Montag, 10. Dezember 2018

Skyrkökur

Skyr-Kekse


Hier mal ein sehr einfaches Rezept für Skyr-Kekse, das geht so schnell, das kann man auch mal zwischendurch einschieben, wenn man eigentlich keine Zeit zum Backen hat - so wie ich im Moment.


Zutaten

1 Ei
380 g Mehl
140 g brauner Zucker
150 g reiner Skyr
250 g weiche Butter
1 Prise gemahlene Vanille

1 EL brauner Zucker zum Bestreuen


Zubereitung

Den Backofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen.

Das Ei trennen; das Eigelb zum Bestreichen der Kekse später zur Seite stelle.

Das Eiweiß mit dem Mehl, dem Zucker, dem Skyr, der Butter und der gemahlenen Vanille in eine große Schüssel geben...


...und zu einem schönen einheitlichen Teig verkneten.


Den Teig dann portionsweise einigermaßen dünn ausrollen (max. 0,5 cm), mit einem Schneidrad oder einem Messer in kleine Quadrate schneiden (ca. 2 x 2 cm).


Die Kekse dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit dem Eigelb bepinseln und mit ein bisschen braunem Zucker bestreuen.


Im vorgeheizten Backofen 180° Ober-Unter-Hitze etwa 15 Minuten lang backen,...


...bis die Kekse schön goldgelb geworden sind.


Gut auskühlen lassen, vorsichtig vom Backpapier lösen - und dann guten Appetit!

Irgendwie waren hier die meisten Kekse schon weggefuttert, bevor sie in den Keksdosen für Weihnachten landen konnten. Ich muss nochmal ran...



Jólabókaflóðið

Die Weihnachtsbücherflut


(Ist das jetzt schon Werbung, weil ich meine Lieblings-Kochbücher und eine selbstgekaufte Schokolade fürs Bild fotografiert habe..? Die Schokolade müssen wir aber noch probieren, dazu kann ich noch nichts sagen!)

Auf jeden Fall ist Island ein Land der Bücherleser und der Bücherschreiber - jeder Isländer kauft (und liest!) im Schnitt im Jahr wenigstens 8 Bücher, und sehr viele Isländer schreiben auch selbst Bücher, oft auch im Selbstverlag. Es ist ganz normal, zu einer Einladung im Bekanntenkreis sein Buch mitzunehmen und zu verschenken - und im Zweifelsfall bekommt man dafür ein Buch, dass der Gastgeber geschrieben und herausgegeben hat.

Pro Jahr erscheinen in Island 800 bis 1.000 neue Bücher, bei einer durchschnittlichen Auflage von rd. 1.000 Exemplaren pro Buch - bei gut 350.000 Einwohnern und rund 125.000 Haushalten im Land.

Die meisten Bücher erscheinen in Island in den beiden Monaten vor der Weihnachtszeit, im Oktober und November. Der Verband der isländischen Verleger gibt jährlich einen Katalog aller Neuerscheinungen heraus ("Bókatíðindi"), der kostenlos allen Haushalten zugeschickt wird. Vermutlich in der berechtigten Hoffnung, den einen oder anderen in Sachen Weihnachtsgeschenke und Weihnachtswünsche auf Ideen zu bringen.

Buchladen in Ísafjörður

Der Brauch, zu Island vor allem Bücher zu verschenken, geht übrigens auf die Zeit des 2. Weltkriegs zurück - damals war Island besetzt, es gab kaum noch Importe in das Land, wenn überhaupt. In dieser Zeit machten die Isländer - typisch isländisch - aus der Not eine Tugend und die heimische Buchproduktion nahm beachtliche Ausmaße an. Wenn man ein Weihnachtsgeschenk machen wollte, verschenkte man eben ein isländisches Buch.

Hieraus entwickelte sich dann der Brauch, zu Weihnachten nicht nur Bücher zu verschenken, sondern sie auch direkt zu lesen. Und so verbringen viele Isländer den 1. Weihnachtsfeiertag traditionell gemütlich zu Hause, am besten im Schlafanzug, lesen ihre neuen Bücher und essen dabei die Schokolade, die sie auch noch geschenkt bekommen haben. So ist auch für reichlich Gesprächsstoff gesorgt und man kann sich vielleicht den weihnachtlichen Familienkrach sparen.


Als "Jólabókaflóð" wird, genau genommen, eigentlich die Schwemme der Neuerscheinungen auf dem isländischen Weihnachtsmarkt in der Zeit vor Weihnachten bezeichnet. Oft wird der Begriff aber auch für die Flut der Bücher als Weihnachtsgeschenke verwendet.

In diesem Sinne - kauft Bücher, schreibt Bücher, verschenkt Bücher und macht es Euch damit über Weihnachten gemütlich!






Samstag, 8. Dezember 2018

Jólabrauð

Weihnachtsbrot


Dieses Rezept für ein Weihnachtsbrot stammt aus einem 160 Jahre alten isländischen Kochbuch, und ich habe ein bisschen herumprobiert, damit es auch unter heutigen Bedingungen in einem elektrischen Backofen möglichst problemlos und lecker funktioniert.

Der Teig ist kein klassisches Brot, sondern hat eher die Konsistenz eines Hefezopfs. Und es war wirklich ordentlich aufgegangen und ziemlich viel Weihnachtsbrot geworden!


Zutaten

240 ml Milch
240 g Butter
240 g weißer Zucker
4 Eier
3 EL Trockenhefe
600 g Mehl

2 EL Rosinen
2 EL gehackte Mandeln
2 TL Zitronat
1 TL geriebene Orangenschale
1 TL Kardamon

1 Eigelb


Zubereitung 

In einem großen Topf die Milch langsam erwärmen, die Butter und den Zucker hinzugeben...


...und bei niedriger Hitze und regelmäßigem Rühren schmelzen lassen.


Den Topf vom Herd nehmen.

Erst die Eier, …


...dann die Trockenhefe und das Mehl hinzufügen...


...und alles zu einem glatten Teig verrühren.


Abgedeckt eine Stunde lang stehen und gehen lassen.

Nach dem Gehen die Konsistenz vom Teig prüfen. ggf. noch etwas Mehl hinzufügen, falls der Teig noch zu klebrig ist.

Anschließend die Rosinen, die gehackten Mandeln, das Zitronat, die geriebene Orangenschale und den Kardomom zum Teig hinzufügen und unterkneten.


Der Teig kann dann nach Belieben geformt werden, z.B. ganz klassisch in drei Teile geteilt, in Stränge formen und daraus einen Zopf formen. Den Zopf auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.


Das Eigelb verquirlen und den geflochtenen Zopf damit bestreichen.


Im vorgeheizten Backofen bei 180° Ober-Unter-Hitze ca. 30 Minuten lang backen lassen.

Auskühlen lassen und dann genießen - gerne auch mit Butter oder Butter und Marmelade bestrichen, wenn man ganz üppig sein will!