Hið eina sanna Appelsín, das einzig wahre Appelsín, ist die meistverkaufte Orangenlimonade auf Island.
Egils Appelsín ist ein kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk mit Orangengeschmack, das seit 1955 von der Brauerei Egill Skallagrímsson hergestellt wird - ein süßes, sprudelndes und vor allem leuchtend orangenes Getränk. Der Name kommt vom isländischen Wort "appelsína" für Apfelsine / Orange.
Appelsín besteht aus kohlensäurehaltigem Wasser, Zucker, Aromen, Säuren und Farbstoff (E160e). Zuckerfreies Appelsín án sykurs enthält statt Zucker Süßstoffe.
In den 1960er Jahren wurde es auf Island üblich, zu Weihnachten Appelsín und Malzbier zu mischen und das Ganze dann als "jólaöl" (= "Weihnachtsbier") zu genießen. Es heißt, zwischen Isländern sei es teilweise höchst umstritten, in welchem Verhältnis Malt und Appelsín für die perfekte Mischung für Jólaöl stehen sollen - 50/50 oder doch lieber 60% Malzbier und 40% Appelsín..? Natürlich gibt es "jólaöl" hier auf Island auch längst fertig gemischt zu kaufen.
Welche Firma steht hinter Appelsín?
Ölgerðin Egill Skallagrímsson, die Brauerei Egill Skallagrímsson, ist ein isländischer Getränkehersteller, die älteste noch aktive Brauerei Islands.
Die Firma wurde am 17. April 1913 von Tómas Tómasson gegründet. Der Name "Egill Skallagrímsson" ist eine Hommage an Egill Skallagrímsson (ca. 910 - 990), den Held der Egils Saga und einen der berühmtesten Wikinger, Krieger, Dichter und frühen Siedler Islands. In einem Interview soll Tómas später erklärt haben, er habe sich für diesen Namen entschieden als Symbol für das kulturelle Erbe des Landes und das isländische Nationalbewusstsein - da der Sagen-Held Egill landesweit bekannt war als "mikið ölskáld og mikill drykkjumaður", also als "großer Bier-Poet und starker Trinker".
Der Firmengründer Tómas Tómasson (1888 - 1978) stammte aus Miðhús in der Nähe des heutigen Ortes Hvolsvöllur (wobei der Ort tatsächlich erst ab 1930 um eine Genossenschaftsfiliale herum entstanden ist). Tómas begann zunächst mit dem Brauen von Malzbier in einem gemieteten Keller in Reykjavík an der Straße zwischen Parlament und Domkirche (Templararsund), zog aber schon bald in größere Räumlichkeiten am Lækjartorg um. Es heißt, im ersten Jahr verkaufte Ölgerðin etwa 38.000 Liter, hauptsächlich Malzextrakt und Hvítöl (isländisches Leichtbier) - wenn man bedenkt, dass Reykjavík zu dieser Zeit gerade mal rund 13.000 Einwohner hatte, war das eigentlich kein schlechter Start.
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| Quelle: www.olgerdin.is |
Als die Briten 1940 Island besetzen, beschwerten sich die Befehlshaber der britischen über den Biermangel, also reagierte die isländische Regierung schnell und verabschiedete ein Gesetz, dass die "richtige" Bierproduktion für die Armee erlaubte. Die Brauerei Egill Skallagrímsson begann, für diesen Markt "Polar Ale" / "Polar Beer" herzustellen.
Die Brauerei Egill Skallagrímsson stieg schon in frühen Jahren zunehmend in den Bereich Erfrischungsgetränke ein, kaufte z.B. 1934 Kaldá, die älteste Limonaden-Fabrik Islands (gegründet 1898) und produzierte zunehmend auch Softdrinks.
Bereits seit 1930 gab es verschiedene Versuche von Ölgerðin, Orangen-Limonade herzustellen, aber keine davon reichte auch nur annähernd an die Beliebtheit der Orangen-Limonade des isländischen Erfrischungsgetränkeherstellers Sanitas heran.
Erst 1955 gelang Ölgerðin mit "Appelsín" der Durchbruch. Über Jahre hinweg experimentierte Sigurður Sveinsson im Auftrag von Ölgerðin an der Herstellung von Orangen-Limonade, aber 1955 entwickelte er dann die Mischung, die bei den Isländern sofort zum Verkaufsschlager wurde und heute noch "typisch isländisch" ist - Appelsín, "íslenski þjóðargosdrykkurinn", "die isländische National-Brause".
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| Quelle: olgerdin.is |
Heute produziert die Firma Ölgerðin Egill Skallagrímsson im Jahr etwa 45 Mio. Liter Getränke, von Malzbier über alkoholfreie Erfrischungsgetränke bis zu zahlreichen Sorten alkoholfreiem Bier, Leichtbier und Bier.
Werbegag im Sommer 2026: Appelsvín
Ja, ich weiß, ein Werbegag, eine Kollaboration zwischen Ölgerðin Egill Skallagrímur und der Supermarkt-Kette Bónus:
Appelsvín ist eine limitierte Edition vom klassischen zuckerfreien Appelsín, die seit dem 20. Mai 2026 in den Bónus-Geschäften verkauft wird, in pinken Dosen mit dem klassischen Bónus-Schwein darauf. Das Getränk ist genauso orange wie sonst, nur die Dose ist eben pink und das Bónus-Schwein zwinkert einem fröhlich zu.
Der Name "Appelsvín" ist ein Wortspiel mit dem traditionellen "Appelsín" und dem Wort "svín" für Schwein, wie eben beim Bónus-Schwein.
Natürlich musste ich mir so eine Dose Appelsvín kaufen!
Ich bin persönlich sowieso ein großer Fan vom Bónus-Schwein, ich finde, diese schielende Grinse-Schwein macht mir einfach direkt gute Laune! Und beamt mich gefühlt jederzeit zurück nach Island! Ich habe mir sogar schon im Freestyle zwei Taschen mit dem Grinse-Schwein gestrickt, einfach weil es mir so gut gefällt!
Mittlerweile habe ich gelernt, dass das Original grinsende Bónus-Schwein 1989 von der Grafikdesignerin Edith Randy Ásgeisdóttir entworfen wurde, bei der Eröffnung der ersten Filiale für die damaligen Gründer von Bónus.
Edith Randy war im Laufe von knapp 20 Jahren immer wieder im Rahmen von verschiedenen Design- und Werbeprojekten für Bónus tätig. Mit den beiden Gründern Jóhannes Jónsson und seinem Sohn Jón Ásgeir Jóhannesson hatte die Grafikerin 1991 einen Vertrag abgeschlossen, wonach sie die Nutzungsrechte an dem Bild nur vorübergehend an die Besitzer von Bónus übertragen hatte und im Fall eines Eigentümerwechsels die Nutzung widerrufen konnte. Tatsächlich hatten die Eigentümer der Supermarkt-Kette seitdem schon mehrfach gewechselt, Edith Randy hatte auch noch mit den jetzigen Eigentümern, der Firma Hagar hf., bis 2007 zusammen gearbeitet. Das isländische Patentamt hatte bereits entschieden, dass Hagar die Rechte an dem Schwein besaß. Erst 9 Jahre später versuchte die Grafikerin, die Nutzungsrechte an dem Bónus-Schwein zu widerrufen.
Im November 2014 entschied das Bezirksgericht Reykjavík, dass Edith Randy ihren Widerruf früher hätte geltend machen müssen und zu lange untätig geblieben sei, daher wurden ihre Ansprüche zurückgewiesen und die Nutzung des Bildes der Eigentümer-Firma zugesprochen. Auch im Berufungsverfahren wurden vom Obersten Gerichtshof in Reykjavík im Herbst 2015 die Rechte an dem Bónus-Schwein der Eigentümer-Firma Hagar zugesprochen.
Im Jahr 2021 wurde das Bónus-Schwein ein wenig modifiziert - modernisiert, wie es heißt. Zuerst war ich von dem neuen Schwein gar nicht überzeugt - aber ich gebe zu, mittlerweile habe ich mich auch daran komplett gewöhnt...
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| Altes Schwein - neues Schwein Quelle: visir.is |
Auf jeden Fall habe ich mich über den Werbe-Gag mit dem pinken Appelsvín gefreut!






























