Wetterwarnungen
Gestern Abend war es teilweise erstaunlich klar und windstill, wir konnten auch noch mal Nordlichter sehen - die klassische Ruhe vor dem Sturm.
Heute Nacht galten in ganz Island Wetterwarnungen. Der erste Herbststurm der Saison zog über das Land.
In den meisten Landesteilen gab es eine gelbe Wetterwarnung, mit Winden bis 25 m/s und starken Böen, außerdem erheblicher Niederschlag, teilweise als Schneeregen oder Schnee - gefährliches Reisewetter.
Im Breiðafjörður, in den Westfjorden und Strandir sowie im Nordwesten sowie bei uns im Südwesten galt eine orangene Wetterwarnung, mit starkem Wind bis zu 28 m/2 und starkem bis sehr starkem Niederschlag mit schlechter Sicht, je nach Lage mit Schnee auf den Straßen - kein Reisewetter.
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| Quelle: vedur.is |
Mittlerweile ist bei uns die Wetterwarnung schon wieder durch, wir sind damit aber auch die einzige Ecke in ganz Island. Im Norden wird noch mit heftigen Schneestürmen gerechnet.
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| Quelle: vedur.is |
Die letzte Nacht war sehr stürmisch.
Auf den Westmänner-Inseln lag die durchschnittliche Windgeschwindigkeit bei 42 m/s, also etwas mehr als 150 km/h, in Böen bei 50 m/s (= rd. 180 km/h).
Heute früh gegen 7 Uhr wurde in Hvammur unterhalb des Eyjafjalla in Böen eine Windgeschwindigkeit von 57,9 m/s gemessen, das entspricht 208,44 km/h. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden in Hvammur schon 12 Mal Windgeschwindigkeiten von mehr als 58 m/s gemessen, die Höchstgeschwindigkeit waren 63,4 m/s (= 228 km/h) bei einem Sturm am 14.02.2020. Alle diese höheren Messungen stammen jedoch aus dem Winter, in der Zeit von Dezember bis März. Im Herbst wurden hier noch nie so hohe Windgeschwindigkeiten gemessen. Mittlerweile hat der Wind aber wieder etwas nachgelassen.
Zum Vergleich: Ab Windstärke 12, d.h. bei Windgeschwindigkeiten von mindestens 32,7 m/s bzw. 118 km/h, spricht man von einem Orkan.
Es werden auch schon erhebliche Schäden gemeldet:
In Hella wurde offenbar ein kleines Gewächshaus weggeweht, auf den Westmänner-Inseln wurden mehrere Dächer beschädigt und in Siglufjörður im Norden haben Windböen mit bis zu 55 m/s (= 198 km/h) mindestens ein Dach komplett abgedeckt, mehrere Dächer und Fenster beschädigt, außerdem auch Autofenster. Die Rettungskräfte in der Region sind im Einsatz, wie derzeit auch an vielen anderen Orten auf Island.
Auf der Ringstraße gab es Straßensperrungen, die mittlerweile allerdings wieder aufgehoben sind. Es ist aber weiterhin an zahlreichen Orten des Landes mit Verkehrsbehinderungen aufgrund des schlechten Wetters und mit kurzfristigen Straßensperrungen zu rechnen, insbesondere in den Westfjorden, im Nordwesten und im südlichen Teil von Snæfellsnes.
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| Quelle: vegagerdin.is |
Bei uns hat sich das Wetter beruhigt, es ist jetzt nur noch normal windig mit Windgeschwindigkeiten zwischen 10 und 15 m/s (= 36 - 65 km/h) und es regnet noch etwas, aber nicht mehr besonders heftig. Wir bleiben trotzdem zu Hause. Nachher wollen wir es uns noch mit Schokoladenkuchen (skúffukaka) und einem netten Film gemeinsam auf dem Sofa gemütlich machen. Wir diskutieren nur noch, welchen Film wir schauen wollen...
Und hier nochmal mein "Wort der Woche" zum Anschauen und Anhören:

























