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Samstag, 22. November 2025

Cappuccino Skyrskál

Cappuccino-Skyr-Schale 


Kind 3 lebt jetzt schon seit rund 3 Monaten als Vegetarier, wobei er teilweise für Milchprodukte auch vegane Alternativen nutzt. 

Da finde ich, kann ich ihm zum gemütlichen Frühstück am Wochenende mit der gesammelten Familie schlecht Rühreier mit Speck und Würstchen vorsetzen - also gab es heute mal für alle eine (veganisierte) Skyr-Bowl, genau genommen eine Cappuccino-Skyr-Bowl mit Skyr-Alternative, gefrorenem Obst, Bananen und einem schönen Schuss Kaffee zum Wachwerden! 


Zutaten für 4 Portionen

800 g Vanille-Skyr
2 Bananen
300 g gefrorene Mango
200 g gefrorene Ananas
2 EL Honig
100 dl kalter starker Kaffee
200 ml Mandelmilch

8 EL Granola 
100 g gemischte Beeren
Erdbeer-Sauce


Zubereitung

In jede Schüssel 200 g Skyr geben.


Die Zutaten für die Zwischen-Schicht in einen Mixer geben...


... und pürieren, anschließend auf dem Skyr verteilen.

Noch jeweils 2 EL Granola und ca. 25 g Beeren auf die Frucht-Masse geben und mit der Erdbeer-Sauce garnieren.


Direkt servieren und genießen!

In diesem Sinne - einen schönen guten Morgen und einen guten Start in den Tag! 




Samstag, 16. Juli 2022

Uppáhaldskanilsnúðar mínir

Meine Lieblings-Zimtschnecken


Kennt Ihr das auch, dass sich manche Rezepte im Laufe der Zeit irgendwie verändern..? Ich habe in meinem Leben schon viele verschiedene isländische Zimtschnecken-Rezepte ausprobiert, aber irgendwie bin ich doch wieder an einen Grundrezept hängen geblieben, das ich (gefühlt) schon seit bestimmt 15 Jahre zu jedem Schul- oder Kindergartenfest backe, zu dem ich etwas mitbringen muss - und zu Geburtstagen im Familienkreis sowieso. Zimtschnecken gehen immer! 

Aber auch dieses Grundrezept hat im Laufe der letzten 10 Jahre manche Änderungen erfahren, manches habe ich aus anderen Zimtschnecken-Rezepten aufgeschnappt und übernommen. Zudem backe ich gerade für Feste immer öfter vegan, einfach weil das die meisten essen können - und hier finde ich gerade die vegane Version geschmacklich perfekt!

Ursprünglich war das Rezept mal mit Weizenmehl und Milch. Das Weizenmehl habe ich recht schnell durch Dinkelmehl ersetzt. Statt Milch von der Kuh nehme ich mittlerweile (nachdem ich erst Hafermilch, dann Mandelmilch und schließlich Mandel-Vanille-Milch verwendet habe) Vanille-Milch auf Soja-Basis. Und im Vergleich zum ursprünglichen Grundrezept ist hier mehr geschmolzene Margarine dran, damit wird der Teig einfach viel geschmeidiger, lässt sich leichter verarbeiten und wird beim Backen auch herrlich knusprig. 


Diese Zimtschnecken hier habe ich diese Woche für die Schulklasse von Kind 4 gebacken - und sie sind richtig gut bei allen angekommen. Einen Teil haben wir für den Rest der Familie zurückbehalten - und besonders Kind 2 und seine Freundin haben wirklich in allerhöchsten Tönen von dieser Zimtschnecken-Version geschwärmt. 


Zutaten

850 g Dinkelmehl (Typ 650)
1/2 TL Salz
150 g brauner Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
500 ml lauwarme Vanille-Soja-Milch
180 g geschmolzene Margarine

80 g brauner Zucker
20 g Zimt
1/2 TL Kardamom


Zubereitung

In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Salz, dem braunen Zucker und der Trockenhefe verrühren. 

Zuerst die lauwarme Vanille-Milch unterrühren und dann noch die geschmolzene Margarine in den Teig kneten. 

Den Teig dann zugedeckt mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. 

Den Backofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen.

In einer kleinen Schüssel den Zucker mit dem Zimt und dem Kardamom vermischen.

Den Hefeteig dann in drei Portionen aufteilen und jeweils zwischen zwei Blättern Backpapier schön dünn ausrollen (rechteckig, ca. 25 x 40 cm).

Jeweils 1/3 der Zucker-Zimt-Kardamom-Mischung auf dem ausgerollten Teig verteilen und den Teig dann über die lange Seite vorsichtig aufrollen.

Die Rolle dann mit einem scharfen Messer in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.

Die Zimtschnecken dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 180° Ober-Unter-Hitze ca. 10 - 15 Minuten lang backen, bis sie goldbraun geworden sind.

Ein bisschen auskühlen lassen und dann genießen!


P.S.: 

Ich backe meine Zimtschnecken gerne relativ klein, damit man sie neben anderem Kuchen noch nebenbei naschen kann, ohne gleich pappsatt zu sein. Oder auch mal mehr als eine Zimtschnecke essen kann. Die Backzeit ist natürlich von der Größe abhängig - meine kleinen Zimtschnecken hier brauchen ca. 10 Minuten im Backofen, größere eher 15 bis 20 Minuten oder sogar mehr (wobei es natürlich auch auf den Ofen ankommt). Also am besten mit 10 Minuten Backzeit anfangen und dann schauen, ob die Schnecken schon lecker gebräunt sind oder noch etwas mehr Zeit im Ofen vertragen können. 





Dienstag, 12. April 2022

Vegan kryddbrauð

Veganes Gewürzbrot 


Wenn es draußen nass und kalt und eklig ist - was gibt es dann besseres, als es sich zu Hause gemütlich zu machen, mit einem schönen Stück frischgebackenem Gewürzbrot, noch warm und mit Butter bzw. Margarine bestrichen..?!?

Viele isländische Familien backen ihr Gewürzbrot nach einem speziellen Familienrezept. Dieses Rezept hier ist eine vegane Version - und das Kryddbrauð schmeckt wirklich so gut wie es riecht!


Zutaten

180 g Mehl
100 g Haferflocken
4 TL Back-Kakao
1 TL gemahlener Ingwer
1 TL gemahlene Nelken
1 TL Zimt
2 TL Natron
175 g brauner Zucker
300 g Hafermilch 

1 TL Haferflocken zum Bestreuen


Zubereitung

Den Backofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen. 

Alle Zutaten in eine große Schüssel geben...


...und gründlich zu einem schönen Teig verrühren. 


Eine Kastenform einfetten oder mit Backpapier auslegen.

Den Teig in die Form gießen, noch mit 1 TL Haferflocken bestreuen...


...und im vorgeheizten Backofen im unteren Drittel bei 180° Ober-Unter-Hitze ca. 50 Minuten lang backen (Stäbchenprobe!). 


Das Gewürzbrot etwas auskühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen.

Das Brot in Scheiben schneiden und noch mit Margarine bestreichen, wenn man mag.


Guten Appetit!





Sonntag, 10. April 2022

Vegan kleinur

Vegane Kleinur


Wenn ich hier typisch isländische Gericht in einer veganen Version vorstellen, gehört ein Gebäck natürlich unbedingt dazu - Kleinur

So ein Kleina ist ein kleines, in Fett ausgebackenes Teilchen, das wohl ursprünglich aus Dänemark stammt, das aber auf Island schon lange sehr verbreitet und beliebt ist. Auf Englisch werden die Kleinur hier oft als "Icelandic twisted donuts" bezeichnet. (Es heißt, früher sollen die Leute ihre Kleinur sogar gelegentlich in Fischöl frittiert haben, aber das hat sich auch auf Island nicht durchgesetzt - aus guten Gründen, wenn Ihr mich fragt!)

Traditionell werden Kleinur mit Milch, Skyr oder Sauermilch zubereitet, oft auch mit Ei dazu - diese vegane Variante ersetzt das Ei durch gemahlenen Leinsamen und Apfelessig, statt Milch / Skyr / Sauermilch habe ich Mandelmilch verwendet. 

Ich gebe zu, ein klein bisschen anders als "traditionelle" Kleinur schmeckt diese vegane Version schon, aber es kommt dem Gefühl der klassischen Kleinur schon nahe - und die veganen Kleinur sind wirklich ausgesprochen lecker!


Zutaten

1 EL gemahlene Leinsamen
50 ml Wasser
500 g kg Mehl
180 g braunen Zucker
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Hirschhornsalz
1 TL Zimt
1 Prise Ingwer
1 Prise Nelken
1/4 TL Kardamom
1 Prise gemahlene Vanille
50 g vegane Margarine
250 ml Pflanzenmilch
1 EL Apfelessig

1 kg Frittierfett

2 EL brauner Zucker
1 TL Zimt 


Zubereitung

Den Leinsamen mit dem Wasser verrühren und kurz stehen lassen. 


In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Zucker, dem Backpulver, dem Hirschhornsalz, Zimt, Ingwer, Nelken, Kardamom und gemahlener Vanille verrühren. 


Die Margarine in kleinen Flocken zu den trockenen Zutaten hinzufügen und verkneten. 


Anschließend die Leisamen-Mischung, die Mandelmilch und den Apfelessig ebenfalls mit in die Schüssel geben...


...und so lange gründlich verkneten, bis ein schön einheitlicher Teig entstanden ist. Ggf. noch ein bisschen Mehl hinzugeben, falls der Teig noch klebrig ist.



Das Fett in einem großen Topf erhitzen. 

Während das Fett heiß wird, den Teig portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick ausrollen und in Rauten schneiden. 


In jede Raute in der Mitte einen Schnitt machen und ein Ende durch das Loch ziehen, um den Teig zu "verzwirbeln". 

Wenn das Öl heiß genug ist (an einem Holzstäbchen, das man hinein hält, bilden sich direkt kleine Bläschen), jeweils etwa 5 - 6 Kleinur vorsichtig mit einem Löffel in das heiße Fett geben und von jeder Seite ca. 2 Minuten lang braten, bis die Kleinur außen angenehm gebräunt sind.


Anschließend die Kleinur aus dem Fett heben und ganz kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.


Ca. 2 EL braunen Zucker und einen TL Zimt in einem Suppenteller o.ä, vermischen und die frisch gebackenen Kleinur direkt nach dem Abtropfen in der Zuckerzimtmischung wälzen. 



Für mich das perfekte Grundnahrungsmittel auf Reisen auf Island! 





Dienstag, 5. April 2022

Flatbrauð

Isländisches Fladenbrot 


Und - habe ich hier nicht ganz tief in die Wikinger-Klischee-Kiste gegriffen..?!? Auch den kleinen Þór mit seinem Hammer Mjölnir habe ich mir nicht verkniffen. 

Aber im Grunde stimmt es schon - so ein Fladenbrot nur aus Mehl, Wasser und Meersalz haben die Menschen auf Island wohl schon seit der Landnahmezeit gegessen. Es ist also auch ein Rezept aus der Kategorie "immer schon vegan". Ich habe nur noch ein bisschen Backpulver zu dem Mehl hinzugegeben.

Das Brot wird traditionell immer noch direkt auf der heißen Herdplatte gebacken, selbstverständlich komplett ohne Fett. Aber bevor ich den Teig direkt auf mein Ceran-Kochfeld geklatscht hätte, habe ich doch lieber auf meine gute gusseiserne Pfanne zurückgegriffen.


Zutaten für ca. 10 Stück

200 g Weizenmehl
200 g Weizen-Vollkornmehl
200 g Roggenmehl
4 EL Backpulver
1 TL Salz
500 ml kochendes Wasser


Zubereitung

In einer großen Schüssel die verschiedenen Mehl-Sorten mit dem Backpulver und dem Salz vermischen.

Das kochende Wasser dazu gießen und alles zu einem glatten Teig verkneten. 

Den Teig gut verkneten und in 10 etwa gleich große Portionen aufteilen. 

Jede Portion zu einer kleinen Kugel formen, ggf. auf einer bemehlten Arbeitsfläche... 


...und dann kreisrund knapp 0,5 cm dick ausrollen. 


Die Teigfladen dann nacheinander ohne Fett in einer gusseisernen Pfanne backen.



Das fertige Flatbrauð dann direkt genießen oder in einem luftdichten Behälter aufbewahren, ein paar Tage halten sie sich.


Guten Appetit!






Samstag, 2. April 2022

Hjónabandssæla

Eheglück


Dieser Kuchen hat den schönen Namen "hjónabandssæla", also "Eheglück". Er wird mit Haferflocken und Rhabarbermarmelade gebacken und ist tatsächlich einer der beliebtesten Alltagskuchen auf Island - wohl auch, weil er so herrlich einfach zu backen ist! 

Es gibt viele verschiedene Rezepte für "Eheglück", teilweise mit Butter und Eiern - aber genauso auch mit Margarine und ohne Eier. Dieses hier ist tatsächlich ein traditionelles, unverändertes Rezept aus der Rubrik "immer schon vegan". 

Traditionell wird Eheglück mit Schlagsahne serviert (hier mit Schlagsahne auf Pflanzenbasis).


Zutaten

200 g weiche Margarine
180 g Haferflocken
180 g Mehl
100 g brauner Zucker
1 TL Natron
3 - 4 EL Rhabarber-Marmelade


Zubereitung 

Den Backofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen.

In einer Schüssel die weiche Margarine mit den Haferflocken, dem Mehl, dem braunen Zucker und dem Natron verkneten. 



Die Kuchenform mit Backpapier auslegen, gut die Hälfte des Teiges in die Form geben und festdrücken.


Mit der Rhabarber-Marmelade bestreichen. 


Den restlichen Teig zu Streuseln verkneten  und über die Rhabarber-Marmelade streuen.


Im vorgeheizten Backofen bei 180° Ober-Unter-Hitze auf dem mittleren Einschub ca. 25 bis 30 Minuten lang backen. 


Den fertigen Kuchen dann gut auskühlen lassen und traditionell mit Schlagsahne servieren (hier selbstverständlich mit pflanzlicher Schlagsahne). 






Sonntag, 27. März 2022

Kjötlaus kjötsúpa

Fleischlose Fleischsuppe


Kjötsúpa, Fleischsuppe, die traditionell mit Lammfleisch zubereitet wird, ist eines der bekanntesten Gerichte der isländischen Küche. 

Hier habe ich eine vegane Version von dieser Suppe gefunden, statt Lammfleisch mit Linsen.

Aber der Geschmack - der passt wirklich! 


Zutaten

1 Zwiebel
1 Stange Lauch
2 EL Rapsöl
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
300 g Karotten
1/2 Sellerieknolle 
150 g Kartoffeln
1/2 Kopf Weißkohl
150 g rote Linsen
6 EL Haferflocken
1 Würfel Gemüsebrühe (vegan)
2 l Wasser
2 - 3 Lorbeer-Blätter
1 TL grobes Meersalz
1 Bund Petersilie


Zubereitung

Das Öl in einem großen Topf erhitzen.

Die Zwiebel und den Lauch schälen, grob klein schneiden...


...und in dem heißen Öl anbraten. 

Mit dem Kreuzkümmel bestreuen und vorsichtig anrösten. 


Derweil die Karotten, die Sellerieknolle und die Kartoffeln schälen und kleinschneiden.


Karotten, Sellerie und Kartoffeln in den Topf geben. 


Den Weißkohl putzen, zerkleinern und in dünne Streifen schneiden, den Kohl dann ebenfalls in den Topf geben...


...ebenso die Linsen und den Würfel Gemüsebrühe. 


Noch die Haferflocken hinzugeben, mit 2 l heißem Wasser aufgießen, mit dem Salz würzen, die Lorbeer-Blätter hinzufügen und das Ganze ca. 3/4 Stunde kochen lassen. 


Anschließend die Lorbeer-Blätter entfernen.

Die Petersilie waschen, zupfen und klein schneiden und noch mit in die Suppe geben.


Die heiße Suppe dann nach Geschmack mit Roggenbrot und veganer Margarine servieren.