Samstag, 28. Dezember 2019

Gleðilegt nýtt ár og takk fyrir árið sem var að líða!


Eine frohes neues Jahr! 


Im Isländischen ist es ja üblich, sich regelmäßig zu bedanken, für das letzte Treffen, das letzte Gespräch, die letzte Einladung... genauso ist es auch üblich, sich jetzt zu Silvester für das Jahr, das jetzt zu Ende geht, zu bedanken. Danke für das Jahr, das vergangen ist!

Auch wenn es manchmal nicht leicht fällt, seinen Frieden mit einem scheidenden Jahr zu machen, auch wenn das scheidende Jahr vielleicht viele schwere Momente gebracht hat... takk fyrir árið sem var að líða. Vielleicht wird das nächste Jahr ein glücklicheres Jahr. Ein glücklicheres Jahr für manche von uns.

In diesem Sinne - ich wünsche Euch allen alles Gute für das neue Jahr 2020!


Das hier war übrigens eines meiner Weihnachtsgeschenk dieses Jahr - mein Mann hat mir diese Mini-Fassade der Hallgrímskirkja aus Holz gebastelt und mit kleinen Lämpchen illuminiert und ich finde meine kleine Privat-Version eines der bekanntesten Bauwerke Islands unglaublich knuffig! 

Hier noch mal das Ganze bei Licht betrachtet:



Zum Vergleich hier noch mal ein Bild vom "Original" von Weihnachten / Silvester 2011:


Alles Gute für Euch!



Mittwoch, 25. Dezember 2019

Lýsi

Lebertan 


Auf Isländisch heißt Lebertran Lýsi, am verbreitetsten ist Þorskalýsi, also Dorschlebertran, der aus Dorschlebern hergestellt wird. Lebertran wird aber auch aus der Leber anderer Fischarten gewonnen, wie z.B. Seelachs oder Hai, früher wurden auf Islannd auch Wale und Robben dafür verwendet.

Lebertran enthält viel Vitamin A, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren, insbesondere EPA und DHA.

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das vom Körper unter dem Einfluss von ausreichend Sonnenlicht gebildet wird. Ohne ausreichend Sonnenlicht kann der Körper das Vitamin D nicht bilden, ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel im Körper kann zu sich z.B. durch Hautprobleme, Zahnfleischbluten, eine gesteigerte Infekt-Anfälligkeit oder besondere Nachtblindheit bemerkbar machen, kann aber auch zu brüchigeren Knochen oder letztlich zu Rachitis führen. Gerade bei Kindern kann Vitamin-D-Mangel zu lebenslangen Folgeschäden führen.

Die Omega-3-Fettsäure EPA soll entzündungshemmend sein und den Stoffwechsel fördern bzw. besonders stimmungsaufhellend wirken bzw. einen günstigen Einfluss bei Depressionen oder Angsterkrankungen haben. Die Fettsäure DHA ist besonders in der Schwangerschaft wichtig, da es sich positiv auf die Entwicklung der Augen- und Gehirnfunktionen des Fötus auswirken soll, aber z.B. auch die Spermaqualität soll durch die Einnahmen von DHA verbessert werden können. Diese Fettsäuren kommen natürlich in fetten Seefischen wie z.B. Lachs oder eben auch Dorsch vor.


In einem so nördlichen Land wie Island, wo es im Winter lange sehr dunkel ist, hat der Körper schlichtweg keine Chance, in dieser Zeit auch nur annähernd das benötigte Vitamin D zu bilden, und auch die Versorgung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist oft nicht ausreichend - also ist hier eine zusätzliche Einnahme notwendig.

Lýsi-Fabrik im Hafenviertel Grandi in Reykjavík

Es heißt, schon die Wikinger kannten die gesundheitsfördernde Wirkung von Lebertran, und noch heute findet man Lebertran in vielen isländischen Kühlschränken, aber auch auf dem Frühstücksbüffet in isländischen Hotels oder Gästehäusern.

Die 1938 gegründete isländische Firma Lýsi mit Sitz in Reykjavík ist heute führend bei der Herstellung und dem Verkauf von Lebertran auf Island. Sie bieten Lebertran in Flaschen an, wahlweise klassisch oder mit Zitonengeschmack bzw. Zitrone und Minze, aber auch in einer speziellen Version, die an die Bedürfnisse von Kindern angepasst sein soll. Wer möchte, kann seinen Lebertran heute aber auch in Kapselform einnehmen - rein aus geschmacklichen Gründen bestimmt keine schlechte Idee!

(Man soll den Lebertran übrigens nicht erhitzen, da sonst die ungesäuerten Fettsäuren zerstört werden.)

Ich habe meiner Schwester zu Weihnachten eine Flasche "Lýsi" mit Zitronen-Geschmack geschenkt. Sie war leicht verwundert, hat aber getreulich probiert und kam zu dem Fazit: "Schmeckt leicht zitronig, ist sonst recht geschmacksneutral und sehr ölig im Abgang!"

Wir haben uns die klassische Version "Lýsi" aus Island mitgebracht, um jetzt im Winter etwas gegen den Vitamin-D-Mangel zu tun. Das riecht schon massiv nach Fisch, wenn man die Flasche öffnet, und der Fischgeschmack des Lebertrans ist überwältigend. Andere sagen: Gewöhnungsbedürftig. Na ja, dann hoffe ich mal, ich gewöhne mich noch, die angebrochene Flasche im Kühlschrank muss ich ja jetzt aufbrauchen! Andererseits - seit ich im Winter Vitamin D nehme, sind meine Hautprobleme an den Händen tatsächlich verschwunden, sonst habe ich im Winter sofort rissige, blutige Schrunde an den Fingerknöcheln. Also von der Wirkung bin ich begeistert - nur der Geschmack... nun ja.

In diesem Sinne dann - guten Appetit und viel Gesundheit!







Dienstag, 24. Dezember 2019

Við óskum ykkur öllum gleðilegra jóla og farsældar á nýju ári!

Wir wünschen Euch allen frohe Weihnachten

und alles Gute für das neue Jahr! 


Jetzt ist schon Heiligabend, aðfangadagur, und die Weihnachtsfeiertage stehen unmittelbar vor der Tür. Bei uns sitzen jetzt schon vier Kinder, ein Schwiegerkind und ein Enkelkind mit meinem Mann und mir unter dem Weihnachtsbaum und es ist jede Menge gutes Essen und viel Familie geplant.


Ich hoffe auf ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest - für uns und genauso für Euch alle. In diesem Sinne dann: Gleðileg jól! Frohe Weihnachten!


"Jólalalag, jólalalag.." ♪♫ ♪

Jetzt bitte einmal vorstellen, wie ich hier schwungvoll Weihnachtslieder schmettere, während mein Mann sich freut und wir einfach unseren Spaß haben.



Bis die Tage dann!




Montag, 23. Dezember 2019

Kryddaðar jólakleinur

Gewürzte Weihnachts-Kleinur


Ich werde ja öfter gefragt, was die "Sauermilch" in meinen Rezepten ist, das kennt man nicht unbedingt aus dem Supermarkt hier in Deutschland. Sauermilch oder auch Dickmilch ist gesäuerte Milch, die mit Milchsäurebakterien versetzt wird, um sie so einzudicken. Sauermilch ist also recht dickflüssig und schmeckt leicht sauer. Teilweise bekommt man sie auch als "Schwedenmilch" im Supermarkt.


Zutaten

600 g Mehl
170 g weißer Zucker
1 TL Backpulver
1 TL Hirschhornsalz
1 Prise gemahlene Vanille
2 TL Zimt
1 TL gemahlener Zitronenschale
1 TL gemahlene Nelken
1 TL Kardamom
60 g geschmolzene Butter
1 großes Ei
250 ml Sauermilch

Zucker-Zimt zum Wälzen

500 ml Rapsöl


Zubereitung

In einer großen Rührschüssel das Mehl mit dem Zucker, dem Backpulver, dem Hirschhornsalz und den Gewürzen vermischen.


Anschließend die geschmolzene Butter, das Ei und die Sauermilch hinzufügen und verrühren.


Den Teig dann gründlich durchkneten, ggf. noch ein bisschen Mehl hinzugeben, falls der Teig noch etwas klebrig ist.


Anschließend den Teig portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche, Backpapier o.ä. rechteckig ausrollen, bis er knapp 1 cm dick ist.


Jetzt mit einem Keksröllchen, einem Pizza-Schneider o.ä. in Rauten schneiden.


Die Rauten in der Mitte einschneiden und ein Ende vorsichtig durchziehen.

Das Öl in einem großen Topf erhitzen, bis sich Bläschen bilden, wenn man ein Holzstäbchen hinein hält.

Die Kleinur dann portionsweise in dem heißen Fett ausbacken, bis sie von allen Seiten goldgelb geworden sind (dabei bedenken, dass sie anschließend noch nachdunkeln!). Vorsichtig, nicht zu viele gleichzeitig ins Fett geben, das würde die Temperatur vom Fett zu sehr senken.


Die gebackenen Kleinur dann mit einem Schöpflöffel aus dem Fett nehmen, kurz auf Küchenpapier legen, um das überschüssige Fett aufzusaugen.

Dann direkt in einem Suppenteller in der Zucker-Zimt-Mischung wälzen.


Dann noch frohe Weihnachten, gleðileg jól!



Montag, 16. Dezember 2019

Ilmurinn af jólum

Der Duft von Weihnachten


"Apfelsinen und Äpfel stellten Kostbarkeiten dar, die sonst das Jahr über kaum erhältlich waren. Für Leute in unserem Alter, die Mitte des 20. Jahrhunderts geboren sind, ist der Geruch dieses Obstes der Inbegriff von Weihnachten."


Der Satz stammt aus einem meiner absoluten Lieblingskochbücher, dem "Geschmack der Natur" von Guðlaug Jónsdóttir und ihrem Mann Karl Kristján Ásgeirsson, ein spannendes Buch über die Rezepte und Traditionen der Westfjorde.

Ich hatte das Glück, über eine Bekannte, Helga Hausner von "Ísafjörður Guide", bei meinem ersten Besuch in den Westfjorden 2015 Guðlaug (genannt Didda) persönlich kennenlernen zu können, und es war toll, einen Menschen zu treffen, für den die isländische Küche (und dann auch noch die regionale Küche der Westfjorde, verknüpft mit ganz vielen althergebrachten und neueren Traditionen) auch eine unbedingt Herzenssache ist. Wir haben zwar fürchterlich geradebrecht mit Englisch und ein bisschen Deutsch und ein bisschen Isländisch, aber ich hatte trotzdem selten das Gefühl, so sehr dieselbe Sprache zu sprechen...

(Ich fürchte allerdings, das Buch kann man von Deutschland aus nicht mehr bestellen, in Island habe ich es noch im Laden gesehen, sowohl die deutsche und die englische Ausgabe als auch die isländische Ausgabe "Boðið vestur", also die "Einladung in den Westen".)

Jedenfalls rieche ich jetzt an meiner Apfelsine und meinem Apfel und denke an Didda - und den Duft von Weihnachten.


Sonntag, 15. Dezember 2019

Kæst skata með hnoðmör

Gammelrochen mit Knetfett


Das typische Essen in Island für den 23. Dezember, den Tag des Heiligen Þorlákur, das bei der Þorláksmessa gegessen wird, ist kæst skata, also Gammelrochen mit Knetfett. Es ist das stinkendste Essen, was mir persönlich je begegnet ist, und sogar manche Isländer sagen, das gibt es extra am 23., damit einem dann an Weihnachten alles großartig vorkommt, was die Hausfrau einem vorsetzt, egal, wie es schmeckt. Aber wahrscheinlich kann man sich mit der Zeit auch an den Geschmack von Gammelrochen gewöhnen.

Für den kæst skata verwendet man in der Regel Sternrochen. Da der Rochen keine Harnblase besitzt, sondern - wie alle Plattenkiemer - seinen Harnstoff im Blut anreichert, ist der Sternrochen nur für den menschlichen Verzehr geeignet, wenn er mindestens 4 Wochen fermentiert wurde. Der Geruch ist aber auch dann noch - überwältigend

Zu dem Gammelrochen isst man traditionell gekochte Kartoffeln, frisch gebackenes isländisches Roggenbrot, als Rúgbrauð, und - und da wird es wieder kritisch - Knetfett oder auch Eingeweidefett. Dieses Fett, "hnoðmör" oder auch "mörflot" genannt, ist eine sehr typisch isländische Spezialität, die ursprünglich wohl aus den Westfjorden stammt, sich mittlerweile aber in ganz Island verbreitet hat.


Für das "hnoðmör" wird das Fett möglichst unversehrt vom Magen des frisch geschlachteten Schafes abgetrennt. Das Fett wird dann geknetet und zu "Knödeln" geformt, die man über Nacht noch etwas fester werden lässt. Am nächsten Tag werden die "Knödel" einzeln in Stoffstücke aus Leinen oder Gaze gewickelt und draußen an einem möglichst windigen, aber gleichzeitig einigermaßen regengeschützten Ort aufgehängt. Das Ganze lässt man dann für 6 bis 8 Wochen in den Beuteln hängen, bis das Fett schön blau-grün und haarig geworden ist. Falls es dann draußen schon zu kalt ist und das Fett nicht pelzig genug wird, holt man es noch mal für 2, 3 Tage in die Küche, um es "nachreifen" zu lassen. Anschließend wird das blau-grüne, pelzig-haarige Fett kleingehackt, gut durchgeknetet, portionsweise für Würfeln geformt und dann kühl aufbewahrt.

Früher wurden in den Westfjorden in die fertigen Knetfett-Stücke noch auf der eine Seite ein Andreas-Kreuz eingeritzt, wohl ein religiöser, magischer Brauch, eine Art "Schutzzeichen" vor bösen Geistern. Man sagt, damit sollte verhindert werden, dass der Teufel in das Knetfett hineinfährt...

Das Knetfett hat kalt übrigens einen sehr intensiven Geruch, man könnte auch sagen, es stinkt, sogar wenn es tiefgekühlt aufbewahrt wird. Erwärmt riecht es aber längst nicht mehr so schlimm und ist selbst für ungeübte Gaumen vielleicht nicht direkt ein Genuss, aber zumindest nicht aktiv schlimm. Der Geruch des Gammelrochens ist dagegen viel, viel schlimmer...

Bei der Zubereitung dieses Gerichts sollte man auch an seine Mitmenschen denken - wenn möglich, sollte man es nicht unbedingt in einer kleinen Küche in einem großen Mietshaus ohne wirkliche Lüftungsmöglichkeiten kochen und beim Kochen unbedingt auf Durchzug achten. Manche empfehlen, es auf dem Campingkocher hinter der Garage zuzubereiten... Und wenn man statt ungesalzenem Wasser lieber gesalzenes Wasser zum Kochen des Rochens verwendet, mildert das Salz wohl etwas die Wucht des Geruchs und des Geschmacks.

Zu kæst skata serviert man traditionell gekochter Kartoffeln und frisches Roggenbrot.


Zubereitung

Den Gammelrochen in kochendes, ungesalzenes Wasser geben und so lange köcheln lassen, bis sich das Fleisch vom Knorpel löst.


Derweil die Kartoffeln kochen, das Knetfett auslassen und das Rúgbrauð in Scheiben schneiden und das Essen dann direkt servieren.


Guten Appetit - ist zumindest mal eine ganz eigene, vorweihnachtliche Erfahrung! 



P.S.: Reste-Essen

Falls, also falls etwas von dem Essen am 23. Dezember abends übrig geblieben sein sollte, kann man daraus für den nächsten Morgen noch ein typisch isländisches Frühstück zubereiten, nämlich "skötustappa": 

Das Fischfleisch nach dem Essen mit den gekochten Kartoffeln, dem geschmolzenen Knetfett und etwas Salz zu einem dicken Brei zerstampfen, den Brei gut auskühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren (unbedingt in einer luftdicht abgeschlossenen Dose o.ä.!). 

Am nächsten Morgen dann das Roggenbrot in schöne dicke Scheiben schneiden, mit Butter bestreichen und das "skötostappa" aufs Brot schmieren - das perfekte Frühstück für ein Weihnachtsfest in den isländischen Westfjorden! 




Lakkrís sörur

Lakritz-Sörur


Ich liebe ja Sörur, und als ich letztens auf die Idee gestoßen bin, die klassischen Sörur mit ein bisschen Lakritz-Pulver und -Sirup aufzupimpen, musste ich es unbedingt auch ausprobieren!

Zu diesen "Lakritz-Sörur" kann man übrigens auch "Lörur" sagen - mir gefällt diese Wort-Neuschöpfung, auch wenn sie nicht von mir ist.


Zutaten für den Teig

300 g gemahlene Mandeln
250 g Puderzucker
1 EL geriebene Orangenschale
4 Eiweiß

Zutaten für die Creme

4 Eigelb
80 g hellen Sirup
60 g Lakritz-Sirup
300 g weiche Butter
3 EL Cappuccino-Pulver

Zutaten für die Glasur 

300 g dunkle Kuvertüre
1 EL Lakritz-Pulver


Zubereitung

Den Backofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen.

Die gemahlenen Mandeln mit dem Puderzucker und der geriebenen Orangenschale vermischen.


Die Eier trennen und das Eiweiß steifschlagen.


Dann beides zusammen mischen...


...und mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 180° Ober-Unter-Hitze ca. 10 bis 12 Minuten lang backen, bis das Gebäck schön goldgelb geworden sind.

Anschließend gut auskühlen lassen.


Für die Creme dann das Eigelb mit dem hellen Sirup verrühren.


Die Butter unterziehen.


Noch den Lakritz-Sirup und das Cappuccino-Pulver verrühren und die Creme ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank fester werden lassen.


Die Creme dann mit einem Spritzbeutel o.ä. auf die Keksböden aufspritzen, ggf. auch einfach mit einem Teelöffel auftragen.

Die Kekse dann im Kühlschrank fest werden lassen.

Anschließend die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen lassen..

Die tiefgekühlten, harten Kekse dann portionsweise mit der flüssigen Kuvertüre bestreichen und direkt mit ganz wenig Lakritzpulver bestäuben.


Anschließend wieder im Kühlschrank kalt stellen und gut gekühlt servieren.




Möndlugrautur

Mandel-Milchreis


Das hier ist auch in Island ein typisches Weihnachtsdessert für die Familienfeier am ersten Weihnachtsfeiertag - langsam gekochter Milchreis mit Zucker, Zimt und Krähenbeerensaft. Und natürlich wird auch in Island in dem Milchreis eine Mandel versteckt und wer die Mandel findet, bekommt ein kleines Geschenk. In vielen isländischen Großfamilien ist es übrigens üblich, dass die erwachsenen Familienmitglieder sich alljährlich abwechseln, wer das Mandel-Geschenk besorgt.


Zutaten

250 g Reis
Wasser
1 Liter Milch
1 Prise Salz

Zucker und Zimt
Krähenbeerensaft


Zubereitung

Den Reis in einen großen Topf geben, mit etwas kochendem Wasser so gerade bedecken und dann eine Stunde lang kochen lassen.

Dabei immer mal wieder heißes Wasser nachgießen, damit der Reis bedeckt bleibt.


Anschließend portionsweise 750 ml Milch hinzugießen, während der Reis bei niedriger Hitze vor sich hin köchelt und immer wieder umgerührt werden muss.

Den Milchreis dann mit einer Prise Salz würzen.

Den Milchreis dann ca. 2 Stunden stehen lassen, anschließend noch mal erhitzen und die restlichen 250 ml Milch unterrühren, bis der Milchreis schön dick und cremig ist.


Eine ganze Mandel unter den Milchreis geben.

Der Milchreis wird dann traditionell mit Krähenbeeren-Saft und kräftig Zuckerzimt servieren.





Heitt kókóssúkkulaði

Heiße Kokos-Schokolade


Ich liebe ja heiße Schokolade, für mich die perfekte Seelennahrung an einem kalten, dunklen Abend...


Zutaten für 2 Portionen

300 ml Milch
200 ml Kokosmilch
80 g dunkle Schokolade

Schlagsahne
Kokosraspeln
ggf. Kaffeegewürz


Zubereitung

Die Milch in einem Topf auf dem Herd langsam erhitzen.


Die Schokolade vorsichtig in Stücke brechen.


Unter ständigem Rühren mit der Milch vermischen.


Anschließend die Kokosmilch unterrühren, …


...die heiße Schokolade vom Herd nehmen und in zwei Becher oder Gläser gießen.


Mit Schlagsahne und Kokosraspeln bestreuen, ggf. noch mit etwas Zimt oder Kaffeegewürz, und direkt servieren.




Hamborgarhryggur með uppstúi

Kassler mit weißer Sauce


Hamborgarhryggur ist die isländische Version von Kassler und ein traditionelles Weihnachtsessen in Island. Statt mit Hamborgarhryggur wird dieses Rezept auch allerdings auch gerne mit Lammkeule zubereitet, besonders beliebt ist Hangikjöt, das über Birkenrauch geräuchert wurde.

Als Beilage gibt es dazu traditionell Erbsen aus der Dose und / oder Rotkohl.


Zutaten

1,5 kg Hamborgarhryggur
1 Dose grüne Erbsen/
1 Glas Rotkohl
800 g gekochte Kartoffeln

1 EL Margarine
1 EL Mehl
400 ml Milch
1 TL Zucker
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
1 Prise Muskat


Zubereitung

Das Fleisch erwärmen, ebenso die Erbsen und / oder den Rotkohl.

Für die weiße Sauce die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen.


Das Mehl hinzufügen und verrühren.


Die Milch dann in kleinen Portionen unter ständigem Rühren hinzufügen und das Ganze ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Anschließend mit Zucker, Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen


Das Fleisch in Scheiben schneiden und mit den Kartoffeln, den Erbsen / dem Rotkohl und der weißen Sauce servieren.