend...