Island-Fan Kochbuch – Traditionelle isländische Rezepte & isländische Essenskultur  

Montag, 20. April 2026

Úthlíðarkirkja í Biskupstungum

Die Kirche von Úthlíð in Biskupstungur


Manchmal sind es gar nicht die großen, berühmten Stätten, die einen berühren, sondern die kleinen, unbekannten Orte, die einen besonderen Charme haben - und die eine besondere Geschichte zu erzählen haben.

Auf dem Weg von Laugarvatn zum Geysir, kurz hinter dem Brúarfoss, auf der Straße 37 (Laugarvatnsvegur) sieht man, ca. 400 m von der Straße entfernt, eine kleine, sehr eigenwillige Kirche - eine blaue Kirche mit einem spitzen, weißen Dach und einem gläsernen Kirchturm, neben einem kleinen alten Kirchhof, zwischen Feldern und Bauernhof.

Ich weiß nicht, wie oft wir dort mit dem Auto vorbeigefahren sind und uns, wenn der Blick darauf fiel, aus der Entfernung über diese eigenwillige Kirche gewundert haben. 

Mehr aber auch nicht, ehrlich gesagt.


Als wir das letzte Mal dort vorbei gefahren sind, waren mein Mann und ich nur zu zweit, wir hatten Zeit und so haben wir spontan gewendet und sind hingefahren, um uns die Kirche einfach mal aus der Nähe anzuschauen. 


Es ist kein Ort für Touristen-Massen, sondern für die Menschen vor Ort. Es gibt nur einen kleinen, geschotterten Parkplatz und nicht viel Platz für Besucher. Aber es ist ein Ort, der eine Geschichte zu erzählen hat - oder eigentlich sogar mindestens zwei Geschichten


Die Geschichte von Úthlíð

Die Geschichte vom Kirchhof Úthlíð beginnt bereits zur Landnahmezeit, wahrscheinlich irgendwann zwischen 920 und 940. Der erste Siedler von Úthlíð soll Ásgeir Úlfsson mit seiner Familie gewesen sein, ein Schwiegersohn von Ketilbjörn Ketilsson, bekannt als Ketilbjörn gamli (Ketilbjörn der Alte), dessen Schwiegervater wiederum zu den ersten Siedlern gehörte, die mit Ingólfur Arnarson nach Island kamen.

Hier mal ein kurzer Überblick zur Geschichte der Familie:
 
Laut dem Landnahmebuch kam der Norweger Þórður Hrappsson nach Island (wahrscheinlich kurz nach 874, wohl auf Anraten von Ingólfur Arnarson). Er ließ sich mit seiner angelsächsischen Frau Vilborg Ósvaldsdóttir aus Northumbria zunächst im Nordosten Islands nieder, später zog die Familie in das Gebiet der heutigen Gemeinde Mosfellsbær. Ihre Tochter Helga Þórðardóttir wurde um 880 hier geboren. 

Gut 10 Jahre später, um 890, kam dann auch Ketilbjörn Ketilsson (geb. um 870) nach Island. Er stammte aus einer norwegischen Adelsfamilie. Im Landnahmebuch wird berichtet, dass er mit seinem Schiff Elliði nach Island kam und in der Mündung eines Flusses landete, der seither Elliðaár genannt wird. Um 892 heiratete er Helga Þórðardóttir. Den ersten Winter verbrachten sie bei den Schwiegereltern, im nächsten Jahr erkundete Ketilbjörn mit seinen Gefährten die Umgebung. Es heißt, dabei habe er in einem Fluss seine Axt verloren, der daraufhin Öxará ("Axt-Fluss") genannt wurde. 

Mosfell (Foto von 2022)
Ketilbjörn ließ sich schließlich mit seiner Familie beim Berg Mosfell in Grímsnes nieder. Ihre Tochter Þorgerður Ketilbjarnardóttir wurde um 905 hier geboren. Es wird berichtet, dass Ketilbjörn und Helga sehr wohlhabend waren und viele Kinder hatten. Es heißt, Ketilbjörn lebte so lange, dass er deswegen als "Ketilbjörn gamli", Ketilbjörn der Alte, bekannt war.

Einer ihrer Söhne, Teitur Ketilbjörnsson, errichtete wohl den ersten Hof in Skálholt und war hier Gode. Aber auch für die Schwiegersöhne wurde gesorgt. So erhielt Þorgerðurs Mann Ásgeir Úlfsson das Land rund um Hlíð ytri (heute: Úthlíð). Man sagt, sein Grabhügel oder der seines Sohnes solle noch heute in der Nähe des Hofes Úthlíð zu erkennen sein. Sein Sohn Geir soll der erste Menschen gewesen sein, der auf Úthlíð geboren wurde. 

Nach der Christianisierung Islands im Jahr 1000 habe der damalige Gode von Úthlíð den alten Kultplatz abreißen und eine Kirche errichten lassen. Seit der Christianisierung Islands war Úthlíð ein Kirchenstandort. Bis zur Reformation Island um ca. 1540 war die Kirche von Úthlíð der Heiligen Maria gewidmet. Betreut wurde die Gemeinde vom Pfarrer in Laugardalur, Torfastaðir bzw. Skálholt. 

Allerdings fiel die Kirche von Úthlíð wohl 1936 starken Winden zum Opfer. Die Gottesdienste fanden seitdem meist im Wohnzimmer des Hofes Úthlíð statt (wohl bis 1963). 


Björn Sigurðsson
Quelle: sunnlenska.is
Neubau der Kirche von 2006

Der Bauer Björn Sigurðsson (1935 - 2023) stammte vom Hof Úthlíð. Er wuchs hier auf und übernahm den Hof von seinen Eltern. Er heiratete 1961 und betrieb hier mit seiner Frau Ágústa Margrét Ólafsdóttir (1937 - 2004) zunächst traditionelle Landwirtschaft mit Kühen und Schafen. Seit 1978 setzte er dann zunehmend auf die Entwicklung des Tourismus. Um 1980 begann er mit dem Bau von Ferienhäusern auf seinem Grundstück. 

Als 1991 von "isländischen Tourismusbauern" die Organisation "Ferðaþjónusta bænda hf" gegründet wurde, dem Vorläufer von "Hey Iceland", gehörte Björn dem Vorstand an und war auch einige Jahre Vorsitzender. 

Heute gibt es in Úthlíð zahlreiche Angebote für Besucher: Es gibt 15 Ferienhäuser, einen Campingplatz, ein Restaurant mit einem kleinen Verkaufsladen, man kann Pferde ausleihen oder auf dem hauseigenen Platz Golf spielen. 

Für sein soziales Engagement und die Entwicklung des Tourismus wurde Björn Sigurðsson am 17. Juni 2016 mit dem Ritterkreuz des Isländischen Falkenordens (Hin íslenska fálkaorða) ausgezeichnet. 
Ágústa Ólafsdóttir
Quelle: timarit.is 

Mit seiner Frau Ágústa Ólafsdóttir (geb. 1937) hatte Björn vier Kinder, 12 Enkelkinder und zahlreiche Urenkel. 

Seine Frau übernahm ab 1991 das Tagesgeschäft ihres Tourismus-Betriebs, engagierte sich in der kommunalen und der kirchlichen Gemeindearbeit, war Vorsitzende des Frauenvereins von Biskupstungur und sang über 25 Jahre im Kirchenchor von Skálholt. Ágústa starb im September 2004

Als junger Mann begeisterte sich Björn Sigurðsson wohl für Fortschritt und Technik, aber je älter er wurde, desto mehr interessierte er sich auch für die Geschichte von Úthlíð und der Umgebung. 

Zum Gedenken an seine Frau Ágústa beschloss Björn, auf eigene Kosten eine neue Kirche in Úthlíð errichten zu lassen. 

Sein Bruder Gísli Sigurðsson (1930 - 2010), der Journalist und Kunstmaler war, entwarf die Kirche gemeinsam mit dem Architekten Jón Ólafur Ólafsson. Der Bau wurde 2005 bis 2006 errichtet und schließlich am 9. Juli 2006 geweiht


Das Altarbild der Kirche wurde von Gísli Sigurðsson selbst gemalt - es zeigt Maria mit dem Jesus-Kind auf dem Schoß. Das Motiv wurde gewählt, da die alte Kirche von Úthlíð in katholischer Zeit eine Marienkirche war. 


Ein Porträt von Ágústa Ólafsdóttir, der Ehefrau von Björn Sigurðsson, befindet sich an der Seitenwand der Kirche. Da die Kirche bei unserem Besuch geschlossen war und wir nur durch die Tür gucken konnten, habe ich davon leider kein Foto. Das Porträt wurde von dem katalanisch-isländischen Maler Baltasar Samper (1938 - 2026) gemalt (übrigens der Vater des Regisseurs und Schauspielers Baltasar Kormákur Baltasarsson). (Die Welt ist klein, und in Island ganz besonders.)

In der Kirche gibt es eine elektrische Orgel.

Die Kirchenglocken sind alt und stammen noch aus dem Jahr 1742, das steht zumindest auf der Homepage der Kirche von Island


Der alte Kirchhof befindet sich noch neben der neuen Kirche. 




Interessant fand ich auch diese Statue neben der Kirche, ein weißer Engel mit Flügel. Haube und Schwert, auch wenn das Schwert schon leichte Rostspuren (?) zeigt.


Leider habe ich zu der Statue keinerlei Information gefunden, weder vor Ort noch hinterher online. Also falls jemand etwas zu dem Engel weiß, wäre ich für eine entsprechende Mitteilung wirklich dankbar!
 


Sonntag, 19. April 2026

Landrof í Reynisfjöru

Land-Erosion in Reynisfjara


Reynisfjara hat sich aktuell massiv verändert.

Reynisfjara ist der berühmte schwarze Sandstrand in Südisland, beim Berg Reynisfjall und den Felsnadeln Reynisdrangar, westlich von Vík í Mýrdal. Es ist eines der beliebtesten Touristenziele Islands mit seinem langen, schwarzen Sandstrand und den vielen schönen Basaltsäulen. 

Allerdings ist es auch das gefährlichste Touristenziel Islands, in den letzten 20 Jahren hat es hier 7 tragische Todesfälle gegeben. Ein Touristenmagnet war und ist der schwarze Strand aber weiterhin.

Ende Januar, Anfang Februar 2026 gab es, über mehrere Wochen, starke Ostwinde und viel Brandung am schwarzen Strand von Reynisfjara. Diese ungewöhnlich lange anhaltende Wetterlage führte dazu, dass Anfang Februar große Mengen Sand innerhalb weniger Tage vom Meer abgetragen wurden, der Hang wurde instabil, Teile der Klippen gaben nach und es kam zu einem Erdrutsch.

Die Erosion war so stark, dass sich das Aussehen des Strandes innerhalb von ein paar Tagen komplett verändert hat. 


Ich hatte bisher hier im Blog noch nichts dazu geschrieben, weil ich erst selbst hinwollte und mir einen eigenen Eindruck vor Ort machen und wir sind erst jetzt zu Ostern nach Reynisfjara gekommen.

Aber jetzt hat sich mein ältester Sohn bei mir beschwert. 

Sie hatten Termin bei einer Hochzeitsfotografin, haben dort Bilder gesehen, die die Fotografin von Hochzeitspaaren am schwarzen Strand aufgenommen hatte, und dann erfuhr mein Sohn von der Fotografin, dass es "dem Strand mit dem Warnschild" nicht gut ginge. Wieso hat er das nicht von mir erfahren, er liest doch regelmäßig meinen Blog..?

Ich muss zugeben, ganz Unrecht hat er nicht. Und ja - solche Hochzeits-Foto-Sessions, wie auch wir sie in der Vergangenheit regelmäßig beim Besuch von Reynisfjara gesehen und geknipst haben, sind aktuell nicht mehr möglich. Dieser Strandabschnitt ist nicht mehr da / erreichbar. Solche Fotos gehören derzeit der Vergangenheit an. 

Früher: Hochzeitsfotografen in Reynisfjara

Wie ist tatsächlich aktuell die Lage in Reynisfjara?

In den Medien wurde darüber berichtet, dass der "berühmte schwarze Standstrand Reynisfjara ... ins Meer gespült worden" sei und nun "nicht mehr begehbar". In den sozialen Medien schwankte die Bandbreite zwischen "RIP - Black Sand Beach, Iceland" bis zu "na ja, kommt halt vor, der Sand wird schon wiederkommen".  

Tatsächlich hat sich das Aussehen des Strandes innerhalb weniger Tage komplett verändert.


Hier habe ich mal zur Veranschaulichung ein paar Bilder von Reynisfjara im Laufe der letzten gut 20 Jahre zusammen gestellt: 

Sommer 2004

So wie hier auf diesem Bild haben mein Mann und ich den Strand von Reynisfjara zum ersten Mal gesehen, bei unserer allerersten Island-Reise 2004

Und so haben wir ihn im Laufe der folgenden Jahre dann auch erlebt:

Januar 2012

Sommer 2013

Das Bild hier ist vor einem Jahr entstanden, als wir über Ostern 2025 Besuch von einer befreundeten Familie hatten und ihnen ein bisschen von unserer Herzensinsel zeigen durften.


Und so sah es in Reynisfjara jetzt aus, als wir Ostern 2026 dort waren (neben der Höhle erkennt man ganz gut die Spuren des letzten Erdrutschts):

April 2026

Bei der Land-Erosion in Reynisfjara wurde in ganz erheblichem Umfang Sand vom Meer abgetragen. 

Das hier ist ein Satellitenbild, auf dem die Veränderung der Strandlinie in Reynisfjara von 1980 bis zum 7. Februar 2026 eingezeichnet ist. Der Geologe vom Katla-Geopark, der die Erosion am 11. Februar 2026 vermessen hat, kam zu dem Ergebnis, dass sich die Küstenlinie teilweise bis zu 50 - 60 Meter ins Land hinein verlagert hat. 

Quelle: mbl.is

Die Verschiebung der Küstenlinie hat auch dazu geführt, dass der hintere Strandbereich, d.h. der Bereich hinter der Ecke der vorderen Höhle, derzeit nicht mehr erreichbar ist. 

Zur Verdeutlichung habe ich hier noch mal einen Ausschnitt aus der Karte:

Derzeit reicht das Meer, auch bei ruhigem Wasser, mindestens bis zur Ecke der vorderen Höhle. Die Basaltsäulen, um die man früher bei ruhiger See herumgehen konnte, stehen heute zum Teil dauerhaft unter Wasser. Man KANN diesen Strandabschnitt also gar nicht mehr erreichen. 

Zudem ist auf dem Satellitenbild eingezeichnet, dass der Sand auch in diesem Bereich in großem Umfang vom Meer abgetragen wurde und das Meer jetzt teilweise direkt bis an die Basaltsäulen reicht. 

Ausschnitt

Der ganze Bereich hier rund um die Basaltsäulen steht jetzt dauerhaft unter Wasser. 


Und auch dieser lange, breite schwarze Sandstrand von den Basaltsäulen vorne bis zu den Felsnadeln im Hintergrund ist offenbar zum Großteil vom Meer abgetragen bzw. unter Wasser.


Eine solche traumhafte Sicht, wie man sie hier früher vom hinteren Strandabschnitt direkt auf die Felsennadeln vor Vík hatte, gehört - zumindest im Moment - definitiv der Vergangenheit hat. Das geht heute nicht mehr, dieser Strandabschnitt ist nicht mehr erreichbar bzw. der Sand wurde wohl zum großen Teil vom Meer abgetragen.


Die hintere Höhle, in die man früher bei ruhigem Wasser gehen konnte, ist jetzt vom Meer abgeschnitten. Aktuelle Bilder von Wissenschaftlern von der Höhle habe ich nicht gesehen, ich habe also keine Ahnung, wie es hier derzeit aussieht.


Solche Bilder wie dieses hier von Mann und Kindern vom Sommer 2015 sind heute nicht mehr möglich. Die Basaltsäulen, auf die man früher - wie hier bei ruhigem Wetter - klettern konnte und wo sich fast jeder fotografieren lassen wollte, gehören der Vergangenheit an. Man kommt nicht mehr hin, weil der Zugang dauerhaft vom Meer abgeschnitten ist, und selbst wenn man hinkäme, könnte man wohl nicht mehr darauf klettern, weil das Meer das Gestein weiter ausgegraben hat und die Säulen jetzt erst in ca. 2 Metern Höhe anfangen. 


All das hier am hinteren Strandabschnitt ist im Moment Vergangenheit...


Aber auch im vorderen Bereich, der noch erreichbar ist, hat es große Veränderungen gegeben.

Viel Sand wurde vom Meer abgetragen, die betonierte Aussichtsplattform wurde untergraben und ist zum größten Teil eingestürzt, eines der Schilder wurde zerstört, das zweite schwer beschädigt und mittlerweile entfernt. 

So wie hier auf dem Foto sah die Aussichtsplattform im Oktober 2025 aus. Hier stehen die beiden Warnschilder mit der Ampel auf der Plattform, im Hintergrund erkennt man das Tor, das bei geschlossen wurde, wenn die Situation zu gefährlich war und die Ampel auf "rot" stand. 


Und hier ist noch der Blick im Oktober 2025 vom Strand.


Und zum Vergleich ein Bild vom Morgunblaðið vom 24.02.2026, auf dem man noch die Reste des Tores und der Mast der Kamera erkennen kann. 

Quelle: mbl.is/Jónas Erlendsson

Mittlerweile haben die Landbesitzer die Reste vom Tor abbauen lassen und den Zugang zum Strand an dieser Stelle gesperrt. 


Das ist allerdings auch aus Sicherheitsgründen nötig, denn das Meer hat so viel Sand abgetragen, dass der Strand direkt hinter den übriggebliebenen Resten der Plattform jetzt knapp 2 Meter tiefer liegt als früher. 


Auch an den Basaltsäulen kann man gut sehen, dass der Strand jetzt deutlich tiefer liegt und die Säulen viel weiter freiliegen. 

So erkennt man hier auf dem Bild von 2022, dass die Basaltsäulen damals bis zur Strandoberfläche glatt durchgingen. 


Aber seit Februar 2026 liegt das Gestein viel weiter frei und die Veränderung ist deutlich sichtbar.


Diese beiden Bilder sind aus einer ähnlichen Perspektive aufgenommen. Auf dem Bild links (vom Januar 2012) steht mein Mann auf Höhe der eingezeichneten Basaltformation. Auf dem rechten Bild ist dieselbe Markierung auf derselben Basaltformation zu sehen - aber jetzt liegt diese Stelle etwa 2 Meter oberhalb der aktuellen Strandoberfläche.


Außer dem Sand wurden auch die großen, tonnenschweren Steine wie kleine Kiesel vom Meer weggeschwemmt. 


Die Landbesitzer haben mittlerweile einen Wall aus Steinen und Erde rund um den Parkplatz anlegen lassen (hier im Hintergrund hinter den Autos vielleicht ein bisschen zu erkennen, zumindest an der Leuten auf dem Wall), um bei der nächsten großen Flut nach Möglichkeit die Infrastruktur zu schützen, d.h. den Parkplatz und das Restaurant. 


Hier steht mein Mann auf dem Wall und macht noch ein paar letzte Fotos vom veränderten Strand. 


Derselbe Strand, derselbe Mann - nur mit gut 14 Jahren Unterschied von Januar 2012 bis April 2026. (So deutlich ist hier der Unterschied auf den ersten Blick nicht zu erkennen, aber das obere Bild war bei Flut, das untere bei Ebbe.)


Reynisfjara hat sich definitiv massiv verändert

Dieses Gefühl der Weite an dem scheinbar endlosen schwarzen Strand fehlt (mir) jetzt ein bisschen. Und die Basaltsäulen, auf denen früher immer wieder die Menschen geklettert sind, sind (zumindest aktuell) nicht mehr erreichbar. Vielleicht hat das aber auch den Vorteil, dass jetzt weniger Menschen versuchen über die Felsen zu klettern oder zu nahe ans Meer herangehen und so in Gefahr geraten...? 

Selbst an ruhigen Tagen donnern jetzt hier die Wellen ordentlich an die Basaltsäulen neben der Höhle und das Meer ist sichtlich "nicht harmlos".

Auch wenn Reynisfjara jetzt nach der Erosion vom Februar 2026 deutlich verändert ist - ein gefährlicher Ort und gleichzeitig ein wunderschöner Platz und ein schöner schwarzer Strand ist es immer noch!    

Ostern 2026


Samstag, 18. April 2026

Skyrskál með jarðarberjum

Erdbeer-Skyr-Bowl


Am Wochenende mache ich gerne zum Frühstück für alle skyrskálar - oder, um es ein bisschen stylisch zu formulieren, Skyr-Bowls. 

Das geht schnell, ist unkompliziert und man braucht nur einen funktionierenden Mixer, frischen Skyr, Obst nach Geschmack und Belieben und vielleicht noch ein bisschen Honig, Ahornsirup o.ä. und Müsli.

Dabei verwende ich gerne tiefgekühltes und/oder gefriergetrocknetes Obst, Apfelmark etc. - das habe ich alles auf Vorrat da und kann die Mengen dann problemlos anpassen, je nachdem, wie viele von der Familie beim Frühstück mit dabei sind.

Ich habe auch verschiedene Müsli-Sorten vorrätig, das kann ich dann auch nach Belieben variieren und anpassen. Für die Erdbeer-Skyr-Bowl hier habe ich z.B. Erdbeer-Joghurt-Müsli mit weißen Schokoladenstückchen verwendet. 


Zutaten für 4 Portionen

800 g Vanille-Skyr
250 g tiefgefrorene Erdbeeren
20 g gefriergetrocknete Erdbeeren
2 Bananen oder 200 g Apfelmark
3 - 4 EL Honig

4 - 8 EL Müsli
8 gefriergetrocknete Erdbeer-Scheiben


Zubereitung

Den Vanille-Skyr mit den tiefgefrorenen Erdbeeren, der gefriergetrockneten Erdbeeren und den Bananen / dem Apfelmark und dem Honig in den Mixer geben und alles zu einer einheitlichen Masse pürieren.

Die Skyr-Masse gleichmäßig in die Schälchen aufteilen, noch mit jeweils 1 - 2 EL Müsli und 1 - 2 gefriergetrockneten Erdbeer-Scheiben dekorieren und direkt servieren.


Ich wünsche Euch einen guten Start in den Tag!