Dienstag, 10. Juli 2018

Mat Bar, Reykjavík

Trendige Tapas-Bar auf Isländisch


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In der Mat Bar gab es eine sehr moderne, u.a. von asiatischen Einflüssen inspirierte isländische Küche - eine absolut spannende und faszinierende Mischung, finde ich! 

Technisch gesehen spricht man von "Fusionsküche", also die Kombination unterschiedlicher Esskulturen und die Mischung von klassischen einheimischen Zutaten mit exotischen Zutaten aus völlig anderen Regionen der Welt. In dieser isländischen Tapas-Bar gab es kleine Gerichte, "Häppchen", aber davon schön viele verschiedene.

Update vom April 2026:

Die Mat Bar in der Hverfisgata, eröffnet 2017, wurde im April 2026 geschlossen. Es heißt, die Schließung sei wohl aufgrund eines "schwierigen Betriebsumfelds" erfolgt. Steigende Kosten für Lebensmittel, Mieten und Löhne sowie ein Rückgang der Touristenzahlen hätten wohl zur Schießung geführt. Bereits Anfang 2025 war die ursprüngliche Betreibergesellschaft wohl in Insolvenz gegangen, aber eine andere Firma hatte den Betrieb übernommen. Leider scheint auch das nicht mehr funktioniert zu haben. Wie schade!


Mein Bericht über die Mat Bar vom Juli 2018: 

Leider hatte es bei uns terminlich nicht anders geklappt, deshalb musste mein Mann am letzten Tag seines Wanderurlaubs in Island alleine zur Mat Bar, während ich schon vorher nach Deutschland zurückgeflogen war - was mir wirklich sehr leid tat. Ich wäre so gerne mitgegangen!


Mein Mann hatte sich, auf Empfehlung des Hauses, für das "Matbarsmáltið", also das Matbar-Menü für 6.940 ISK pro Person entschieden.

Das Menü gibt es nur abends ab 17 Uhr. Es besteht aus 7 kleinen Gängen, wobei die Gerichte je nach Saison wechseln und sie jeweils die frischesten Zutaten nutzen, die sie gerade haben. (Es ist übrigens auch möglich, das Menu als vegetarische Version zu bestellen oder ohne Fleisch, aber mit Fisch.)

Ich stelle Euch mal vor, was das Menü Ende Juni 2018 umfasste, als mein Mann dort zum Essen eingeladen war:

Zuerst wurden die ersten beiden Gänge serviert - und zu jedem Teller, der auf den Tisch gestellt wurde, wurde liebevoll erklärt, was es da zu bestaunen und zu probieren gab.

Es gab Seehasen-Rogen und geschlagenem Ricotta-Käse, dazu eine fermentierte Chili-Sauce und reichlich Schnittlauch, dazu gab es das typisch-isländsche Flatbrauð. Mein Mann war begeistert, dabei kann man ihn sonst nicht unbedingt mit Rogen locken. Er fand, das war ja gerade das Tolle, dass der typisch isländische Seehasen-Rogen durch das Chili so schön scharf wurde und es hat ihm einfach nur genial geschmeckt. Und auch das Fladenbrot war richtig lecker - "am besten an den ganz dunklen Stellen", sagt mein Mann.


Das hier sind Lamm-Herzen, mit asiatischer Xo-Sauce (die auf der Basis von getrockneten Muscheln und Schinken hergestellt wird und Gerichten eine ganz besondere Würze verleiht), dazu Buttermilch und Himbeersaft.


Als dritten Gang kam dann Þorskkinnar, Dorsch-Bäckchen mit Zitronen-Kosho, einer scharfen asiatischen Sauce, eingelegten roten Zwiebeln, getoasteten Semmelbröseln und Sauerampfer.


Als vierten Gang gab es rote Bete, mit Balsamico glasiert, dazu Sellerie- und Meerrettich-Püree, geriebene Walnüsse mit Chili und Kerbel.


Der fünfte und sechste Gang war dann gewissermaßen das Hauptgericht:

Es gab ein ordentliches Stück Lammbauch, dazu rote Zwiebeln, Fenchel-Kraut-Salat und das vorne ist tatsächlich Senfsauce.


Und hier gegrillter Grünkohl mit eingelegten Zwiebeln, eingelegtem Chili, Kürbiskernen und Lappentang.


Als Dessert gab es schließlich Mandel-Granita (eine Art körnige, sorbet-artige gefrorene Limonade) mit isländischen Erdbeeren, karamellisierter weißer Schokolade und dazu süßes Balsamico-Dressing und scharfe Chilis.


"Geschafft. Ich bin ja sowas von voll!" - das war dann die letzte Nachricht von meinem Mann an diesem Abend aus der Mat Bar. Er klang sehr zufrieden und war völlig begeistert. Da müssen wir unbedingt noch mal zusammen hin, war sein Fazit.

Jetzt muss ich, Ursulas Ehemann, mich aber auch einmal zu Wort melden. Das Essen in der Mat Bar hat mich regelrecht umgehauen. Jeder Gang war schon für sich so eine tolle Kombination aus verschiedenen Geschmackswelten. Grundlage war immer etwas Isländisches, was dann aber mit einem ganz anderen Geschmack kombiniert wurde: Rogen mit Chili-Sauce, Lammherzen mit fruchtigem Himbeersaft, ... Und bei sieben Gänge folgte so ein Geschmackserlebnis auf das andere. Bei den ersten Gängen fragte der Kellner noch nach, wie es geschmeckt habe, und ich kam dann ins Schwärmen. Später strahlte ich ihn nur noch an, so dass er gar nicht mehr nachfragen musste. Man sah mir meine Begeisterung offensichtlich an!


Im Überblick:

Die kleinen Snacks wie z.B. Räuchermandeln mit Oliven oder Flatbrauð mit Grünkohl-Pesto kosten im Schnitt knapp 1.000 ISK (Stand Juni 2018), die Gemüsegerichten liegen bei rd. 1.500 ISK (z.B. für gegrillten Grünkohl, gegrillten Spargel oder Fenchel), die Fischgerichte sind im Schnitt bei 1.850 ISK (z.B. für den Seehasen-Rogen oder gegrillten Tintenfisch), der "Fisch des Tages" kostet 2.850 ISK. Ein Fleischgericht liegt etwa bei 2.400 ISK. Das große Mat-Bar-Menü kostet aktuell 6.940 ISK.

Die Mat Bar hat dienstags bis samstags von 15 bis 24 Uhr geöffnet, die Küche schließt unter der Woche um 22 Uhr und am Wochenende um 23 Uhr.

Es ist grundsätzlich sinnvoll, für ein Essen in der Mat Bar einen Tisch zu reservieren, je nach Uhrzeit wird es dort sehr voll.



* Rechtlicher Hinweis:

Es handelt sich hierbei formal gesehen um Werbung, da wir zum Essen eingeladen wurden. Wir waren aber nur in Restaurants und Lokalen, von denen wir vorher Gutes gehört hatten und die wir - aus den verschiedensten Gründen - spannend fanden. Insoweit waren wir auch ehrlich begeistert und wenn wir in Lobeshymnen ausbrechen, sind die wirklich ernst gemeint.


Montag, 9. Juli 2018

Krauma

Baden und Essen an einer heißen Quelle


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Die Heißwasserquelle Deildartunguhver befindet sich im Reykholtsdalur im Westen Islands, knapp 100 km nördlich von Reykjavík, also etwa 1,5 Stunden Fahrzeit von der isländischen Hauptstadt entfernt. Deildartunguhver ist die wasserreichste Heißwasserquelle Europas - hier sprudeln pro Sekunde rund 180 Liter kochend heißes Wasser aus der Erde. Pro Minute könnte man also mit dem kochenden Wasser etwa 72 Badewannen füllen.


Das Wasser wird für die Heißwasserversorgung von Borgarnes und Akranes sowie der Höfe in dieser Gegend genutzt. Auch die umliegenden Gewächshäuser der Region werden mit dem Wasser von Deildartunguhver betrieben.


Die Tomaten, die hier vor Ort in den Gewächshäusern wachsen, kann man auch direkt hier am Wagen kaufen. (Das Bild hier entstand im Herbst 2016, im Hintergrund laufen schon die Arbeiten für das Schwimmbad auf Hochtouren.)


Im November 2017 wurde hier, unmittelbar neben der Heißwasserquelle, das Thermalbad ("Geothermal Bath & Spa") und Restaurant "Krauma" eröffnet. "Krauma" bedeutet auf Deutsch "Brodeln" - und hier brodelt es ja nun wirklich, nicht nur das heiße Wasser in der Quelle und in den Pools, sondern auch in den Pfannen und Töpfen der Restauranküche.


Wenn man vor dem Thermalbad steht, ist der Blick auf die dampfende Quelle und die Gewächshäuser vor Ort schon wunderschön.


Das Schwimmbad ist neu gebaut, sehr stilvoll und wunderschön gestaltet. Die runden Pools sind aus glänzendem schwarzem Stein. Das Gebäude, ebenfalls schwarz mit großen Glasfronten und Grasdach, fügt sich sehr harmonisch in die Landschaft ein. Mein Mann wurde hier sehr herzlich und freundlich empfangen - er hatte den Tag genutzt, um auf die Esja, den "Hausberg" Reykjavíks, zu wandern, da ist so ein exklusives Bad natürlich erst recht verlockend! (Ich musste leider schon vorher zurück nach Deutschland, deshalb war mein Mann alleine in Krauma - und ich habe es verpasst.)


Die Badelandschaft besteht aus fünf Becken mit heißem Wasser in verschiedenen Temperaturen. Im heißesten Becken ist das Wasser 42 bis 43° heiß - das ist eigentlich schon sehr ordentlich, das hält man nicht lange aus. Das kälteste Heißwasserbecken ist 37° bis 39°. Ein kleines Kaltwasserbecken mit ca. 7° zum Abkühlen gibt es auch.


Der Blick aus dem Schwimmbad direkt auf das Tal und die Quelle ist wunderschön.


Im Schwimmbad gibt es außerdem noch einen beheizten Ruheraum (ebenfalls mit wunderschöner Aussicht) und zwei Dampfsaunen.


Nach dem Baden ging es vom Schwimmbad tiefenentspannt weiter ins Restaurant.

Die Besonderheit dieses Restaurants ist es, dass sie großen Wert auf wirklich regionale Produkte aus der direkten Umgebung legen. So stammen die Tomaten hier aus den Gewächshäusern an der Heißwasserquelle selbst, das andere Gemüse stammt von den Bauern der umliegenden Höfe. Der Lachs, der hier serviert wird, stammt aus dem rund 35 km entfernten Ort Borgarnes. Es ist also wirklich alles vor Ort erzeugt worden.

Als Vorspeise hatte mein Mann dann die Spezialität des Hauses, die "Súpa Krauma" - "Tómat- og paprikusalsa og steinseljuolía" - also die Suppe des Hauses mit Tomaten, Paprika und Petersilienöl. Die Suppe war ausgesprochen gut und auch angenehm scharf. Dazu gab es frisches Brot und Butter.


Als Hauptgericht hatte mein Mann sich auf Empfehlung des Hauses für "pönnusteiktur lax með grænkáli, tómatum og lauk" entschieden, also gebratenen Lachs mit Grünkohl, Tomaten und Zwiebeln. Allerdings war der Grünkohl gerade ausgegangen, deshalb gab es frischen Brokkoli dazu. Auf jeden Fall auch sehr lecker!


Das gute Essen mit der Aussicht auf die Heißwasserquelle Deildartunguhver war schon ein sehr stilvolles Erlebnis.



Im Überblick:

Der Eintritt ins Thermalbad kostet aktuell (Stand Juni 2018) für Erwachsene 3.800 ISK (rd. 30 €), für Teenager (13 bis 16 Jahre) kostet es die Hälfte. Kinder unter 13 Jahren können das Bad kostenlos besuchen.

Im angeschlossenen Restaurant reicht die Auswahl mittags von einer kleinen Krauma-Suppe für 1.600 ISK (ca. 12,80 €) überkostet Salat, Hamburger und Steak-Sandwich bis hin zu gegrilltem Lammfleisch für 3800 ISK (ca. 30 €). Abends kostet eine Vorspeise im Schnitt 2.460 ISK (knapp 20 €), ein Hauptgericht im Schnitt 3.200 ISK (knapp 26 €). Auf der Dessertkarte stehen Karottenkuchen, Erdbeeren mit Basilikum und Obstsalat zur Auswahl, alles interessant verfeinert und mit Eis oder Sorbet serviert, die Mittags-Portion kostet jeweils 1.490 ISK (ca. 12 €), abends sind es dann 1.600 ISK (ca. 12,80 €).

Noch ist Krauma nicht so bekannt und es war verhältnismäßig leer dort. Es ist aber auch erst die erste Saison. Man könnte es also noch als exklusiven Geheimtipp bezeichnen. Ich bin aber sicher, dass sich das schon bald ändern wird. Es ist so naheliegend, einen Ausflug nach Reykholt und zu den Hraunfossar mit einem Bad und einem guten Essen in einer so faszinierenden Gegend zu verbinden.



* Rechtlicher Hinweis:

Es handelt sich hierbei formal gesehen um Werbung, da wir zum Essen eingeladen wurden. Wir waren aber nur in Restaurants und Lokalen, von denen wir vorher Gutes gehört hatten und die wir - aus den verschiedensten Gründen - spannend fanden. Insoweit waren wir auch ehrlich begeistert und wenn wir in Lobeshymnen ausbrechen, sind die wirklich ernst gemeint.


Samstag, 7. Juli 2018

Sjávarbarinn

Die Meeres-Bar und ihr TV-Koch


Maggi meistari hefur matreitt sinn síðasta fisk. 

Meister Maggi hat seinen letzten Fisch gekocht. 

Im November 2019 ist der isländische Koch, Fernseh-Koch und Journalist Magnús Ingi Magnússon unerwartet im Alter von 59 Jahren verstorben. 

Das Lokal Sjávabarinn wurde geschlossen. 


Wir hatten im Sommer 2018 bei ihm gegessen:

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"Sjávar-" heißt "Meeres-" und "barinn" heißt "die Bar", die "Sjávarbarinn ist also "die Meeres-Bar". Von außen sieht das Lokal eher unscheinbar aus, und als ich die ersten Male daran vorbei gelaufen bin, sind mir zwar die schönen Fisch-Bilder am Schaufenster aufgefallen, ansonsten habe ich es aber für irgendeinen unauffälligen Schnellimbiss gehalten. 


Auch von innen sieht die "Sjávarbarinn" erst einmal relativ unspektakulär aus. Klar, schöne Fisch-Bilder, liebevoll und gerahmt aufgehängt, und schöne Essensbilder über der Theke - definitiv schöne Essensbilder. Aber insgesamt wirkt es doch eher nach "Schnellimbiss" als "Fischrestaurant". Praktisch und zweckmäßig. Das Essen gibt es auch zum Mitnehmen. 


Das Restaurant ist ein Familienbetrieb, der vom Chefkoch Magnús Ingi Magnússon und seiner Frau Analisa Montecello betrieben wird. Man kann hier auch nach Karte bestellen, viele Gäste entscheiden sich aber für das Buffet - wir auch, auf Empfehlung des Hauses.

Das Buffet ist ordentlich und solide, der Fisch ist frisch vom Hafen, der ja nur ein paar hundert Meter weiter ist, und den sie ohne Zwischenhändler direkt aus den Netzen kaufen. Mittags kommen hier vor allem die Isländer, die im Viertel und am Hafen arbeiten, und die authentische isländische Alltagsküche hier zu schätzen wissen. Oft kommen aber auch Touristen-Gruppen. Und viele Touristen, die zu Beginn ihrer Rundreise mit der Gruppe da waren, kommen am Ende ihrer Reise alleine noch einmal, erzählte uns Magnús ganz stolz. 

Als wir zum Abendessen da waren, gab es bei den kalten Gerichten verschiedene Salate (z.B. Krautsalat, Salat mit Sellerie und Äpfeln oder gemischter Salat) verschiedenen marinierten Fisch und eingelegte Heringe. Außerdem gab es Brot mit Lamm-Pastete, panierte Fleischhäppchen... und noch einen ganz besonderen, typisch isländischen Fisch-Snack. Aber zu dem komme ich unten!

Außerdem gab es Kräuterbaguette - und das typisch isländische Rúgbrauð, dieses leicht süßliche, klebrige Roggenbrot, das in einigen Ecken Islands in heißer Lava gebacken wird. Da das in Reykjavík nicht möglich ist, stellt Magnús sein Brot für 12 Stunden bei niedriger Temperatur in den Backofen. Ja, das kenne ich!


Bei den warmen Gerichten gab es den "Fisch des Tages", Curry-Fisch, den typisch isländischen Plokkfiskur ("Stampffisch") und die Fischfrikadellen ("fiskibollur"), als Beilagen gab es Kartoffeln und Gemüse. Außerdem gab es, in der Meeres-Bar, auch noch einen großen Topf Lamm-Eintopf.  


Magnús, der Koch, erzählte uns, dass seine Kunden bei Plokkfiskur und Fiskibollur keinen Spaß verstehen - die Isländer mögen ihren Stampffisch und ihre Fischbällchen genau so, wie sie sie als Kind bei ihrer Oma kennen gelernt haben, da darf nichts verändert werden. Also bietet er diese Gerichte auch genau so für seine Gäste an.


Wir haben uns jedenfalls auf sehr angenehme Art und Weise satt gegessen!


Das absolute Highlight des Essens war für uns aber vorher die Meeresfrüchte-Suppe. Die gibt es zum Buffet dazu, in einem ordentlich großen Topf, in dem die Suppe vor sich hin köchelt und wenn eine hungrige Seele kommt, bekommt sie gleich eine schöne heiße Tasse Suppe. Und diese Suppe schmeckt wirklich absolut genial, da kann wirklich kaum etwas mithalten! 


Definitiv eine der besten Suppen, die ich je gegessen habe!


Ein ganz besonderes Highlight dieses Restaurantbesuchs war die für mich überraschende Erkenntnis, dass ich den Koch und Besitz des Sjávarbarinn gewissermaßen "kannte" - zumindest seine Kochbücher. Sein Kochbuch" Eldhúsið okkar - íslensku hversdagskræsingarnar" ("Unsere Küche - isländische Alltagsköstlichkeiten") hatte ich vor ein paar Jahren schon mal getroffen und mich spontan in dieses Kochbuch und seine bodenständigen, typisch isländischen Rezepte verliebt. 


In seinem Restaurant verkauft Magnús Ingi übrigens auch die englische Version seines Kuchbuchs: "Our kitchen. Icelandic home cooking". Wir bekamen ein Exemplar geschenkt - und ein Exemplar seiner DVD "Eldhús Meistaranna". Magnús Ingi ist nämlich in Island ein bekannter Fernsehkoch, der andere Küchenmeister begleitet und ihre Arbeit in verschiedenen bekannten Restaurants Islands in der Sendung vorstellt. Mit Rezepten zum Nachkochen.

Quelle: Eldhús Meistaranna

Auch sein eigenes Lokal und seine Arbeit wird auf der DVD natürlich vorgestellt - und hier wird auch erklärt, wie der beliebte isländische Snack hergestellt wird, den wir vorher beim Büffet probiert hatten:

Bei Filettieren der Fische wird die Haut sorgfältig abgetrennt und in dünne Streifen geschnitten. Dann wird die Haut in Mehl gewälzt und in heißem Fett ausgebacken. Anschließend lässt man es auskühlen und trocknen und isst es dann als Snack für zwischendurch. 

Quelle: Eldhús Meistaranna

Also wenn Ihr ins Sjávarbarinn kommt, müsst Ihr unbedingt auch diesen typisch isländischen Snack bei dem Buffet probieren!


Für mich war unser Besuch bei Magnús Ingi im Sjávarbarinn noch einmal ein besonderer Höhepunkt, weil es wirklich um genau das ging, was mein absolutes Lieblingsthema ist: Isländisch kochen. Ganz praktisch und handfest und authentisch und alltagstauglich.

Ich war einfach nur glücklich! 



Im Überblick:

In der "Sjávarbarinn" findet man bodenständige isländische Küche, hochwertigen frischen Fisch zu - für isländische Verhältnisse - durchaus günstigen Preisen.

Das Mittagsbüffet mit Suppe, Salatbar und kalten Gerichten kostet pro Person 2.390 ISK (Stand Juni 2018: ca. 18 €), das Buffet abends mit warmen Gerichten einschließlich Suppe und Salatbar und dem frischgebackenen typisch isländischen Roggenbrot kostet pro Person 3.900 ISK (ca. 31 €). Die Meeresfrüchte-Suppe allein kostet 1.690 ISK (rd. 13,50 €).

Das "Seafood Gourmet Menu" kostet pro Person 6.300 ISK, also gute 50 €, allerdings sind da - zusätzlich zum normalen Büffet - auch noch 120 g Kaisergranat-Schwänze in Knoblauch-Butter und ein Exemplar des Kochbuchs "Our Kitchen" inklusive. 

Die "Sjávarbarinn" hat täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet.


* Rechtlicher Hinweis: 

Es handelt sich hierbei formal gesehen um Werbung, da wir zum Essen eingeladen wurden. Wir waren aber nur in Restaurants und Lokalen, von denen wir vorher Gutes gehört hatten und die wir - aus den verschiedensten Gründen - spannend fanden. Insoweit waren wir auch ehrlich begeistert und wenn wir in Lobeshymnen ausbrechen, sind die wirklich ernst gemeint.