Samstag, 9. Dezember 2017

Kóngakerti - kóngaljós

Dreikönigskerze


In Island, diesem Land, wo es im Winter so lange dunkel ist, war Licht ein ganz besonders kostbares Gut. Daher war es lange Zeit auch üblich, zu Weihnachten Kerzen zu verschenken, als besonders wertvolles Geschenk für den Beschenkten.


So war es in Island traditionell üblich, in der Adventszeit Kerzen zu gießen oder zu ziehen. Früher kam dann die ganze Familie dafür zusammen und die Kerzen wurden aus Talg gefertigt ("tólgarkerti" - Talgkerze).

Etwas ganz Besonderes waren die sog. "Dreikönigskerzen", dreiarmige Kerzen, die auf Isländisch "kóngakerti" oder "kóngaljós" heißen, also "Königskerze" oder "Königslicht".

Diese Kerzen werden in mühevoller Taucharbeit hergestellt und die Gefahr, dass sie während des Herstellungsprozesses brechen können, ist recht hoch. Sie schenken aber zu Weihnachten und zwischen den Jahren bis zum Dreikönigstag am 6. Januar besonders viel Licht und eine feierliche Atmosphäre. Als Zeichen der drei Weisen aus dem Morgenland wurde diese "Königskerzen" traditionell bei Weihnachtsgottesdiensten als Altarkerzen verwandt.


Heutzutage ist die Tradition vielfach verloren gegangen und kaum noch jemand beherrscht die alten Handwerkstechniken, um diese Kerzen herstellen zu können. In den letzten Jahren sind diese Kerzen aber zunehmend wieder beliebter geworden. Im Internet findet man auch Anleitungen, wie man sie mit Paraffin und Leinen selbst herstellen kann.

Den Ehrgeiz hatte ich nicht - aber als ich letztens entdeckt habe, dass man diese typisch skandinavischen Weihnachtskerzen bei uns über das Internet bestellen kann, war ich hellauf begeistert und habe mich sofort für Weihnachtsgeschenke für liebe Menschen eingedeckt!

Wie schön!!!





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