Sonntag, 31. Mai 2026

Íslensk sumarmatargerð

Isländische Sommerküche


Während der isländische Sommer Ende Mai / Anfang Juni oft noch etwas winterlich sein kann, trotz der langen, hellen Nächten, schwitzen wir aktuell in Deutschland bei einer frühen Hitzewelle mit Temperaturen um die 30°.

Gestern hatten wir unsere Nachbarn zu Besuch und ich habe mich, angesichts der heißen Temperaturen hier in Deutschland, fürs Essen für "isländische Sommerküche" entschieden. 

Die isländische Sommerküche zeichnet sich durch frische, regionale Lebensmittel und einfache, aber kreative Rezepte aus. 

Es gibt frischen Fisch oder Lammfleisch, Rhabarber, Beeren und Milchprodukte. Gewürzt wird mit frischen Kräutern oder Meersalz, gerne auch mit Kräutersalz, Beerensalz oder mit Salz, das mit Birkenholz geräuchert ist, was dem Essen einen ganz speziellen, intensiven Geschmack verleiht. 


Als Vorspeise gab es gestern Abend zwei verschiedene Dipps:
 
Als erstes hatte ich meinen altbewährten Lieblingsdipp mit Frischkäse, Sauerrahm, Zwiebeln, Schnittlauch, geriebenen Käse und Speck zubereitet.


Außerdem gab es noch einen schön scharfen Käse-Dipp mit würzigem Cheddar-Käse, Paprika, ein bisschen Chili und Frischkäse und Mayonnaise. 


Zu den Dipps gab es verschiedene Cracker und wir saßen auf der Terrasse und unterhielten uns. Ich finde das so gemütlich und gesellig, wenn man gemeinsam am Tisch sitzt, der Dipp steht in einer Schüssel auf dem Tisch und jeder greift bei den Keksen zu, tunkt sie in den Dipp in der Schüssel und futtert dann genüsslich! 


Als Hauptgericht hatte ich - typisch isländisch! - eine Brauðterta með reyktum laxi og eggjum zubereitet, eine Brottorte mit Räucherlachs und Eiern. Allein schon optisch ist so eine Brottorte immer ein echter Hingucker! 


Für meinen Nachwuchs hatte ich alternativ aus einer etwas milderen Variante vom Käse-Dipp seine eigene Brottorte zubereitet, weil er (zumindest bisher) außer Fischstäbchen keine Fischgerichte mag. Verkleidet hatte ich auch diese Torte mit derselben Sauerrahm-Mayonnaise-Miracle-Whip-Mischung wie die andere Brottorte, und dekoriert hatte ich sie mit Schnittlauch und Paprika-Stückchen. Der Nachwuchs war auf jeden Fall begeistert.


Das ist ja das schöne an Brottorten - man kann so herrlich nach Herzenslust variieren!

Als Dessert gab es dann noch eine kleine Zimt-Sahne-Torte. Die Torte besteht aus vier Böden, eine Art Mürbeteig mit Zimt, gefüllt wird die Torte mit Sahne und Blaubeeren, auf den obersten Boden kommt dann noch eine Schoko-Glasur oder ein Guss auf Puderzucker und Kakao. 

Den Kuchen muss man am Vorteig zubereiten und im Kühlschrank durchziehen lassen, damit die Böden schön weich werden und man die Torte möglichst gut schneiden und essen kann.


Eigentlich waren für gestern Gewitter angesagt, aber das Wetter hielt sich netterweise nicht an die Vorhersage. Das Gewitter kam erst heute früh und wir konnten gestern noch bis spätabends gemütlich auf der Terrasse sitzen, über Gott und die Welt reden und isländische Sommerküche genießen!




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