Samstag, 14. Februar 2026

Gleðilegan Valentínusardag

Frohen Valentinstag!


Auf Island feiert man eigentlich den bóndadagur (= "Ehemänner-Tag") und den konudagur (= "Ehefrauen-Tag"). 

Beide Tagen richten sich nach dem alt-isländischen Kalender: Der Tag für die Männer ist am ersten Tag des vierten Wintermonats (Þorri), der Tag für die Frauen am ersten Tag des fünften Wintermonats (Góa). Dieses Jahr war der Ehemänner-Tag am Freitag, den 23. Januar 2026, und der Frauen-Tag wird am Sonntag, den 22. Februar 2026 gefeiert. 

Aber auch auf Island feiern immer mehr Menschen zusätzlich auch den Valentinstag (Valentínusardagur) am 14. Februar

Das ist noch eine (relativ) Entwicklung. 

Die ältesten Quelle, dass der Valentinstag auch auf Island gefeiert wurde, findet sich in einem Artikel der Zeitung Morgunblaðið vom 14. Februar 1958. Darin wird berichtet, dass der Valentinstag auf Island eigentlich nicht weiter gefeiert wird, aber Blumenläden in Reykjavík bieten zu diesem Anlass kleine, extra dafür gebundenen Sträuße zum Verkauf an. 

Mein Mann Markus und ich feiern auch bóndadagur und konudagur (zumindest ein bisschen) UND Valentinstag. 

Dieses Jahr habe ich Markus ein Herz-Kissen gestrickt.

Ich bin ja derzeit dabei, aus Léttlopi-Wollresten sófapúðar (Sofakissen) für unsere Sofa-Ecke in Deutschland zu stricken, für mehr Island-Gefühl auch in Deutschland. Für Markus habe ich daher jetzt ein Kissen mit Herzen gestrickt, für die Sofaecke, in der er immer sitzt. Aus blauer Wolle, mit kleinen dunkelblauen Herzen und großen, rot-weißen Herzen (auch um im Farb-Schema der ersten Sofakissen zu bleiben).


Ich finde, die Kissen machen sich gut auf unserem Sofa! 


Und Markus hat sich sehr über sein Valentins-Kissen gefreut! 


Ich wünsche Euch auch noch einen schönen Valentinstag, wenn Ihr wollt. Gleðilegan Valentínusardag! 



Montag, 9. Februar 2026

Vetrargosi

Schneeglöckchen


Wisst Ihr eigentlich, dass "Schneeglöckchen" auf Isländisch "vetrargosi" heißen? 

"Vetur" (im Genitiv: "vetrar") ist das isländische Wort für "Winter". 

Das Wort "gosi" bedeutet so viel wie "Bube", auch beim Kartenspiel, bezeichnet aber auch einen Mann, der verantwortungslos handelt. Auf Deutsch könnte man das vielleicht mit "Spitzbube" oder "Wicht" übersetzen. Die Kinderbuch-Figur Pinocchio heißt übrigens auf Isländisch "gosi". 

Das isländische Wort "vetrargosi" könnte man also wörtlich mit "Winterwicht" übersetzen. Ich finde, das ist eine sehr knuffige Bezeichnung! 

Wetter im Januar 2026 - zu warm und zu trocken

Normalerweise ist der Januar oft der kälteste Monat auf Island, oft auch sehr nass mit Regen, Schnee und Wind. 

Dieses Jahr war der Januar aber ungewöhnlich gut. Es war ruhig, klar und ungewöhnlich trocken. Besonders trocken war es im Süden und Westen des Landes. Der Januar 2026 zählte zu den trockensten Januar-Monaten seit Beginn der Messungen. 

Schneefreier Januar im Hauptstadtgebiet

Dieses Jahr wurde im ganzen Monat Januar in Reykjavík vom meteorologischen Amt keinerlei Schnee gemessen, der Monat war somit im Hauptstadtgebiet komplett schneefrei

Das ist sehr selten. Der letzte Januar komplett ohne Schnee war in Reykjavík zuletzt 1940 und davor 1929. Auch der Januar 2002 und 1961 war ungewöhnlich schneearm, aber es gab zumindest jeweils einen "weißen Tag" mit Schnee in der Stadt. 

Januar-Temperaturen etwas über dem Durchschnitt

Die ersten Januarhälfte war kalt, die zweite Monatshälfte dann (vergleichsweise) warm. 

In Reykjavík lag die Durchschnittstemperatur im Januar 2026 bei 0,8°. Dies entspricht + 0,1° mehr als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 bzw. + 0,7° mehr als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre. 

Vetrargosi - Schneeglöckchen

Entsprechend ist dieses Jahr die Vegetation bereits relativ weit und die ersten Frühlingsgefühle und Frühlingsgefühle liegen schon in der Luft. 

Winterwichte in Reykjavík
(Foto vom April 2021)


Kaffiskyr með múslí og eplum

Kaffee-Skyr mit Müsli und Äpfeln


Ich hatte von meinem Mann im Adventskalender verschiedene Kakao- und Kaffeespezialitäten geschenkt bekommen, darunter zwei kleine Fläschchen Kaffee-Extrakt. Also muss ich mir eine gute Verwendung dafür einfallen lassen - und so ist ein bisschen Kaffee-Extrakt in meinen Kaffee-Skyr hier zum Frühstück gewandert. 

Alternativ kann man dieses Rezept natürlich auch mit normalem Kaffee zubereiten, dafür einfach die Hälfte der Milch im Rezept durch kalten Kaffee ersetzen.

Diesen Kaffee-Skyr mit Müsli und Apfel hier gab es die Tage für mich zum Frühstück. Da ich alleine gefrühstückt habe, habe ich nur die halbe Menge zubereitet. Da ich dann einen halben Apfel übrig hatte, habe ich mir die verbliebenen Apfelschnitze als Beilage serviert. 


Zutaten für 2 Portionen

450 g Vanille-Skyr
180 ml Milch
2 - 3 EL Kaffee-Extrakt
1 Apfel
6 EL Müsli
2 TL Zucker-Zimt


Zubereitung

Den Vanille-Skyr mit der Milch und dem Kaffee-Extrakt verrühren.


Dann 4 EL Müsli unterrühren.


Den Apfel waschen, schälen und halbieren. Beide Hälften kleinschneiden.


Die eine Hälfte in kleinen Stücken unter den Kaffee-Skyr rühren.


Die Skyr-Masse in zwei Gläser / Schälchen o.ä. geben.

Von dem halben kleingeschnittenen Apfel jeweils die Hälfte über jede Portion Kaffee-Skyr geben, 1 EL Müsli darüber verteilen und noch im 1 TL Zuckerzimt bestreuen. Anschließend direkt servieren.


Guten Appetit!



Sonntag, 8. Februar 2026

Was ist was - Erste Begegnung mit Island

Was ist Was - Vulkane


Letztes Jahr hatte meine Schwiegermutter ihren 90. Geburtstag gefeiert und wir waren zur Feier ins Sauerland gefahren. Mein Mann Markus ist dort aufgewachsen und seine Mutter und seine Geschwister leben weiterhin dort. 

Bei dem Aufenthalt hat Markus dann das Buch herausgesucht, in dem er das erste Mal in seinem Leben bewusst Island begegnet ist: 

Das "Was ist Was"-Buch zum Thema "Vulkane" von 1975.

Markus meint, er muss etwa 8 oder 9 Jahre alt gewesen sein, vielleicht sogar schon 10 Jahre, als er damals in diesem Buch den Abschnitt über die Vulkanausbrüche auf Surtsey (1963 - 65) und auf Heimaey (1973) gelesen hat. 

Der kleine Markus

Dem kleinen Markus imponierte es damals sehr, von einem Berg zu lesen, der jünger war als er selbst. Und so war es für den großen Markus nur wenige Jahrzehnte später ein besonderes Erlebnis, selbst auf genau diesen Berg zu steigen.

Foto vom Sommer 2010

Vom Ort Heimaey aus hat man hier einen schönen Blick auf die beiden Berge. 


Der rechte Berg ist der Helgafell, ein rund 220 Meter hoher Berg bzw. Krater. Man nimmt an, dass der Helgafell etwa 5.000 bis 6.000 Jahre alt ist.

Der Name "Helgafell" (= "Berg des Helgi") erinnert an den irischen Sklaven Helgi, der mit Ingólfur Arnarsons Schwager Hjörleifur Hróðmarsson um 870 n.Chr. nach Island gekommen sein soll. Es heißt, Helgi habe, zusammen mit einem weiteren irischen Sklaven, Hjörleifur und seine Männer ermordet und sei dann mit den Frauen des Hofes mit dem Boot auf die Insel vor der Küste geflohen. Ingólfur verfolgte die Sklaven, brachte die Frauen zurück - und tötete auf dem Berg Helgi. Da die Bewohner der Britischen Inseln von den Nordmännern damals meist als "Westmänner" bezeichnet hatten wurden, geht der Name "Westmänner-Inseln" auf diese entflohenen und hier getöteten irischen Sklaven zurück. 

Links, keinen Kilometer vom Berg Helgafell entfernt, steht der Berg Eldfell. Der Eldfell (= "Feuerberg") ist etwa 200 Meter hoch, der Schlackenkegel ist im Jahr 1973 entstanden - mittlerweile gut 50 Jahre alt. Also drei Jahre jünger als mein Mann, aber knapp zwei Jahre älter als ich. 


Also gut 20 Meter Höhenunterschied, aber knapp 6.000 Jahre Altersunterschied - irgendwie schon krass, finde ich!

Aber es gab noch mehr in dem "Was-ist-Was"-Buch, was wir später auf Heimaey gesehen haben: Auch eine der Wasserpumpen, von denen der kleine Markus damals in seinem Vulkane-Buch gelesen hatte, konnte der große Markus übrigens rund 40 Jahre später auf der Insel besichtigen.


Bereits Anfang Februar 1973, gerade mal 2 Wochen nach Beginn des Ausbruchs, hatte die Feuerwehr damals begonnen, den Lavastrom aufzuhalten, um den Hafen der Insel zu retten, in dem sie mit Pumpen kaltes Meerwasser auf die fließende Lava spritzten. Bis zu 75 Menschen waren dabei im Einsatz, teilweise unter Lebensgefahr, wenn die Leitungen nahe an der glühend heißen Lava verlegen mussten. Der Einsatz war ein großer Erfolg - am 26. März 1972 kam der Lavastrom zum Halten, nur rund 200 Meter von der Felswand auf der anderen Seite des Hafens entfernt. 

Überreste dieser Pumpen kann man noch heute am Berg oberhalb des Ortes sehen.

Der letzte Satz des Artikels in dem Buch von 1975 lautet: "Heute ist fast nichts mehr von den Folgen des Ausbruchs zu sehen." 


Ich persönlich bezweifele das allerdings. Ich finde, selbst heute, über 50 Jahre nach dem Ausbruch, sind die Spuren auf Heimaey noch an vielen Stellen gegenwärtig und das nicht nur - aber auch - im Museum Eldheimar (Feuerwelten). Ein Besuch auf der Insel lohnt sich auf jeden Fall - nicht nur für den kleinen Markus!




Montag, 2. Februar 2026

Rjómaosta kartöflugratín

Kartoffelgratin mit Frischkäse


Letztens hatten wir mit einer Freundin hier auf Island gemeinsam mit einem großen Essen gefeiert.

Unsere Freundin hat die Lammkeule mitgebracht (perfekt auf den Punkt gegart und herrlich weich!) und ich habe für Beilagen gesorgt bzw. die karamellisierten Kartoffeln haben wir gemeinsam frisch zubereitet. 


Das Kartoffelgratin hatte ich rechtzeitig vorher schon in den Ofen geschoben - in dieser Version hier ist es wirklich ein herrlich einfaches, unkompliziertes Gericht, für das man nicht viele Zutaten braucht und was dann in Ruhe im Ofen vor sich hin gart. 


Zutaten

700 g große Kartoffeln
200 g Frischkäse mit Kräutern
300 ml Sahne
1 Bund frische Petersilie
Salz und Pfeffer
100 g geriebener Käse

Zubereitung

Den Backofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen. 

Die Kartoffeln gründlich waschen und in dünne Scheiben hobeln. 


Die Kartoffelscheiben in eine feuerfeste Auflaufform schichten. 


Die Petersilie waschen und kleinhacken. 


In einem kleinen Topf die Sahne und den Frischkäse erwärmen, bis der Käse komplett geschmolzen ist. 

Die gehackte Petersilie hinzufügen und die Mischung mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Die Mischung dann über die Kartoffelscheiben in der Auflaufform gießen.


Die Form mit Alufolie abdecken und im vorgeheizten Backofen bei 180° Ober-Unter-Hitze ca. 50 Minuten lang backen. 


Die Form aus dem Ofen holen, die Alufolie entfernen. 

Den geraspelten Käse über die Kartoffeln streuen, bis alles bedeckt ist.


Im Ofen bei 180° Ober-Unter-Hitze noch ca. 20 Minuten lang weiterbacken, bis der Käse schön goldbraun geworden ist. 


Anschließend das Kartoffelgratin direkt servieren.

Wir haben hier ganz üppig gespeist - mit einer herrlichen Lammkeule aus dem Ofen, dem Kartoffelgratin, karamellisierten Kartoffeln, Dosen-Erbsen in weißer Sauce und Rotkohl. Also ein ganz klassisches isländisches Weihnachtsessen! 

Wir waren nur "so deutsch", dass wir die Erbsen in der weißen Sauce warm gemacht haben und den Rotkohl auch erwärmt haben. Klassisch isländisch wären kalte Erbsen und kalter Rotkohl gewesen.

Guten Appetit! 



Rjómalagað agúrkusalat

Cremiger Gurkensalat


Auf Island grillen wir nach Möglichkeit zu jeder Jahreszeit, wenn das Wetter es halbwegs zulässt. 

Also dachte ich, da passt zum Grillfleisch auch jetzt im Winter ein cremiger, kalter Gurkensalat, auch wenn das nicht wirklich ein typisches Winter-Essen ist. Ein frischer Salat tut mir auch im Winter gut!

Da macht es doch richtig Spaß, im Bauernladen frisches Gemüse zu kaufen und hinterher den Mann zu bitten, sich an den Grill zu stellen..! 


Zutaten

100 g Schmand
1 - 2 EL Apfelessig
1 TL Zucker
1/2 TL grobes Meersalz
1 Prise Pfeffer

1 Gurke
1 rote Zwiebel

3 - 4 Stängel Dill


Zubereitung

In einer großen Schüssel den Schmand mit dem Apfelessig, Zucker, Salz und Pfeffer gründlich verrühren.


Die Gurke waschen, nach Geschmack schälen und in dünne Scheiben hobeln.



Die Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden.


Die Gurkenscheiben und die kleingeschnittene Zwiebel zur Sauce in die Schüssel geben.

Den Dill waschen, zupfen und kleinschneiden und über den Salat geben.


Alles gründlich verrühren und direkt servieren.


Guten Appetit!




Þorrablót

Es ist wieder diese Zeit im Jahr, wo seltsame Gerüche aus den Häusern ziehen, die Menschen festlich gekleidet in die Turnhallen und Gemeinschaftshäuser eilen - und in den Fleischtheken neben großen Plastikeimer diese kleinen, abgepackten Tabletts liegen und darin gibt es lauter leckere Dinge wie sauereingelegtes Fleisch, Hoden- oder Schafskopfsülze. 

Das ist die Zeit der Þorrablót!

Im alt-isländischen Wintermonat Þorri, dem 4. Wintermonat, der ab dem 19. Januar beginnt, feierte man früher ein großes heidnisches Opferfest, das Þorrblót. Dabei wurde reihum auf den Höfen gefeiert, mit all den traditionellen Gerichten, die im Winter lange haltbar waren - z.B. Blut- und Leberwurst, sauer eingelegte Hammelhoden, Walfleisch oder Seehundflossen. "Ehrengast" beim Þorrablót war immer der Wintermonat Þorri selbst, damit wollte man diesen kalten Monat ein wenig milde stimmen, damit das Leben für die Menschen nicht gar so grimmig war. 

Im Laufe der Christianisierung wurden die traditionellen Bräuche auch auf Island weitgehend verdrängt, waren unerwünscht.

Das erste überlieferte Þorrablót der Neuzeit fand erst 1873 statt, ab 1880 nahm die Gesellschaft für Altertumskunde diese Tradition wieder auf und ab den 1950er Jahren veranstalteten lokale Vereine festliche Þorrblóts auf dem Land. Ab 1958 bot das Restaurant Naustið in der Tryggvagata in Reykjavík ebenfalls Þorrmatur an, damit auch Stadtbewohner in den Genuss dieser traditionellen isländischen Speisen kommen konnten. 

Blick Richtung Tryggvagata (2016)

Für ein zünftiges Þorrablót bekommt man heutzutage alles Wichtige auch einfach im Supermarkt. Ein Blick in die Fleischtheken zu dieser Zeit lohnt sich. Und hier findet sich alles dicht beisammen, neben den ganzen typischen Spezialitäten findet man auch Salz, Fladenbrot, Roggenbrot...


Typische Þorramatur-Gerichte sind über Schafsdung geräuchertes Lammfleisch (hangikjöt), Salzfleisch (saltkjöt), Sülze wie z.B. Schafskopfsülze (sviðasulta), sauer eingelegte Widderhoden (súrsaðirhrútsprungar), verschiedene Blut- und Leberwurstgerichte (blóðmör og lifrapylsa) und Rollfleisch (lundabaggar), aber auch Fischgerichte wie Trockenfisch (harðfiskur) und Gammelhai (hákarl). 

Das, was hier wie leckere, goldbraune Schinken von der Decke baumelt, ist tatsächlich dieser legendäre isländische Gammelhai. Wenn man die Stücke aufschneidet, sieht es fast aus wie weißer Speck - ist aber sehr geruchsintensiver Fisch. 


Deshalb baumeln die Stücke hier beim Hof Bjarnarhöfn zwar auch unter einem Dach, einigermaßen geschützt vor Regen, aber luftig im Freien, so dass der Wind zwischen den Fischstücken hindurch fahren kann.

Bjarnarhöfn (Sommer 2014)

Falls man vielleicht doch nicht gleich so einen ganzen großen 2-Liter-Plastikeimer mit "Súrmatur", also sauer eingelegtem Essen, kaufen möchte, ...


... kann man auch kleinere Portionen bekommen, z.B. so eine Packung "Þorrabakki", also eine Servierplatte mit einer Auswahl dieser typischen Þorrablót-Spezialitäten. Diese 800-g-Platte hier enthält z.B. 150 g Schafskopfsülze, 150 g sauer eingelegter Schafskopfsülze, 150 g sauer eingelegte Widderhoden, 150 g sauer eingelegtes Rollfleisch und jeweils 100 g Salzfleisch und Hangukjöt.


Dazu isst man traditionell Kartoffel- und Rübenstampf, aber auch Flatbrauð und Rúgbrauð, also Fladenbrot und süßliches, weiches Roggenbrot. 


Guten Appetit!

Auch wenn dieses typische Essen vielleicht nicht jedem schmeckt...


Heute sind die Þorrblót-Feiern auf dem Land überall große gesellschaftliche Ereignisse. Die Feiern werden in der Regel von einem mehrköpfigen Festkomitee organisiert, mit üppigem Catering (dabei gibt es neben den traditionellen Gerichten auch "harmloses" Essen, also keine Angst!), launigen Vorträgen und Musik und Tanz bis in die Nacht. 

In Grindavík fand am Wochenende das erste Þorrablót nach der Räumung der Stadt im November 2023 statt, mit rund 1.000 Gästen, die festlich in der Turnhalle der Stadt feierten. Áfram Grindavík! Ein ganz besonderes Ereignis für die Menschen dieser von den Erdbeben und Vulkanausbrüchen getroffenen Stadt.

Quelle: ruv.is