Den Krater Kerið mit seinem roten Gestein und dem Kratersee kennt fast jeder Island-Reisende, der den Golden Circle hier im Süden Islands besucht hat. Etwa 600.000 Menschen haben wohl im letzten Jahr den Kerið besucht, so die Angaben von Arctic Adventures, seit 2023 Eigentümer des Landes - damit besuchen knapp 30% aller Island-Besucher diesen Krater.
Der angelegte Wanderweg führt durch die moosbewachsene Lava-Landschaft und ist gut an den gelben Pflöcken mit den blauen Markierungen zu erkennen. An dieser Stelle hier findet sich auch noch eine alte Wegmarke, nehme ich an.
Aber der Kerið ist nicht der einzige Krater mit einem See in der Mitte, den es hier gibt. Aber andere Krater sind nicht touristisch erschlossen, es gibt keine Schilder, keinen großen, befestigten Parkplatz, kein Toilettenhäuschen und keinen Food Truck und auch kein Eintrittsgeld, das man bezahlen müsste, es gibt noch nicht einmal eine richtige Straße.
Trotzdem kann man auf einem offiziellen, gut markierten Wanderweg hier zu diesem Krater laufen.
Die Lava hier ist noch nicht besonders alt, erst wenige tausend Jahre. Aber sie ist dicht bewachsen, ich schätze, mit Lavamoos bzw. genauer Zackenmützenmoos - der Pflanze, die sich nach einem Ausbruch typischerweise als erstes auf dem erkalteten Gestein ansiedelt.
Auf der anderen Seite des Weges, gegenüber der Lava-Landschaft, liegt der grüne, mit Gras und kleinen Bäumen bewachsene Krater mit seinem kleinen, blauen Kratersee voller Wasserpflanzen.
Hier noch der Blick von der anderen Seite über den Kraterrand auf die Lava-Landschaft.
Schon beachtlich grün, für isländische Verhältnisse, finde ich!
Mit einem letzten Blick in die Weite der Landschaft ging es dann für uns wieder zurück.
Das war definitiv ein netter Sonntagsspaziergang. Wir haben einen schönen Krater mit Kratersee kennen gelernt, von dem wir bis vor ein paar Tagen noch nicht einmal Bilder gesehen hatten. Und wir waren ganz alleine hier, kein anderer Mensch weit und breit. So schön!

















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