Osterurlaub 2026
Für uns ging es am Wochenende wieder nach Island.
Abflug in Frankfurt war am Samstag.
Wir hatten schon am, Vorabend eine Nachricht von Icelandair bekommen, aufgrund der Wetterbedingungen könnte es kurzfristig zur Flugausfällen oder Verspätungen an dem Tag kommen.
Die letzte Zeit waren hier in Island mehrere Tiefdruckgebiete unterwegs. Es gab etliche Wetterwarnungen, Straßensperren und Flugausfälle. Erst am Donnerstag wurden fast alle Flüge abgesagt oder verschoben. Die Rettungskräfte waren im Großeinsatz, um allen zu Hilfe zu kommen, die im Schneesturm steckengeblieben, von der Straße abgekommen oder sonst wie in Schwierigkeiten gekommen waren.
Wir hatten dieses Mal (aus Kostengründen) bei SAS gebucht, mit Umsteigen in Kopenhagen und Weiterflug mit Icelandair (zumal die Abflugszeiten für den Rückflug deutlich besser waren). Bei dem Tarif war auch Gepäck dabei. Normalerweise reisen wir nur mit Handgepäck, wir haben ja alles, was wir brauchen, hier im Haus. Aber wenn schon ein Koffer dabei war... also hatten wir noch ein paar Sachen eingepackt, einen großen neuen Wasserschlauch für unseren Hot Pot, einen Ersatz-Router, nachdem unserer wegen Stromschwankungen Probleme hat, Wolle für mein nächstes Strickprojekt... was man halt so braucht!
Wir waren rechtzeitig in Frankfurt am Flughafen. Trotz Schulferienbeginn und Osterferien war noch furchtbar viel Betrieb. Es gab zwar am Terminal 2 Probleme, weil die Automaten am Terminal zwar die Bordkarten ausgedruckt haben, aber nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen auch die Gepäckanhänger. Es dauerte also etwas, bis wir unseren großen Koffer los waren, aber eine Stunde nach Ankunft am Flughafen saßen wir schon gutgelaunt und mit einem großen Cappuccino am Gate.
In Kopenhagen hätten wir eigentlich 50 Minuten zum Umsteigen gehabt, um 12.55 Uhr sollte der Weiterflug starten. Aber als wir ankamen, stand am Nachbar-Gate schon ein Icelandair-Flugzeug bereit - allerdings nicht unseres, das wartete aber schon zwei, drei Gates weiter auf uns. Als wir hinkamen, begann gerade schon das allgemeine Boarding. Wir konnten also direkt rein.
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| Abflug von Kopenhagen |
Wir kamen zwar mit rund 15 Minuten Verspätung, aber problemlos und gut in Keflavík an.
Was allerdings nicht ankam, war unser Koffer - der war beim Umsteigen in Kopenhagen nicht mitgekommen. Allerdings konnte uns die sehr nette Dame am Schalter direkt sagen, dass unser Kofer noch in Kopenhagen war. Sie hoffte, er käme mit dem nächsten Flieger aus Kopenhagen mit, käme dann gegen Mitternacht in Island an und würde uns dann, wenn alles gut ginge, am nächsten Mittag zur Haustür geliefert. Falls wir irgendwelchen Ersatz bräuchten, könnten wir Unterhosen und Socken kaufen und die Rechnungen dann online bei Icelandair einreichen... Link war direkt dabei, alles absolut problemlos und sehr nett!
Tatsächlich hatten wir Glück, dass wir noch rechtzeitig gelandet sind. Das nächste Tiefdruckgebiet war schon im Anmarsch. Ab 17 Uhr galt im Hauptstadtgebiet die nächste Wetterwarnung.
Alle Flüge, die ab etwa 16.30 Uhr an diesem Nachmittag landen sollten, wurden entweder abgesagt oder auf den Abend nach 21 Uhr verschoben. (Das traf dann auch die nächsten beiden Flüge aus Kopenhagen, die an dem Abend noch landen sollten - einer wurde abgesagt, der andere landete schließlich mit gut 3,5 Stunden Verspätung - aber mit unserem Koffer an Bord!)
Für die Straßen im Hauptstadtgebiet galt ab 16 Uhr die óvissustig, die "Ungewissheitsstufe". Es war mit sehr schlechten Verkehrsverhältnissen und kurzfristigen Straßensperrungen zu rechnen. Für die Hellisheiði, die Ringstraße von Reykjavík über den Pass nach Südosten, war mit einer Straßensperrung zu rechnen, die Strecke über Þrengsli war zwischenzeitlich schon gesperrt, nachdem es dort wegen der Wetterverhältnisse einen Unfall gegeben hatte. Eine Sperrung der Straße zum Flughafen wurde nicht ausgeschlossen.
Die Fahrt von Keflavík über die Reykjanesbraut nach Reykjavík war schon nicht so angenehm. Schließlich fuhren wir in einer Kolonne mit 60 km/h langsam, vorsichtig und mit reichlich Abstand durch den Schneesturm.
Je näher wir der Hauptstadt kamen, desto schlechter wurden die Bedingungen.
Es gab immer wieder kurze Momente, wo vor lauter Sturm und Schnee die Straße vor uns wirklich gar nicht mehr zu sehen war, alles nur weiß...
Unser wirklich sehr lieber Freund hat uns dann über Nacht in Reykjavík bei sich aufgenommen. Das war toll! Wir waren noch zusammen Burger essen, bei der Tankstelle, waren noch kurz beim Bónus einkaufen...
...und sind dann ziemlich früh ziemlich erschöpft ins Bett gefallen.
Es war ein Glück, dass wir bei unserem Freund unterkommen konnten! Der Schneesturm war wirklich ordentlich. Es wurde dringend von nicht unbedingt notwendigen Fahrten abgeraten. Absolut kein Wetter, wo man ohne Not irgendwo im Nirgendwo im Schnee feststecken will, so dass dann auch noch die Rettungskräfte ausrücken müssten, die so schon genug im Einsatz waren.
Die Ringstraße über die Hellisheiði wurde zwar gegen Mitternacht wieder geöffnet. Aber im Dunkeln und übermüdet bei solchen Bedingungen loszufahren, das wäre auch absolut keine gute Idee gewesen..!
Allerdings sind wir unterwegs an zwei Autos vorbei gekommen, die offensichtlich am Vortag bei dem Schneesturm von der Straße gefegt worden waren...
Viertel vor neun waren wir in Selfoss. Unterwegs hatten wir schon eine Nachricht von Icelandair bekommen, dass unser Koffer zwischen 9.30 Uhr und 11 Uhr geliefert würde. Wir mussten uns also mit dem Einkauf im Ort beeilen. Am liebsten kaufe ich meist beim Bónus ein, der macht aber erst um 10 Uhr auf, beim Krónan sind wir auch öfter, der öffnet um 9 Uhr. Wir waren dann schnell beim neuen Nettó im Eyrarvegur, der - eigentlich sehr untypisch für Island - schon ab 7.30 Uhr geöffnet hat. Kurz noch ein paar frische Lebensmittel für die nächsten Tage eingekauft und dann ab nach Hause..!
Unser Koffer wurde uns von Icelandair bis vor die Haustür geliefert. Etwa 20 Minuten nach uns kam der Koffer an. Wir hätten also im Grunde noch nicht einmal Zeit gehabt, ihn zu vermissen. Also alles wunderbar geklappt!



















Die Páska-Frí-Rezepte klingen wunderbar traditionell! Welches Gericht ist Ihrer Meinung nach ein absolutes Muss für ein authentisches Fest?
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