Sonntag, 7. September 2014

Eheglück - Happy Marriage Cake

Eheglück auf verschiedene Weise - Margs konar hjónabandssæla

Zutaten

250 g feine Haferflocken
250 g Mehl
150 g brauner Zucker
1 TL Backpulver
1 TL Zimt
150 g weiche Margarine

400 g Rhabarbermarmelade


Zubereitung

Den Backofen auf 200° (Ober-Unter-Hitze) vorheizen.

In einer Schüssel die Haferflocken, das Mehl und den Zucker mit dem Backpulver, dem Zimt und der Margarine zu Streuseln verkneten. Von den Streuseln ca. 200 g beiseite stellen, den Rest in eine mit Backpapier ausgelegte Kuchenform geben und dort kräftig festdrücken - dabei darauf achten, dass der Teig außen einen höheren Rand bildet.

Anschließend die Rhabarbermarmelade auf dem Kuchen verstreichen und die restlichen Streusel darüber verteilen.

Bei 200° im Backofen ca. 25 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Anschließend gut auskühlen lassen und traditionell mit Sahne servieren, da es ein relativ trockener Kuchen ist - aber dafür gut und lange haltbar!



Anmerkung:

Wie der Kuchen "Eheglück auf verschiedene Weise" zu seinem Namen gekommen ist, lässt sich nicht wirklich klären.

Die eine Theorie besagt, dass es von diesem Grund-Rezept unendlich viele Abwandlungen gibt und im Laufe der Zeit immer mehr Zutaten je nach Belieben des Bäckers hinzu gekommen sind - man kann zusätzlich noch Kokosflocken mit unter den Teig mischen, statt Rharbarbermarmelade auch ein selbstgemachtes Dattelmus nehmen, unter die Rharbarbermarmelade auch Schokostreusel und Rosinen mischen, statt Rharbarbermarmelade auch eine andere Sorte Marmelade nehmen  - die Varianten sind, wie bei einem echten Rezept fürs Eheglück, nahezu unbegrenzt. 

Die andere Theorie besagt, dass der Kuchen relativ leicht gelingt, aber ziemlich trocken ist - weshalb man ihn traditionell mit Schlagsahne serviert. Aber dafür hält sich der Kuchen sehr lange frisch - vielleicht ist der Name also als Wunsch gedacht, möge es einer glücklichen Ehe genauso ergehen.






Aktuelle Situation am Bárðarbunga, Stand 07.09.2014

Der Ausbruch des Bárðarbunga dauert nun schon über eine Woche an. Die ausgetretene Lava bedeckt mittlerweile eine Fläche von etwa 16 qkm. Lavafontänen erreichen eine Höhe von bis zu 130 m. Insbesondere bei Nacht bietet sich ein beeindruckendes Schauspiel, dass sich auf Webcams live verfolgen lässt. Hier mal eine Zeitrafferaufnahme des gestrigen Abends:




Heute hat die Lava das Flussbett der Jökulsá á Fjöllum erreicht, eines der größten Flüsse des Landes, der mit dem Dettifoss den stärksten Wasserfall Europas speist.

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Zur ersten Eruptionsstelle in der Holuhraun hat sich vorgestern eine zweite, kleinere Spalte hinzugesellt. Während die erste noch etwa 5 km von der Gletscherkante entfernt war, sind es bei der zweiten Spalte weniger als 2 km Abstand. Außerdem wurden auch Einbrüche im Eis des Gletschers Dyngjujökull entdeckt. Diese lassen vermuten, dass es unter dem Gletscher bereits ebenfalls zu kleinen Eruptionen gekommen ist.
 


Während im Gebiet der Ausbrüche die Erdbebenaktivität deutlich abgenommen hat, gibt es an der Kaldera des Bárðarbunga fast täglich Erdbeben der Stärke 5. Messungen haben ergeben, dass sich der Grund der Kaldera um 15 m abgesenkt hat. Es wird befürchtet, dass es hier zu einem weitaus stärkeren Ausbruch als an den Spalten in der Holuhraun kommen könnte. Von einem heftigen Ausbruch unter dem Gletscher könnte dann auch wieder der Flugverkehr betroffen sein, und mit starken Gletscherläufen wäre zu rechnen.




Dienstag, 2. September 2014

Rúgbrauð – isländisches Roggenbrot



Zutaten für 2 Brote

400 g Roggenmehl
80 g Vollkornmehl
200 g Zuckersirup
1 Päckchen Trockenhefe
1 TL Salz
250 ml Milch


Zubereitung

Den Backofen auf 100°C (Ober-Unterhitze, nicht Umluft!) vorheizen.

Das Mehl mit dem Vollkornmehl, dem Zuckersirup, der Trockenhefe und dem Salz verrühren. Anschließend die warme Milch dazu gießen und alles zu einem klebrig-zähen Teig verarbeiten.
 

Zwei Milchkartons nehmen, die Oberseite abschneiden und die Kartons gründlich säubern und mit heißem Wasser ausspülen.

Den Brotteig in die Milchkartons füllen, die Kartons sollten maximal bis etwa zur Hälfe gefüllt sein, weil der Teig noch entsprechend aufgeht. Den Teig im Karton etwas "aufstumpen", damit möglichst alle Hohlräume gefüllt werden und keine Luftblasen entstehen.


Die Milchkartons anschließend mit Alufolie sorgfältig abdecken und anschließend bei 100° Ober-Unter-Hitze für etwa 10 - 11 Stunden in den Backofen stellen.


Anschließend die Milchkartons aus dem Ofen holen und das Brot auskühlen lassen, bevor man es vorsichtig aus den Kartons löst. Das Rúgbrauð ist relativ süß, etwas klebrig und schmeckt ausgesprochen lecker - vielleicht ein bisschen in Richtung Pumpernickel.

Das Brot wird mit gesalzener Butter bestrichen und serviert.


Wir haben uns hier das Rúgbrauð z.B. mit Käse der Sorte "White Stilton Blueberry" schmecken lassen - auch wenn es kein isländischer Käse war, sondern von meinem Lieblings-Bio-Bauern stammt, aber Blaubeeren passen ja fast immer zu isländischer Küche!




Anmerkung:

Klassischerweise wird das Rúgbrauð in Island in Blechdosen etwa 24 Stunden in der heißen Erde gebacken, und das Ergebnis ist imposant. Ich habe z.B. im Cow Café in Vogafjos am Mývatn wunderbares "Geysir bread baked in the geothermal heat in the ert" gegessen.

Mangels heißer Erde muss man sich hier irgendwie behelfen - um dem gewünschten Ergebnis möglichst nahe zu kommen, backt man das Brot dann eben bei 80 - 100° für 10 - 12 Stunden im Backofen.