Freitag, 8. August 2014

Kolaportið - Flohmarkt auf isländisch


Der Kolaportið ist angeblich der einzige Flohmarkt Islands.

 
Den Flohmarkt gibt es seit 1989, zuerst fand er auf dem Parkdeck einer Bank statt, seit den 90er Jahren ist er jetzt jedes Wochenende im Zollhaus am Hafen von Reykjavík zu finden.

Beim Kolaportið bekommt man fast alles – von Kinderspielzeug, Kochbüchern, alten Artikeln vom US-Militär über jede Menge Schallplatten, CD's, T-Shirts und klassische Island-Pullover bis zu Backwaren, Schokoladen-Lakritz und einer großen Abteilung mit Fleisch- und Fischhändlern.

Der Kolaportið ist samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet – sehr zivile Öffnungszeiten und eine schöne Möglichkeit, am Wochenende einen verregneten Vormittag mitten in Reykjavík zu verbringen. Und die „weltbeste Hot-Dog-Bude“ ist auch noch direkt gegenüber. 







Donnerstag, 7. August 2014

Bjarnarhöfn – Shark Museum

Diesen Sommer waren wir mit den Kindern auf Island, haben uns insbesondere die Halbinsel Snæfellsnes angeschaut – und waren auch im Bjarnarhöfn Shark Museum, einem privaten Haifisch-Museum.

Der Hof Bjarnarhöfn wird bereits im Landnahmebuch aus dem 11. Jahrhundert erwähnt, als der Wikinger Björn sich hier nieder gelassen haben soll, wohl ein Sohn des bekannten Häuptlings Ketill Flachnase, der um 890 n.Chr. mit seiner Familie nach Island kam.

Der jetzige Herr des Hauses, der Isländer Hildibrandur Bjarnason, hat heute mit seiner Familie auf dem Hof ein Museum eingerichtet – das Shark Museum über Fang und Verarbeitung des Grönlandhais.

Das Museum ist klein und eigenwillig – und es lädt uns ein, den Geschmack von Hákarl auszuprobieren. In kleinen Würfelchen – und mit viel dunklem Brot dazu.



Anbei mal unsere Eindrücke:





Hier der Link zur Homepage des Museums:

http://www.bjarnarhofn.is/


Update:

Hildibrandur Bjarnason ist am 16. November 2017, zwei Tage vor seinem 81 Geburtstag, gestorben. Er hinterlässt Frau und Kinder. Der Hof wird weiterhin bewirtschaftet und auch das Museum ist weiterhin geöffnet. 

Svið


Svið ist ein klassisches isländisches Fleischgericht. Da das Land nicht viel her gab, wurde alles genutzt, was irgendwie nutzbar war – und wenn man ein Schaf schlachtete, wurde natürlich ALLES „verbraten“, inklusive der Widderhoden und des Kopfes.

Svið, also die gesengten halben Schafsköpfe, werden heute noch im Supermarkt als Tiefkühlware angeboten, wir mussten allerdings ein bisschen suchen, in Reykjavík haben wir kein Svið in den Tiefkühltheken gefunden, dafür waren wir dann im ländlicheren Hveragerði erfolgreich.

Der aufgetaute Schafskopf wird etwa 1,5 Stunden in einem Topf mit reichlich Salzwasser gekocht, der dabei entstehende Schaum wird regelmäßig abgeschöpft. Ich musste allerdings aufpassen, dass ich nicht versehentlich das Auge mit abschöpfte, da es sich gelöst hatte und beim Kochen immer wieder nach oben ploppte, in den Schaum hinein. Außerdem wichtig – beim Kochen immer reichlich lüften, die Zubereitung ist doch relativ „geruchsintensiv“.

Nach dem Kochen den Kopf aus dem Kochtopf holen, auf einem Teller auskühlen lassen – und dann probieren.

Ich persönlich habe festgestellt – auch wenn es isländisch ist, für mich ist Svið trotzdem nichts!

Der Geschmack war erfreulich “harmlos“, und wenn man die Haut vom Kopf und von der Zunge abgezogen hatte, war es eigentlich nur ganz normales, nettes Schafsfleisch. Allerdings waren die „Bäckchen“ doch recht fettig.

Für mich endete das Essen später dann doch noch auf der Toilette, ich habe es unter „emotionales Erbrechen“ verbucht.

Von daher - Vorsicht, der Film ist schon entschieden "eklig"!