Donnerstag, 3. September 2020

Ísland eða Mars?


Island - oder doch auf dem Mars..?


An manchen Ecken Islands fühlt man sich ja wirklich fast wie auf dem Mars - kein Wunder, dass die NASA-Forscher immer wieder auf Island trainieren. Auch für die Marsmission 2020 haben die Astronauten im Vorjahr im isländischen Hochland geübt, weil hier auf der Insel "einzigartige Bedingungen" herrschen, die denen auf dem Mars "verblüffend ähnlich" sein sollen.

Ich kann es nicht beurteilen, ich war noch nie auf dem Mars - aber so wie hier auf den Bildern stelle ich es mir auf dem Mars auch vor! Und "einzigartig" finde ich diese Landschaft auch unbedingt, menschenleer, nichts wächst, kein Baum und kein Strauch und kein Gras ist zu sehen - nur bunte Steinwüste, soweit das Auge reicht.


Ich glaube, es ist Rhyolith, früher auch Liparit genannt - ein Lavagestein, das aus besonders Siliciumdioxid-reicher Magma entstanden ist. Man spricht insoweit auch von einem "hohen Gehalt von Kieselsäure". Rhyolithe sind meist eher hell, ihre Farbe variiert von rot über braun bis grau, teilweise auch grünlich oder fast violett, je nach den an der Entstehen des Gesteins beteiligten Mineralen (habe ich mir sagen lassen). Vielleicht ist es aber auch Palagonit und die rötliche Färbung stammt vom enthaltenen Eisen - ich habe wirklich keine Ahnung von Geologie.

Die bunten Berge Islands sind ja, geografisch gesehen, noch sehr jung - ich habe gelesen, hier in der Ecke der Búrfell sei etwa 120.000 Jahre alt und gegen Ende der vorletzten Eiszeit entstanden, und der Ingólfsfjall, auch nicht weit weg, sei in großen Teilen etwa 400.000 bis 500.000 Jahre alt. (Wer es besser weiß, kann mich gerne belehren!)

Ich finde die Landschaft einfach wunderschön, so karg und einsam und leer und dabei gleichzeitig so bunt und voller knalliger Farben, die aussehen, als wären sie nicht von dieser Welt - eben doch ein bisschen wie auf dem Mars!


Hier einfach mal ein paar Impressionen von "unserem Hausberg":


Hier steht auch noch ein Steinmännchen - ein aufgeschichteter Haufen Steine oben auf dem Berg, vermutlich seinerzeit zur Orientierung der Wanderer angelegt, schön auf dem Kamm, damit sie möglichst gut zu sehen waren, auch noch bei einigermaßen schlechten Witterungsbedingungen. (Und bei richtig schlechtem Wetter sollte man, früher wie heute, auf Island nach Möglichkeit einfach nur zu Hause bleiben. Für die nächsten Tage gibt es auch schon wieder die Wetterwarnungen!)


Auch wenn es hier auf dem Bild harmlos aussieht - wenn man da hoch will, ist es verdammt steil, und wenn es dann doch ordentlich windig ist, ist es wirklich eine Herausforderung!


Und wenn man dann oben ist und sich  umdreht - ist man wirklich auf Island!



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