Montag, 7. Juli 2014

Þorrablót

Das Þorrablót ist ein altes, nordisches Opferfest, das im Monat Þorri (heute etwa Mitte Januar bis Mitte Februar) gefeiet wurde. Wörtlich übersetzt heißt Þorrablot ungefähr soviel wie „Blut(opfer) im Monat Þorri“, wobei Þorri, der letzte Wintermonat, dabei der Dürremonat bedeutet – also der Monat, in dem alle Vorräte endgültig aufgebraucht wurden und es noch nichts Neues, Frisches zum Essen gab.

Die vorchristliche Tradition des Þorrablot wurde in Island im 19. Jahrhundert wieder belegt und ist heute Teil der isländischen Volkskultur, das Fest wird mit vielen Bräuchen sehr festlich begangen, auch von isländischen Verbänden im Ausland. Beispielsweise die Þorrablóts der isländischen Gemeinschaft in Hamburg sollen recht legendär sein...

Die traditionellen Speisen der Isländer werden beim Þorrablót auf besonderen Holztellern oder -platten mit einer Mulde in der Mitte gereicht, auf denen das „Þorramatur“ serviert wird.

Bei einem Þorrablót-Essen werden typischer Weise verschiedene deftige, traditionelle isländische Speisen gereicht, z.B. Hangikjöt, das im Schafsdungrauch geräucherte Lammfleisch, eingelegte Widderhoden (súrsaðir hrútspungar), angesengte Schafsköpfe (svið), aber auch Blut- und Leberwurst (blóðmör und lifrarpylsa), Seehundflossen, Harðfiskur (Trockenfisch) und Hákarl, der fermentierte Eishai, außerdem verschiedene traditionelle isländische Brotsorten. Und natürlich ausreichend Brennivín, der „original icelandic schnapps“.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen