Färingischer grüner Kuchen
Warum dieser "Grønakaka" mit grünem Farbstoff gebacken wird, habe ich leider nicht wirklich herausgefunden. Der Kuchen ist ein heller Rührkuchen, dem grüner Farbstoff beigefügt wird, um eine fröhliche, grüne Farbe zu erzielen. Aber warum..?
Teilweise habe ich gelesen, die Farbe werde verwendet, um einen optischen Kontrast zu den traditionellen, eher rustikalen färöischen Kuchen zu bilden, vielleicht auch, um bei festlichen Anlässen einen besonderen Hingucker zu haben.
Mich persönlich erinnerte es ja leicht an die schwedische Prinzessionentorte, eine opulent aussehende Torte mit hellgrüner bis gritzegrüner Marzipanhaube. Marzipan (oder besser: Mandalaroma) ist beim Grønakaka ja auch beteiligt. Aber ob da ein Zusammenhang besteht..? Wahrscheinlich nicht. (Der erste veröffentlichte Rezept für das, was heute in Schweden Prinzessionentorte genannt wird, erschien wohl in einem Kochbuch von 1948, allerdings wird die Torte in dem Buch noch "grön tårta" genannt, also "grüne Torte" genannt. Die KI wollte mir erzählen, Grønakaka käme auch erstmals in einem färöischen Kochbuch von 1948 vor, aber da die Autorin dieses Buches erst 1940 geboren wurde und sich in ihren Büchern eigentlich wohl eher mit Fleisch- und Fischgerichten beschäftigt hat, finde ich den Ansatz der KI insoweit gar nicht überzeugend, das lassen wir mal lieber...)
An diesem Kuchen hier wäre ich übrigens im ersten Versuch fast gescheitert:
Ich hatte ihn letzte Woche spät abends gebacken, am Tag vor meinem Geburtstag. Die anderen drei Kuchen waren schon fertig, aber ich wollte halt auch noch unbedingt diesen Grønakaka backen. In meinem Kochbuch wurde der Kuchen in einer Kranzform gebacken, in Internet-Rezepten fand ich eher Angaben für Kastenformen. Aber als Kranz macht es natürlich optisch mehr her...
Offenbar habe ich meine Kranzform aber nicht ausreichend gefettet, jedenfalls blieb die Oberseite vom Kuchen großzügig in der Form kleben. Mein Mann hat dann sorgfältig den restlichen Teig aus der Form gekratzt und AUF den Kuchen gelegt und ich habe reichlich Schoko-Glasur darauf verteilt.
Optisch jetzt nicht perfekt - und ich dachte, wenn wir den anschneiden, bröselt das bestimmt furchtbar! Tatsächlich war das aber überhaupt nicht der Fall.
Und der Kuchen war direkt der Renner bei meinen Geburtstagsgästen.
Zutaten
300 g Zucker
230 g Margarine
3 Eier
1 Röhrchen Mandelaroma
1 Tube grüne Speisefarbe
230 g Mehl
2 TL Backpulver
75 ml Wasser
300 g Puderzucker
4 - 5 EL heißes Wasser
4 - 5 EL Back-Kakao
Zubereitung
Den Backofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen.
In einer großen Schüssel den Zucker mit der Margarine schaumig rühren.
Nacheinander die Eier hinzufügen und verrühren.
Das Mandel-Aroma und die grüne Speisefarbe dazu geben und unterrühren.
Zum Schluss noch Mehl, Backpulver und Wasser zu dem Teig geben und gründlich verrühren.
Eine runde Springform (26 cm Durchmesser) gut einfetten und im vorgeheizten Backofen bei ca. 180° Ober-Unter-Hitze im unteren Drittel ca. 45 Minuten lang backen (Stäbchenprobe!).
Für die Glasur alle Zutaten verrühren und dann auf dem ausgekühlten Kuchen verstreichen.
Ich dachte ja schon, Mist!, der Kuchen wird nichts - irgendwie hatte ich die Form offensichtlich nicht gut genug eingefettet und die Oberseite blieb großzügig in der Form kleben. Mein Mann hat aber sorgfältig den restlichen Teig aus der Form gekratzt und AUF den Kuchen gelegt und ich habe (sehr) großzügig Schoko-Glasur darauf verteilt.
Optisch jetzt nicht perfekt - und ich dachte, oh Gott, wenn wir den anschneiden, bröselt das bestimmt furchtbar!
Tatsächlich war das aber überhaupt nicht der Fall! Alles blieb da, wo es sollte, der Geschmack war richtig gut und schön leicht und fluffig der Teig - der Kuchen war direkt der Renner bei meinen Geburtstagsgästen. Aber das nächste Mal backe ich ihn vielleicht lieber trotzdem in einer Kastenform mit Backpapier...
Dann guten Appetit! Oder auf Färingisch / Färöisch (færøsk): Væl gagnist!




































