Dienstag, 21. August 2018

Ferskt sumarsalat

Frischer Sommersalat


Wir waren ja im Island-Urlaub in einem Lokal in Dalvík ("Gísli Eiríkur Helgi"), wo es als Vorspeise zur Suppe einen sehr leckeren Salat gab, mit Kokosraspeln und Walnüssen. Als ich dann ein isländisches Rezept für einen frischen Sommersalat fand, habe ich dieses Rezept mit meinen Erinnerungen ein wenig vermischt und daraus ist dann der Salat hier entstanden.


Zutaten

1 Packung Löwenzahn-Salat
1 - 2 gelbe Paprika
1 Gurke
250 g Cocktail-Tomaten
1 kleine Dose Pfirsiche
1 Packung kleine Mozzarella-Kugeln
1 EL Balsamico-Essig
2 EL Sonnenblumenöl
1 Prise Salz und Pfeffer
Walnusskerne
Kokosflocken


Zubereitung

Den Löwenzahn (alternativ: Rucola) waschen und in eine große Schüssel geben.


Die Paprika waschen, putzen und in dünne Streifen schneiden.


Die Gurke waschen, schälen und in dünne Scheiben hobeln.


Die Tomaten waschen und halbieren.


Die Dosenpfirsiche gut abtropfen lassen und klein schneiden.


Die Mozzarella-Kugeln halbieren.

Paprika, Gurke, Tomaten, Pfirsiche und Mozzarella zum Salat in die Schüssel geben und gut vermischen.


Essig, Öl und Salz und Pfeffer verrühren und den Salat damit abschmecken.


Die gehackten Walnusskerne und die Kokosflocken über den Salat streuen und direkt servieren.


Guten Appetit!



Freitag, 17. August 2018

Marengsbomba

Baiser-Bombe


Die Isländer lieben ja Baiser, da findet man oft solche Baiser-Bomben wie diese hier im Café oder auf Kuchenbüfetts oder der häuslichen Kaffeetafel. Da eine Leserin mich nach einem entsprechenden Rezept gefragt hat, bin ich natürlich auf die Suche gegangen und habe ein bisschen rumprobiert. Schmeckt sehr gut, hat aber schon was von "Zuckerschock". (Die ganze Torte hat übrigens etwa 4.700 kcal, also bei 10 - 12 Stücken ungefähr 400 bis 470 kcal pro Stück bzw. ungefähr 40 g reinen Zucker pro Stück - schon süß.) Außerdem lässt diese Torte sich ein bisschen schwer schneiden - deshalb gibt es auch keine Foto vom Anschnitt. Ich wünsche trotzdem guten Appetit!


Zutaten

6 Eiweiß
250 g brauner Zucker
ca. 350 g Cornflakes

250 ml Schlagsahne
200 g Nóa Kropp o.ä.
(= Puffreiskugeln mit Schokomatel)

50 g Butter
50 g brauner Zucker
2 EL Schlagsahne
1 Prise Salz


Zubereitung

Das Eiweiß steifschlagen...


...und den Zucker portionsweise hinzu geben.


Die Cornflakes vorsichtig unterrühren.


Aus Backpapier zwei Kreise ausschneiden (Durchmesser ca. 22 cm).


Die Kreise auf ein oder zwei Backbleche legen, die Baisermasse gleichmäßig auf beiden Kreisen verteilen und glattstreichen.


Bei 130° Ober-Unter-Hitze ca. 50 Minuten lang backen.


Anschließend den Ofen ausstellen und die Baiserböden im Ofen auskühlen lassen.


Wenn die Baiser-Böden ausgekühlt sind, kann man die Füllung vorbereiten:

Zuerst die Sahne steifschlagen und dann die Puff-Reis-Kugeln vorsichtig unterrühren.



Den ersten Baiserboden dann auf die Kuchenplatte legen und die Creme darauf verteilen und glattstreichen.


Dann den zweiten Baiserboden vorsichtig darauf setzen.


Für das Salz-Karamell die Butter und den Zucker in einen kleinen Topf geben und bei niedriger Temperatur und ständigem Rühren langsam schmelzen lassen.

Die Sahne hinzugeben und alles kurz aufkochen lassen, dabei ständig rühren, damit nichts anbrennt.

Den Topf vom Herd nehmen und das Meersalz nach Geschmack hinzufügen.


Das Salz-Karamell vollständig abkühlen lassen und dann vorsichtig über den oberen Baiser-Boden gießen / verteilen.


Gut gekühlt servieren.




Dienstag, 14. August 2018

Appelsínuís

Orangeneis


Bei dem heißen Wetter der letzten Wochen war mir einfach nach Eis, möglichst fruchtig und ein bisschen säuerlich - da bot sich dieses Orangeneis mit Sauermilch einfach ideal an! Und die Isländer lieben ja sowieso Eis in praktisch jeder Lebenslage...

Aktuell geht ja die Temperatur bei uns, aber zum Wochenende soll es ja schon wieder heiß werden in Deutschland.


Zutaten

250 ml Wasser
100 g brauner Zucker
1 Prise gemahlene Vanille
2 Bio-Orangen
500 ml Sauermilch


Zubereitung

Die Orangenschale vorsichtig abraspeln und die Orangen auspressen.


In einem Topf das Wasser mit dem Zucker, der gemahlenen Vanille und den geraspelten Orangenschalen erhitzen. Den Orangensaft dazu gießen und alles kurz aufkochen lassen, dabei ständig rühren, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat.


Den Topf dann vom Herd nehmen und gut auskühlen lassen.


Die ausgekühlte Mischung dann mit der Sauermilch verrühren, …


...in die Eismaschine geben und mind. 2 Stunden lang gefrieren lassen. (Alternativ kann man die Masse auch in eine geeignete Form geben und im Tiefkühl unter gelegentlichem Umrühren gefrieren lassen.)


Eiskalt servieren und genießen!






Samstag, 11. August 2018

Lakkríshringur

Lakritz-Ringe


Wenn das Leben Dir Lakritz-Mandeln schenkt - back Donuts damit!

Zutaten

125 g Mehl
100 g Zucker
1/2 TL Natron
1 TL Zimt
1 Prise gemahlene Vanille
1 großes Ei
50 g Rapsöl
50 g Sauermilch
2 große Bannen
60 g Lakritz-Mandeln

Öl für die Donut-Backform

1 EL geschmolzene Butter
100 g Ahornsirup
120 g Puderzucker
1/2 TL Zimt
1 Prise gemahlene Vanille
40 g Lakritz-Mandeln


Zubereitung

Den Backofen auf 220° Ober-Unter-Hitze vorheizen.

Zuerst das Mehl mit dem Zucker, dem Natron, dem Zimt und der gemahlenen Vanille verrühren.


Dann das Ei, das Öl und die Sauermilch unterrühren.


Die Bananen gründlich zermatschen...


...und ebenfalls unter den Teig ziehen.


Zum Schluss noch die Lakritz-Mandeln für den Teig mahlen...


...und kurz unter den Teig rühren.


Eine Backform für Donuts o.ä. gut einfetten.

Den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen...


...und im vorgeheizten Backofen bei 220° Ober-Unter-Hitze ca. 8 Minuten lang backen (Stäbchenprobe!).


Das Backblech dann aus dem Ofen nehmen, erst einmal sehr gut abkühlen lassen und dann vorsichtig die Ringe aus der Form lösen.


Für die Glasur...


...zuerst die restlichen Lakritz-Mandeln klein hacken.


Dann die geschmolzene Butter mit dem Ahornsirup, dem Puderzucker, dem Zimt und der gemahlenen Vanille verrühren, …


...auf die Donuts streichen und dann direkt mit den gehackten Mandeln bestreuen.


Die Glasur im Kühlschrank fest werden lassen und dann servieren.




Mittwoch, 8. August 2018

Gísli Eiríkur Helgi - Kaffihús Bakkabræðra in Dalvík

Das Kaffeehaus der Bakki-Brüder 


Kann Spuren von Werbung enthalten.*

Als wir jetzt im Juli 2018 mit unseren Söhnen im Urlaub in Island waren, hatten wir auch 4 Tage für Akureyri und Umgebung eingeplant - und einen Abend hatten wir eine Einladung nach Dalvík, in ein Lokal, das mir bei Instagram vor allem durch seine schönen Kuchen-Bilder aufgefallen war. 

Als wir das erste Mal davor standen, guckten wir uns ja etwas zweifelnd an - von außen wirkte es zuerst doch etwas bescheiden und dunkel. Aber wir hatten ja eine Einladung von Heiða und Bjarni, den Eheleute, die hier seit 2013 das Gasthaus betreiben, und die Kuchen-Bilder auf Instagram hatten mich wirklich angelacht. Also rein mit uns!


Gísli Eiríkur Helgi - Kaffihús Bakkabræðra 


Von innen machte es gleich einen ganz anderen Eindruck und sah sehr interessant und gemütlich aus.


Vor dem Essen haben wir noch einen kleinen Rundgang durch die Gasträume in dem Haus gemacht, zuerst unten vorne... 


...dann das Hinterzimmer...


...und schließlich über die Treppe in die oberen Räume.



Ich liebe die Details in der Ausstattung, ganz besonders die schönen wollenen Unterhosen haben es mir angetan!


Die Auswahl beim warmen Essen ist überschaubar: Es gibt Fischsuppe. Von 12 bis 22 Uhr. Mit selbstgebackenem Brot und vorweg einem Teller Salat. Und einem Kaffee danach.


Der Salat war richtig lecker, mit Walnusskernen und langen Kokosraspeln darüber, was das Ganze noch mal interessanter machte. Dazu gab es auch einem Tablett Balsamico-Essig und Öl sowie Salz und Pfeffer, so dass wir uns den Salat direkt am Tisch nach Geschmack würzen konnten. 


Die beiden hausgemachten Brotsorten, die mit Kaldi-Bier, dem Bier der lokalen Mikrobrauerei in Árskógssandor (ca. 10 km von Dalvík entfernt), gebacken werden, mit Butter und Kräutern waren auch richtig lecker.


Die Fischsuppe war einfach nur ein Gedicht! Es war keine ganz klassische Fischsuppe, neben Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln und Paprika und Sahne waren auch noch Frucht-Stücke in der Suppe und sie roch eindeutig nach Kokosmilch und würzigen Kräutern. Auf jeden Fall hatte sie ihre ganz eigene, spezielle Note und schmeckt wirklich richtig lecker! 

Wir hatten jeder einen großen Teller voll, so voll, dass es fast überschwappte, und da der Tisch irgendwie ein bisschen schief war, hatte ich ein bisschen Probleme, das Ganze fürs Foto so zu drehen, dass mir die gute Suppe nicht aus der Suppenschüssel lief. Überhaupt, die Teller - gefühlt gab es keine zwei gleichen Teller, aber alle jeweils die gleiche Art, so dass sie "miteinander sprachen" - und dazu die alten Buchseiten, die als Dekoration auf jedem Tisch lagen - wirklich so richtig heimelig und gemütlich!


Nach dem Essen gab es dann noch Kaffee - auch wieder so liebevoll und altmodisch und serviert mit einem Milchkännchen und einem Zuckertöpfchen auf einem speziellen Kaffee-Tablett. Richtig schön! (Ich kam mir fast vor wie früher im Salon meiner Großtante.)


Eigentlich ist das Lokal ja ein Kaffihús, also ein Kaffeehaus. Daher gibt es dort auch eine sehr schöne Auswahl an Kuchen und Gebäck auf der Theke und in der großen Vitrine.



Ich konnte (und wollte) nicht widerstehen und habe zum Nachtisch noch ein Stück Kuchen ausprobiert - auf Empfehlung des Hauses Käsekuchen mit Beeren und Erdnüssen. Dazu noch Schokolade auf dem Boden... ein absolutes Gedicht! (Notiz an mich selber: Ich muss mich unbedingt mal mit Käsekuchen mit Erdnüssen beschäftigen!)


Nach dem guten Essen waren wir wirklich sehr satt und sehr zufrieden.


Aber dann kam noch ein weiterer Höhepunkt - Bjarni, der Besitzer, nahm uns mit zu einem Rundgang in sein Theater. 

Nein, das ist nicht Bjarni, das ist eine Holzfigur von Ólafur Grímsson,
dem letzten isländischen Präsidenten (1996 - 2016)

In dem Gebäude neben dem Gasthaus von Heiða und Bjarni war früher das Kino des Ortes. Die Gemeinde hat dann das Gebäude von außen renoviert und Bjarni und Heiða haben sich um das Innenleben gekümmert und den Zuschauerraum mit Tischen und Stühlen im vorderen Bereich noch gemütlicher gemacht. 


An dem Abend, als wir da waren, spielte um 21 Uhr noch Góss. (Wir konnten allerdings nicht zum Konzert bleiben, wir mussten ja wieder zurück nach Akureyri.)


Die Band von Sigríður Thorlacius, Sigurður Guðmundsson und Guðmundur Óskar hat ein relativ breites Spektrum und ist in Island sehr beliebt. (Drei Tage vorher hatte die Band übrigens im Vagninn in Flateyri gespielt und an den Folgetagen in dem "Grünen Hut" (= græni hatturinn) in Akureyri.


Während wir uns noch den alten Kinosaal anschauten, steckte Bjarni plötzlich seinen Kopf aus der Luke zu dem Raum, in dem früher der Filmprojektor lief, und erzählte uns voller Begeisterung ganz viele Einzelheiten von seinem Herzensprojekt. Das Kino war vorher längere Zeit nicht in Betrieb, erzählte Bjarni - im Filmprojektor lag noch ein alter Film, als sie die Räumlichkeiten übernahmen. Allerdings weiß sowieso niemand mehr, wie man den alten Projektor bedienen könnte.


Heute werden hier regelmäßig Kunstevents veranstaltet, und auch die Spiele der Fußball-WM gezeigt. Besonders bei den Island-Spielen und beim Finale war die Stimmung genial, erzählte uns Bjarni.


Hinterher haben wir dann auch noch gelernt, was es mit den "Bakkabræður" auf sich hat - den drei Gestalten, die dem Lokal seinen Namen gegeben haben. 

Die "Bakkabræður" waren die Bakki-Brüder, also die Brüder aus Bakki. Sie stammten aus dem Ort Bakki - wahrscheinlich ist damit Bakki im Svarfaðardalur gemeint. Dieses Tal gehört heute zur Gemeinde Dalvíkbyggð. Die Brüder hießen Gísli, Eiríkur und Helgi und auch wenn niemand weiß, wann sie lebten oder wie ihre Eltern hießen, gehören sie zu den bekanntesten Figuren der isländischen Volksgeschichten. Es gibt zahlreiche Kurz-Geschichten über die Bakka-Brüder, die wohl alle drei eine Art "Dorftrottel" waren.


Nach einem letzten kleinen Spaziergang durch Dalvík mussten wir dann wieder zurück nach Akureyri fahren. 



Falls Ihr Gelegenheit habt, im August nach Dalvík zu kommen: Am ersten oder zweiten Samstag im August findet in Dalvík immer der "Große Fischtag" statt, der "fiskudagurinn mikli". Bjarni hatte uns noch von dem Volksfest vorgeschwärmt: Es gibt überall Fischgerichte, der längste Grill wird aufgebaut (meist mit 20 Gasbrennern und 12 Grillstationen), außerdem gibt es Ausstellungen, Schiffsausflüge, Kunst, Musik- und Show-Darbietungen,... Dieses Jahr findet der "Große Fischtag" am 9. - 12. August 2018 statt.


Im Überblick:

Geöffnet ist von 10 bis 23 Uhr, von 12 bis 22 Uhr gibt es Suppe.

Die Suppe mit Salat und Brot kostet tagsüber bei Selbstbedienung (inkl. einen Nachschlag) etwa 2.200 ISK (Stand Juli 2018 - umgerechnet knapp 18 €), abends dann mit Bedienung und Kaffee danach 2.800 ISK (rd. 22,80 €). 


* Rechtlicher Hinweis: 

Es handelt sich hierbei formal gesehen um Werbung, da wir zum Essen eingeladen wurden. Wir waren aber nur in Restaurants und Lokalen, von denen wir vorher Gutes gehört hatten und die wir - aus den verschiedensten Gründen - spannend fanden. Insoweit waren wir auch ehrlich begeistert und wenn wir in Lobeshymnen ausbrechen, sind die wirklich ernst gemeint.