Island-Fan Kochbuch – Traditionelle isländische Rezepte & isländische Essenskultur  

Mittwoch, 8. Juli 2026

Ull und matur

Wolle und Essen


Dieses rosa Erdbeer-Sofakissen war ein besonderer Wunsch meiner Schwester

Manchmal kann man zwei Leidenschaften wunderbar verbinden, so wie ich hier bei diesem Sofakissen:

Meine Leidenschaft für Wolle und Stricken und meine Leidenschaft für isländisches Essen. 

Ich liebe ja, schon seit unserer ersten Island-Reise 2004, isländisches Essen. Seit 2014 schreibe ich hier im Blog darüber, probiere Rezepte aus etc. 

Als Geburtstagsgeschenk für eine Freundin, die hier in Island im Erdbeer-Gewächshaus arbeitet, hatte ich dann eine Sammlung isländische Erdbeer-Rezepte zusammengestellt - und aus diesem Geschenk entstand unser Buch "Isländische Erdbeer-Rezepte". 


Die deutsche Ausgabe erschien im April 2025. (Das Buch könnte Ihr aktuell im Buchhandel oder online z.B. bei Amazon bestellen.)

Die englische Version "Icelandic Strawberry Recipes" folgte dann im Mai 2025. 

Es war eine Gemeinschaftsarbeit von meinem Mann und meiner Schwester - er hat das Buch ins Englische übersetzt, anschließend hat sie als Lektor bzw. Korrekturleser die englische Fassung durchgearbeitet und sie uns mit Änderungen und Anmerkungen zurückgeschickt. 

Daher hat meine Schwester auch einen besonderen Bezug zu isländischen Erdbeer-Rezepten..! 


Meine andere Leidenschaft ist Stricken, am liebsten mit isländischer Wolle. 

Ich hatte letztes Jahr schon mehrere Stücke mit Erdbeer-Motiven gestrickt, z.B. diese Mütze und die Jacke mit Erdbeeren aus Léttlopi-Wolle.


Als ich jetzt im Frühjahr in Sachen selbstgestrickte Lopapeysa-Sofakissen im Stil isländischer Wollpullover (lopapeysa) ein bisschen eskaliert bin, kam von meiner Schwester der Wunsch, ob sie wohl auch ein selbstgestricktes Sofakissen bekommen könnte, rosa, mit Erdbeeren..? 


Erst dachte ich, das geht nicht, weil es die Farbe "Rosa" bei isländischer Léttlopi-Wolle eigentlich nicht so gibt. Es gibt die Farbe 1412 "bleik samkemba", gekämmte Wolle aus einer Mischung aus verschiedener rosagefärbter Wolle, aber eigentlich ist diese Wolle mehr knallig Pink als zart Rosa. 

In der dicken Island-Wolle (Álafosslopi) gibt es die Farbe 1239 "vetrarmorgun" (= Wintermorgen), die hellrosa sein müsste, aber die habe ich spontan nicht bekommen. Außerdem wollte ich eigentlich kein so dickes Sofakissen stricken. 

Schließlich habe ich mir dann als Hauptfarbe mit doppelt Plötulopi-Wolle beholfen, hier ist die Farbe 1425 "bleik samkemba" etwas weniger meliert und heller, zumindest in der Partie, die ich bekommen habe. (Außerdem riecht Plötulopi noch so richtig schön nach Schaf, wenn man die Nase hinein drückt, finde ich!)

Für das Muster habe ich Léttlopi in den Farben Weiß (0051) und Gelb (1703) verwendet, für die Erdbeeren Granatrot (1409), Gelb und Dunkelgrün (1407) und beim Grün habe ich noch einen dünnen Faden Fjallalopi-Wolle in Hellgrün (3032) dazu genommen. 


Ich bin mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden - ich finde, das Kissen ist richtig schön geworden! 


Letzte Woche ist das Kissen per Post zu meiner Schwester gereist. Es ist auch schon gut angekommen und ich freue mich auf die Fotos, die noch folgen, wenn sie sich für das Sofakissen eine Kissenfüllung besorgt hat.  



Montag, 6. Juli 2026

Sunnudagsganga

Sonntagsspaziergang


Ich finde es immer wieder faszinierend - neben den bekannten, berühmten Plätzen, Touristen-Hot-Spots und Sehenswürdigkeiten gibt es auf Island auch immer noch kleine, unbekannte Orte, die nicht im Reiseführer stehen, keine Internet-Geheimtipps sind, und die vielleicht auch nicht ganz so spektakulär sind - aber trotzdem wunderschön. Und wo man dann auch immer noch ganz alleine ist. 

Den Krater Kerið mit seinem roten Gestein und dem Kratersee kennt fast jeder Island-Reisende, der den Golden Circle hier im Süden Islands besucht hat. Etwa 600.000 Menschen haben wohl im letzten Jahr den Kerið besucht, so die Angaben von Arctic Adventures, seit 2023 Eigentümer des Landes - damit besuchen knapp 30% aller Island-Besucher diesen Krater. 

Aber der Kerið ist nicht der einzige Krater mit einem See in der Mitte, den es hier gibt. Aber andere Krater sind nicht touristisch erschlossen, es gibt keine Schilder, keinen großen, befestigten Parkplatz, kein Toilettenhäuschen und keinen Food Truck und auch kein Eintrittsgeld, das man bezahlen müsste, es gibt noch nicht einmal eine richtige Straße. 


Trotzdem kann man auf einem offiziellen, gut markierten Wanderweg hier zu diesem Krater laufen. 


Der angelegte Wanderweg führt durch die moosbewachsene Lava-Landschaft und ist gut an den gelben Pflöcken mit den blauen Markierungen zu erkennen. An dieser Stelle hier findet sich auch noch eine alte Wegmarke, nehme ich an.


Die Lava hier ist noch nicht besonders alt, erst wenige tausend Jahre. Aber sie ist dicht bewachsen, ich schätze, mit Lavamoos bzw. genauer Zackenmützenmoos - der Pflanze, die sich nach einem Ausbruch typischerweise als erstes auf dem erkalteten Gestein ansiedelt. 


Auf der anderen Seite des Weges, gegenüber der Lava-Landschaft, liegt der grüne, mit Gras und kleinen Bäumen bewachsene Krater mit seinem kleinen, blauen Kratersee voller Wasserpflanzen.


Hier noch der Blick von der anderen Seite über den Kraterrand auf die Lava-Landschaft.


Schon beachtlich grün, für isländische Verhältnisse, finde ich! 


Mit einem letzten Blick in die Weite der Landschaft ging es dann für uns wieder zurück.


Das war definitiv ein netter Sonntagsspaziergang. Wir haben einen schönen Krater mit Kratersee kennen gelernt, von dem wir bis vor ein paar Tagen noch nicht einmal Bilder gesehen hatten. Und wir waren ganz alleine hier, kein anderer Mensch weit und breit. So schön!



Sonntag, 5. Juli 2026

Sumarfrí 2026

Sommerferien 2026


Für uns ging es gestern wieder nach Island. 

Dieses Mal sind wir nur zu zweit, mein Mann und ich, der Nachwuchs kommt später nach. Wir hatten wieder einen Direktflug mit Icelandair. 

Icelandair fliegt jetzt in Frankfurt nicht mehr von Terminal 2 ab, sondern vom neuen Terminal 3

Das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen wurde nach 10 Jahren Bauzeit im April 2026 offiziell eröffnet, der reguläre Flugbetrieb startete am 23. April 2026

Das neue Terminal hat eine Nutzfläche von mehr als 400.000 m², die mehrstöckige Abflughalle ist 18 Meter hoch und ist für knapp 20 Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt, die hier von den neuen Flugsteigen G, H und J starten können. 

Oberstes Stockwert der neuen Abflughalle

Als wir gestern gegen halb 6 am Morgen hier ankamen, war es erstaunlich leer, noch nicht viel Betrieb, trotz Sommerferien in bereits 7 Bundesländern. Unser Sohn konnte gemütlich vorfahren, uns aussteigen lassen - alles erst einmal ganz entspannt, keine Platznot. Herrlich!

Auch innen war alles schön und neu. Vorne in der Abflughalle gibt es (noch?) nicht viele Geschäfte, dafür sind aber noch Ladenlokale direkt an den Flugsteigen, das finde ich definitiv besser als vorher an Terminal 2. (Auch wenn die Preise gewohnt hoch sind, knapp 10 € für ein belegtes Baguette oder an die 4,50 € für eine kleine Flasche Softdrink...)

Als ganz besonderen Luxus empfinde ich die modernen CT-Scanner an allen Sicherheitskontrollen im neuen Terminal! Laptops, Smartphones und andere elektronische Geräte können einfach im Handgepäck bleiben, und sogar Flüssigkeiten müssen nicht mehr aufwendig in kleine Zipp-Beutel mit Reißverschluss verpackt werden und separat gescannt, jetzt kann man sogar bis zu 2 Liter Flüssigkeit einfach im Handgepäck mitnehmen. Ohne das ganze Aus- und Einpacken ging die Kontrolle herrlich schnell und unkompliziert!


Wir haben das neue, moderne Terminal auf jeden Fall genossen und auch den ungewohnten Blick auf Frankfurt.


Kurz nach 9 Uhr morgens sind wir dann gut in Island gelandet. 

Es dauerte nur ein bisschen, bis wir das Flugzeug verlassen konnten, es gab wohl Probleme mit der Gangway. Irgendwann schalteten sie sogar extra noch einmal das Entertainment-Programm auf den Bildschirmen an, kam die Durchsage, allerdings lief bei uns dann ausschließlich die Werbung... Aber dann ging es wohl doch schneller als befürchtet. Kurz vor 10 Uhr waren wir unterwegs nach Reykjavík.

Unterwegs haben wir noch ein paar frische Lebensmittel eingekauft und mittags waren wir dann erfolgreich zu Hause. Sogar die Lupinen stehen hier noch in voller Blüte, obwohl es doch schon Anfang Juli ist. 



Und das Wetter war wirklich herrlich - der perfekte isländische Sommer! 

Strahlend blauer Himmel, bis zu 18°. Wir haben es gleich ausgenutzt, erst für ein Eis auf der Terrasse und abends kam noch spontan Besuch zum Grillen vorbei. Schließlich gibt es nicht so oft so gutes Wetter hier, dass man abends in strahlendem Sonnenschein draußen sitzen und grillen und essen kann - da muss man jede Gelegenheit spontan nutzen!


Schöner kann es doch gar nicht losgehen, hier auf Island! 


Ég er mjög ánægð með að vera hér aftur. 
Ich bin sehr froh, wieder hier zu sein.