Island-Fan Kochbuch – Traditionelle isländische Rezepte & isländische Essenskultur  

Sonntag, 1. November 2026

Makrónuostakaka

Kokos-Käse-Kuchen


Das Rezept für diesen Makrónuostakaka habe ich in einem isländischen Kochbuch gefunden, das ich letztens im Second-Hand-Laden in Reykjavík gekauft habe.

Das Kuchenrezept hat mich gleich so richtig angelacht - ich liebe Käsekuchen, so ziemlich in jeder Version und in jeder Lebenslage. Außerdem mag ich dunklen Kuchenboden, ich mag weiche, cremige Käsekuchen-Füllung und ich mag auch den Geschmack von Kokosflocken. Und diese Mischung aus fest, weich und cremig und dann wieder knackig hat mir einfach gut gefallen.

Mal ein etwas anderer Käsekuchen, aber definitiv auch sehr lecker! 


Zutaten

Zutaten für den Boden

125 g Weizenmehl
130 g gemahlene Mandeln
100 g Butter
70 g brauner Zucker
1 Prise Salz
1/2 TL Mandelaroma

Zutaten für die Füllung

500 g Frischkäse 
150 g raffinierter Zucker
1 EL Zitronensaft
3 Eier
100 g Kokosflocken

Zutaten für oben

380 g Schmand
3 EL raffinierter Zucker
gemahlene Vanille

50 g Kokosflocken


Zubereitung

Den Ofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen.

In einer Schüssel für den Kuchenboden das Mehl, die gemahlenen Mandeln, die Butter und den braunen Zucker mit einer Prise Salz und dem Mandelaroma in eine Schüssel geben... 


... und alles gründlich verkneten.


Den Teig dann in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (ca. 30 x 28 cm) geben, auf dem Boden verteilen und glattdrücken...


... und bei 180° Ober-Unter-Hitze ca. 10 Minuten lang backen.

In einer zweiten Schüssel den Frischkäse mit dem weißen Zucker und dem Zitronensaft verrühren. 


Die Eier nacheinander hinzugeben und gründlich unterrühren. 


Zum Schluss noch die Kokosflocken hinzugeben, verrühren und die Masse dann über dem gebackenen Kuchenboden verstreichen. 



Bei 180° Ober-Unter-Hitze wieder ca. 25 Minuten lang backen.

Anschließend aus dem Ofen holen und ca. 10 Minuten lang auskühlen lassen.

Den Schmand mit dem Zucker und der gemahlenen Vanille verrühren und die Mischung über den etwas abgekühlten Kuchen verteilen. 



Den Kuchen dann noch einmal ca. 6 - 8 Minuten bei 180° Ober-Unter-Hitze backen.

Zum Schluss die 50 g Kokosflocken über den Kuchen streuen und anschließend mind. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.


In Rechtecke schneiden und gut gekühlt servieren.

Guten Appetit!



Freitag, 30. Oktober 2026

Gott eða grikk!

Süßes oder Saures!


Auch auf Island wird Halloween am 31. Oktober in den letzter Jahren immer beliebter. 

Auf Island feiert man hrekkjavaka, also die Drangsalierungs- oder die Erschreckens-Wache. 

Im Ort sieht man immer öfter in den Tagen vor Halloween kostümierte Kinder und Jugendliche, die auf dem Weg zur nächsten Halloween-Party oder zum nächsten Halloween-Event sind. 

Neben privaten Feiern organisiert z.B. auch die Jugendgruppe der Kirchengemeinde ein besonderes Halloween-Fest, die Bibliothek veranstaltet wieder ihre alljährliche Kostüm-Börse, ein Kreativstudo lädt zum Halloween-Bastelworkshop mit Geistern und Kürbissen ein etc.


Auch wird vielerorts schön gruselig dekoriert. 

In den Supermärkten gibt es Kürbisse, Skelette und Hexenkostüme - wie hier in der Obst- und Gemüseabteilung im Krónan. 


Und auch Privathäuser werden immer öfter mit Kürbissen, Hexen, Geistern und jede Menge Spinnweben dekoriert.  



Und auch auf Island laufen die Kinder jetzt abends in den Orten durch die Nachbarschaft und sammeln Süßigkeiten. Dabei rufen sie "Gott eða grikk!" Das ist die isländische Version von "gibt uns etwas Gutes (gott), sonst spielen wir dir einen Streich (grikkur)". Man sagt auf Isländisch "að gera einhverjum grikk", das bedeutet "jemandem einen Strich spielen". 

Ach ja - im Supermarkt haben wir dieses Jahr auch "Blóð Appelsín" getroffen, also "Blut-Apfelsine", die (natürlich zuckerfreie!) Halloween-Variante des typisch-isländische Softdrinks Appelsín. Schön gruselig!


Na dann, in diesem Sinne: 

Gleðilega hrekkjavöku! 
Happy Halloween!


Sonntag, 25. Oktober 2026

Meine Bónus-Schwein-Strickereien

Ganz vielen lieben Dank für Euer tolles Feedback zu meinen Bónus-Schwein-Strickereien, das uns auf so vielen Kanälen erreicht hat! 

Vor zwei Wochen am 11. Oktober 2026 ist im Morgunblaðið ein Artikel über uns erschienen - über uns, über unsere Begeisterung für Island und das Bónus-Schwein im Speziellen. 

Aufhänger für den Artikel war der Bónus-Schwein-Lopapeysa, den ich für meinen Mann Markus gestrickt habe. Aber auch meine selbstgestrickten Bónus-Schwein-Handtaschen und weitere Strickprojekte von mir wurden dabei vorgestellt - und auch auf meinen Food Blog wurde verwiesen.  

Quelle: Morgunblaðið

Am 14. Oktober erschien dann der Artikel über uns auch noch auf der Website Iceland Monitor, der englischsprachigen Nachrichtenseite vom Morgunblaðið. Der Artikel wurde auch auf der Facebook-Seite von Iceland Monitor geteilt.

Quelle: Iceland Monitor

Mittlerweile hat der Artikel über 1.350 Likes bekommen und wurde 40 Mal geteilt. Ich glaube, der Facebook-Beitrag von Iceland Monitor war bisher der Beitrag mit den drittmeisten Likes dieses Jahr, nach einem Bericht über den Erdrutsch in Reynisfjara im Frühjahr und einem Beitrag über die Petition gegen die Ernennung von Billy Long aus US-Botschafter in Island (nachdem dieser "Witze" gerissen hatte, dass Island der 52. Bundesstaat der USA werden könne und er selbst dessen Gouverneur, was in Island gar nicht gut ankam, nachdem US-Präsident Trump vorher Ansprüche auf Grönland erklärt hatte). 

Auch bei Iceland News Polska, der Seite für die polnische Bevölkerung auf Island, wurde über uns und unsere Bónus-Schwein-Strickereien berichtet und auch hier hat der Pullover für viel Lachen und Begeisterung gesorgt. 

Quelle: Iceland News Polska

Wir fühlen uns also schon fast "berühmt!" Und auf jeden Fall freut es uns unglaublich, wie vielen Leute meine Idee zu diesem doch ziemlich speziellen Lopapeysa gefällt!
 

Von der Idee zum Strickstück

Die erste Idee hatte ich Anfang des Jahres, da habe ich mir meine erste Handtasche mit Bónus-Schwein gestrickt. 


Für die Tasche habe ich ganz viel begeistertes Feedback bekommen, daraufhin habe ich dann noch eine zweite, etwas schlichtere Version gestrickt. 


Danach habe ich dann noch eine dritte Version Bónus-Schwein-Tasche gestrickt, dieses Mal wirklich als Einkaufsbeutel. 


Eine Tasche habe ich in Island, eine Tasche in Deutschland. Und für die dritte Tasche fällt mir auch noch eine gute Verwendung ein!


Nach der dritte Tasche kam mir dann die Idee zum Bónus-Pullover, oder genau genommen zum Bónus-Hoodie. Ich fand, die Tasche macht sich als Bauchtasche einfach perfekt! Und dazu eine große warme Kapuze, damit man sich schön warm einpacken kann - z.B. beim Einkaufen im Bónus im Kühlraum oder auf dem Weg vom Auto zum Laden und zurück.


Anfragen zum Bónus-Schwein-Lopapeysa

Mich haben tatsächlich mehrere Anfragen erreicht, ob ich den Bónus-Schwein-Lopapeysa ggf. auf Bestellung stricken könnte, oder zumindest die Anleitung teilen. 

Ich fühle mich von diesen Anfragen sehr geschmeichelt, aber ich stricke wirklich nur für den privaten Eigengebrauch, nur für meine Familie und besonders liebe Menschen. "Auftragsarbeiten" mache ich nicht.
 

Und eine Strick-Anleitung für den Lopapeysa im eigentlichen Sinne gibt es auch gar nicht - ich habe mir natürlich vorher Gedanken gemacht und eine erste Version im Kopf, aber beim Stricken hat sich der Plan doch gewissermaßen "dynamisch entwickelt" und ich habe immer wieder "angepasst".


Hier mal eine kleine Übersicht zu Markus' Bónus-Schwein-Lopapeysa:

Ich habe den Pullover von oben nach unten gestrickt. Ich weiß, dass ein Lopapeysa meist von unten nach oben gestrickt wird (Bottom-Up), aber mir persönlich fällt es einfach leichter, von oben nach unten zu stricken (Top-Down), auch weil ich dann am Schluss besser abschätzen kann, wie viel Wolle ich noch haben, wie lang der Pullover werden kann etc. 

Für meinen Mann (Größe M/L) habe ich die Musterpasse 19 Mal gestrickt, also am Anfang der Passe hatte ich 114 Maschen (= 19 x 6 Maschen) auf meiner Rundstricknadel, am Ende waren es dann 304 Maschen (= 19 x 16 Maschen).

Das hier ist das Muster für die Passe, das ich letztlich umgesetzt habe:


Für die Bauchtasche habe ich das Strickmuster genutzt, das ich auch bei den Taschen verwendet habe. 


Mit dem Ergebnis bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden und mein Mann trägt seinen Hoodie voller Stolz - und freut sich, wenn er amüsierte Blicke erntet oder fröhlich auf seinen doch sehr speziellen Lopapeysa angesprochen wird! 


Wir freuen uns auf jeden Fall über so viel begeisterte Feedback!